America on high alert!

Was derzeit in Paris passiert, wirft auch einen Schatten auf die USA. So ganz nebenbei sind die Vereinigten Staaten von Amerika schon lange im Ausnahemzustand. Das bekommt man im Alltag nicht so offensichtlich mit, doch klar ist, die Sicherheitsbehörden, die Geheimdienste und Geheimausschüsse überwachen, kontrollieren, sammeln. Mehr als eine Million Namen sind auf den Terrorlisten der Amerikaner vermerkt. Fast 70.000 Personen können und dürfen in den USA nicht fliegen, sie stehen auf der sogenannten „No Fly“ Liste.

Die Attentäter von Paris auf der Flucht.

Die Attentäter von Paris auf der Flucht.

Was die Vorfälle in Paris für die US Bürger und die hier lebenden Ausländer bringt, ist eine weitere Verschärfung dieser Sicherheitslage. Es wird noch mehr kontrolliert und überwacht, Informationen gesammelt werden. Alles für den sogenannten Krieg gegen den Terror. Und sicherlich werden die Amerikaner da auch nicht Halt vor internationalen Grenzen machen. Das zeigt die Erfahrung. Informationen, da ist man sich in Washington über die Parteigrenzen hinweg einig, bedeuten eine vermeintliche Sicherheit vor Massakern, wie sie nun in Frankreich geschehen sind.

Sicherheitsbehörden betonen, dass es in den USA nicht die Frage ist, ob ein solcher Anschlag geschehen wird, sondern wann und wo. Die großen Städte sind gesichert, zumindest glauben das Bürger und Besucher. Immer wieder wird von republikanischer und demokratischer Seite betont, dass es seit dem 11. September 2001 keinen größeren Terrroanschlag im Land gegeben hat. Vieles wurde bereits im Vorfeld verhindert, heißt es. Was, das wird nicht bekannt gegeben. Wo, das wird nicht gegeben. Von wem, auch das wird nicht bekannt gegeben. Alles streng geheim, man muss es einfach glauben, was einem da aus Washington erzählt wird.

Die Anschläge auf die Redaktionsräume von „Charlie Hebdo“ haben in den USA zu einer heftigen Diskussion über die Politik Barack Obamas geführt. Er plant ganz offen das Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba schließen zu lassen, in dem noch immer Dutzende von Terrorverdächtigen interniert sind. Obama will die Gefangenen vor amerikanischen Gerichten aburteilen lassen oder sie abschieben. Darüberhinaus sollen alle Gefängnisse der CIA und amerikanischer Geheimkommandos weltweit geschlossen werden. Die Erzkonservativen im Land sehen das als ein Zeichen der Schwäche. Die USA und ihre operativen Einsatzkräfte bräuchten genau diese Möglichkeiten der Verhaftung, der „Befragung“ und der „Verhöre“, erklären sie auf dem Nachrichtensender FOXNews. Mit Terroristen, so heißt es, dürfe man nicht anders umgehen, denn die wollten Amerikaner und den „American Way of Life“ zerstören.

Amerika befindet sich im Krieg. Ohne wenn und ohne aber. Es ist ein teurer Krieg, der letztendlich nichts einbringen wird, außer die Gewaltspirale weiter zu treiben. Jeder Versuch, diesen Krieg gegen den Terror mit noch mehr Kontrolle und noch mehr Gewalt zu gewinnen, wird zu nichts führen. Denn seien wir mal ehrlich, regelmäßig geschehen in den USA Massaker. Irgendeiner dreht durch, will Aufsehen erregen, sich rächen oder was auch immer ihn antreibt und erschießt Kollegen am Arbeitsplatz, Mitschüler und Mitstudenten an High Schools und Universitäten, Einkaufende in „Shopping Malls“ oder ballert einfach mal so durch die Gegend. Danach war eigentlich immer klar, der Todesschütze war bereits bekannt, auffällig, in den Akten aufgeführt. Verhindert wurde nichts. Die Frage muß gestellt werden, warum nicht? Schaute man bewußt weg oder konnte (wollte) man die Schlußfolge zwischen der Auffälligkeit und der Bewaffnung nicht ziehen.

Wenn ich mir diese alltäglichen (!) Fernsehnachrichten in den USA ansehe, von Schießereien, Morden, getöteten Polizisten, Amokläufen in der Zeitung lese, dann frage ich mich, wie man in Washington terroristische, sprich radikal islamistisch motivierte Attentate verhindern will. Im Sammeln von Daten scheint man sich in den USA gut auszukennen, an der Auswertung genau dieser hapert es wohl, wie man innenpolitisch immer wieder erkennen muß. Es ist also nicht eine Frage ob, sondern wirklich nur die Frage, wann und wo es hier passieren wird.

In Dallas 1 p.m.

      50. Jahrestag der Ermordung John F. Kennedys

Saxon, Extrabreit, Spliff, Stendal Blast, Billy Joel und viele, viele andere Musiker und Bands sangen über diesen 22. November 1963. Ein Tag, der Amerika veränderte. Ein junger Präsident wird ermordet und die Welt trauert.

Viel ist im Laufe der Jahre über John F. Kennedy und seine Präsidentschaft geschrieben worden. Zum 50. Jahrestag des Attentats auf den 35. Präsidenten erscheinen noch einmal Hunderte von Büchern, wissenschaftliche Betrachtungen, historische Sachbücher, Bildbände, neue Verschwörungstheorien. Im Radio und im Fernsehen laufen Beiträge und Dokumentationen, in Diskussionsrunden wird an JFK und sein Vermächtnis erinnert.

Zum 50. Jahrestag der Emordung John F. Kennedys ein Audiobeitrag.

Amerika unter Druck

Die beiden Gesichter kennt nun die Welt. Dzhokhar (19) und Tamerlan (26) Tsarnaev, Immigrantenkinder aus Tschetschenien, die seit Jahren in Massachusetts lebten. Der eine tot, der andere noch auf der Flucht. Irgendwie und irgendwann haben sie sich radikalisiert, den Dschihad nach Amerika getragen. Warum, das weiß keiner. Ob wir es je erfahren werden, ist auch nicht sicher, denn was bringt jemanden dazu, mit einer Bombe unschuldige Teilnehmer und Zuschauer an einer Sportveranstaltung in die Luft zu jagen? Verstehen kann man so etwas nicht.

In den USA wird nun bereits über die Folgen diskutiert. Ein neues Visa- und Einwanderungsgesetz, Verschärfung von Kontrollgesetzen, Aufstockung des nationalen Sicherheitsetas, verstärkte Kontrollen im öffentlichen Raum, eine Beschneidung von Bürgerrechten. Hinzu kommt die offen erklärte Absicht, bestimmte Einwanderungsgruppen, sprich aus muslimischen Ländern, in Zukunft genauer zu observieren. Jetzt geht es schnell, all das wird wohl fahnenschwingend durch den Kongress und Senat gebracht. Wenn es allerdings nach einem Massaker wie in Newtown um die Waffenkontrolle bei Amerikanern geht, wird das abgewunken. Geht nicht, das ist unamerikanisch.

Amerika hat mit den Anschlägen von Boston gelernt, dass es nirgends eine Sicherheit gibt. Und nicht nur das, hierher kommen Menschen in Not, die sich in diesem Land gegen ihr neues Zuhause wenden, sich radikalisieren, hier zu Terroristen werden. Wie kann das sein? Die USA stehen vor einer großen Debatte. Allerdings wird diese wohl wieder, wie schon so oft zuvor, im patriotischen Taumel untergehen. Viel Geld wird wieder für eine vermeintliche Sicherheit ausgegeben werden, das woanders fehlen wird. Doch eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht.

„Hitler Youth“ in Norwegen

Wenn Glenn Beck wenigstens einen Kasten Beck’s geleert hätte, dann könnte man sagen, er quatscht nur Mist, der alte Suffkopp. Doch Beck trinkt keinen Alkohol, dafür belallt er seine Hörer in seiner „syndicated“ Radioshow mit allerlei Blödsinn, Verschwörungstheorien und Weltuntergangsszenarien. Der frühere FOXNews Moderator ist beliebt, weil er es schafft, die Welt in schwarz und weiß, in gut und böse zu trennen und das seinen Hörern – und lange Zeit auch seinen Zuschauern – in wirren Gedankensprüngen zu erklären. Die sind dankbar über den Analytiker Beck, der im Weißen Haus von Barack Obama eine Terroristenzelle von Al Quaida vermutet.

Wenn man Glenn Beck eine zeitlang zuhört, also regelmäßig sich auf diese Art des intellektuellen Masochismus einlässt, dann wird einem ganz schwummerig. Das tut manchmal richtig weh, ich bin mir sicher, wenn ich für Nasenbluten anfällig wäre, dann könnte ich mir das mit Beck nicht antun. Dass Beck in seiner Sicht der Dinge nicht auch noch Elfen, Trolle und fiese Unterweltsmonster zur Erklärung der Lage der Nation heranzieht, ist überraschend. Denn eigentlich ist Obama ja ein kommunistischer Kinderfresser, Hillary Clinton eine faschistische Gestapotante und Joe Biden sowieso schon lange auf Drogen.

Beck spinnt. Punkt. Um das zu belegen hier mal ein aktuelles Beispiel dieses vielgehörten Radiomoderators, der mehr als zwei Millionen „Fans“ auf seiner facebook Seite hat. Doch bevor jetzt jemand den vielbeliebten Allgemeinrundumschlag macht und erklärt, die Amerikaner spinnen sowieso, will ich mal ganz deutlich sagen, dass Glenn Beck ein Entertainer ist. Zwar ist er überzeugt von dem was er da sagt und er überzeugt auch seine ziemlich vielen Hörer mit seinen Verbalergüssen, doch Beck spricht nicht für die Allgemeinheit der USA. Sogar dem Murdoch Sender FOXNews wurden Becks Wahnvorstellungen etwas zu viel. Man trennte sich vor ein paar Monaten „im Einvernehmen“. Nun laberrhabarbert Beck sich tagtäglich durch seine „syndicated“ Radioshow, schreibt Bücher für eine Millionenleserschaft und hat darüberhinaus auch noch GBTV gegründet, ein Web based Fernsehprogramm.

Doch zurück zum aktuellen Beckschen Durchfall. Die tragischen Anschläge von Norwegen waren auch in den USA ein großes Thema. Natürlich wollte auch Glenn Beck dazu was sagen und verglich gleich mal das Jugendlager mit der Hitler Jugend: „Als die Dinge sich entwickelten und es eine Schießerei in einem politischen Camp gab, was für mich wie Hitler Jugend klingt… Wer macht schon ein Lager für Kinder, in dem es nur um Politik geht? Das ist beunruhigend.“ Beck hasst Linke und vergleicht Präsident Obama auch schon mal mit Adolf Hitler. Irgendwie alles das gleiche, Hitler war ja auch Sozialist. Von daher kommt dieser Vergleich nicht von ungefähr. Sozialdemokraten in Norwegen sind sicherlich im gleichen Fahrwasser wie Hitlers Nationalsozialisten. Hier ein Jugendlager der Regierungspartei, dort ein Lager der Hitler Jugend der Nazi-Partei. So argumentiert Beck, so hat er auch immer schön auf seiner Tafel in der FOXNews Sendung die Dinge erklärt. Ist logisch, nicht wahr! Hier die gestrige Sendung, der Vergleich mit der Hitler Jugend kommt nach 35 Sekunden.

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Amerika und seine Knarren

Hier ein aktueller Audiobeitrag zur Waffenliebe der Amerikaner:

      Waffen in den USA

Gun Show in den USA

Knarren gehen weg wie warme Semmeln

Die amerikanische Nation zeigt sich geschockt vom Attentat auf die demokratische Abgeordnete Gabrielle Giffords, bei dem sechs Menschen getötet und 14 verletzt wurden. Nun wird diskutiert, wie es dazu kommen konnte. Hätten strengere Waffenkontrollgesetze das Blutbad verhindern können?

GLOCK 17Aus Angst vor schärferen Gesetzen ist der Knarrenverkauf nach dem Samstag sprunghaft angestiegen. Alleine in Arizona ging die Waffe des Täters, eine Glock 9mm mit Preisschild $ 499, mehr als doppelt so oft über den Ladentisch. Das Schießeisen des österreichischen Herstellers ist beliebt wegen ihrer einfachen Handhabung. Auch schon der Attentäter auf dem Campus der Universität Virginia Tech, Seung-Hui Cho, bei dem 2007 32 Menschen starben nutzte eine Glock 9mm.

Insgesamt stieg der Handfeuerwaffenverkauf in Arizona in den letzten Tagen um 60 Prozent. Doch auch in Ohio (65 Prozent), Kalifornien (16 Prozent), Illinois (38 Prozent) und New York (33 Prozent) wurden mehr Knarren verkauft. US weit waren es fünf Prozent.

Das ist wohl der amerikanische Weg, um mit einem Attentat umzugehen.

Wer ist verantwortlich?

Kann man Sarah Palin einen Vorwurf machen, die auf ihrer Webseite mit Fadenkreuzen arbeitet? Oder den Republikanern im Kongress, die ständig von „Obamacare“ reden und den Präsidenten als Sozialisten bezeichnen? Oder den „Birthern“, die Barack Obama als nicht-amerikanisch sehen, er sei vielmehr in Kenia, im Land seines Vaters, geboren? obamahitlerOder Teilen der Tea Party, die Obama und führende Demokraten mal als kommunistisch, mal als faschistisch darstellen? Oder den konservativen Talk Radio Moderatoren, die tagtächlich eine Wortsalve nach der anderen gegen die Administration und den politischen Gegner feuern? Und was ist mit den Demokraten, die acht Jahre lang gegen Bush wetterten und ihn als Ausgeburt der Hölle portraitierten? Was ist mit den Aktivisten von „moveon.org“, für die Präsident Bush ein neuer Hitler war?

Amerika merkt nach der Schießerei auf die Abgeordnete Gabrielle Giffords, bei der sechs Menschen getötet und 14 zum Teil schwer verletzt wurden, dass irgendwas nicht richtig läuft. Eine normale politische Debatte ist schon lange nicht mehr möglich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Fronten sind verhärtet und nichts scheint den tiefen Graben überbrücken zu können. Die Fernseh- und Radiosender zeichnen ein Bild eines Landes im Ausnahmezustand. FOXNews und MSNBC, Rush Limbaugh, Glenn Beck und Sean Hannity. Sie liefern vorgefertigte Meinungen, das Publikum nickt nur noch ab, ohne darüber wirklich nachzudenken.

BushHitlerShitAssholeUnd nun ist die Diskussion im Gange, wie so etwas passieren konnte. Jeder schiebt seine Verantwortung auf andere ab. Einige Kongressabgeordnete verlangen härtere Waffenschutzgesetze. Andere hingegen verlangen ganz offen, dass jeder Abgeordnete eine Waffe tragen sollte, um sich verteidigen zu können. Wild West Manier bei öffentlichen Veranstaltungen. Es ist ein erneutes Beispiel dafür, dass man auch nach dem Attentat von Tucson nicht zusammen kommen wird. Der Täter war ein Einzeltäter, etwas spinnert, etwas skuril…war ja klar, dass der irgendwann mal so was macht.

Amerika ist schon lange unregierbar geworden. Nur eine Minderheit nimmt aktiv am politischen Prozess teil. Ein weiterer Bevölkerungsanteil läßt sich von den Medien mal hierhin mal dorthin beeinflussen. Doch dem Großteil der Amerikaner geht Politik links am Allerwertesten vorbei. Warum auch Energien verschwenden, ändern tut sich ja sowieso nichts. Ob Bush oder Obama, ob Republikaner oder Demokraten, Amerika steckt in einer tieferen Krise, die nicht alleine von einer Seite gelöst werden kann. Und der Wille gemeinsam voran zu kommen, der fehlt schon lange….wie die Tage vor und nach dem Attentat auf Gabrielle Giffords gezeigt haben.

6 Tote, 12 Verletzte

Tucson, Arizona ist nicht gerade eine hippe Stadt. Irgendwo da unten gelegen, nicht weit von der mexikanischen Grenze entfernt. Doch nun kennt man die Gemeinde. Der Anschlag auf die Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords, der sechs Menschenleben kostete und 12 weitere verletzte, schockiert die USA. Doch warum eigentlich? Auch wenn der Amokläufer nicht ganz bei Sinnen war, wie es sich immer mehr herausstellt, so ist die Tat doch auch ein Bildnis dafür, wie gefährlich mittlerweile Politik in den USA geworden ist. Alleine im letzten Jahr haben Abgeordnete dreimal so viele Drohungen erhalten, wie noch im Jahr zuvor.

Man will an dieser Stelle niemandem einen konkreten Vorwurf machen, doch in den letzten Monaten wurde die Stimmung unnötig angeheizt. Die Fronten zwischen den Parteien verhärteten sich, politische Beobachter sprachen von einer Radikalisierung einiger Teile der Opposition. So hatte zum Beispiel Sarah Palin im letzen Jahr auf ihrer Facebookseite eine Liste von Kandidaten, die nicht wiedergewählt werden sollten, mit einem Fadenkreuz markiert. Darunter auch der Name von Gabrielle Giffords.

Niemand unterstellt Palin, dass sie damit das Abschießen der Abgeordneten meinte. Doch Tatsache ist, dass in einem Land mit viel zu vielen Waffen im Umlauf auch genügend selbstherrliche, gemeingefährliche und verblendete Narren solche Worte und Aussagen allzu ernst nehmen. Man kann nur hoffen, dass die Worte des neuen Sprechers des US Kongresses, der Republikaner John Boehner, gehört werden: „Ein Attentat auf einen der dem Land dient, ist ein Attentat auf alle, die dienen“. Der politische Diskurs in den USA muß einen neuen Rahmen erhalten.

Granatenangriff im Freudentaumel

Nur Stunden nach der offiziellen Bekanntmachung der Wahlergebnisse explodierte in Kigali eine Granate. Um kurz nach 19 Uhr im Berufsverkehr wurde der Sprengsatz gezündet. Eine Granate wurde mitten in wartende Berufspendler an der Hauptbushaltestelle in Downtown Kigali gerollt. Sieben Menschen, darunter zwei Kinder, wurden zum Teil schwer verletzt.

Wer hinter dem Anschlag steht ist unklar und auch das Motiv selbst ist fraglich. Bereits im März und Mai gab es ähnliche Granatenanschläge in Kigali. Die Attentate sind keine gezielten Angriffe gegen die Regierung oder Regierungseinrichtungen, vielmehr richten sie sich wahllos gegen die Bevölkerung. Das einzige Ziel, was man vermuten kann ist, dass Angst und Unsicherheit in der Bevölkerung geschürt werden soll. Allerdings führen solche Explosionen nur dazu, dass die Menschen in Ruanda ein härteres Durchgreifen von Präsident Paul Kagame fordern und unterstützen.

Am Morgen nach dem Anschlag ist alles wieder ruhig in Downtown Kigali. Der Verkehr fließt, die Menschen hasten zur Arbeit. Nur ein paar mit Soldaten beladene Militärlaster deuten auf die erhöhte Sicherheitsstufe in der ruandischen Hauptstadt hin.

Hillary und Bobby Kennedy

Jedes Wort wird im amerikanischen Wahlkampf auf die Goldwaage gelegt. Man kann nun zu Hillary Clinton stehen, wie man will, aber man kann ihr sicherlich nicht unterstellen, dass sie in diesem Wahlkampf auf ein Attentat auf Barack Obama hofft, um letztendlich doch noch demokratische Präsidentschaftskandidatin zu werden.

Sowas is nun wirklich ein bisschen sehr weit an den Ohren des Blödsinns herbei gezogen. Wer aber nun meint, Hillary Clinton habe genau das in ihrem jüngsten Interview mit der Zeitung „Argus Leader“ in South Dakota gemeint, liegt total daneben. Clinton verteidigte sich in dem Interview dafür, dass sie weiterhin im Rennen bleibt. Sie führte ihren Mann als Beispiel an, dessen Kandidatur 1992 auch erst im Juni entschieden war und eben die von Bobby Kennedy, der ebenfalls noch im Wahlkampf steckte, als er im Juni 1968 ermordet wurde. Damit wollte sie sicherlich nicht ausdrücken, dass sie weiterhin kandidiere, um im Falle eines Attentats auf Barack Obama die Kandidatur zu übernehmen.

Nachdem das Statement sofort die Presseticker warm laufen liess, merkte das Hillary Lager, dass etwas falsch verstanden wurde. Umgehend wurde eine Erklärung abgegeben. Und sogar die Zeitung „Argus Leader“, die das Interview mit der Kandidatin führte, fühlte sich dazu aufgefordert, eine eigene und klärende Stellungnahme abzugeben.

Damit sollte das Thema eigentlich vom Tisch sein…