Kümmerliches Signal von Obama

Barack Obama machte am Sonntagabend auf dem Weg nach Kalifornien Halt in Aurora, Colorado. Quasi auf dem Weg zu Millionen Dollar Wahlkampf Veranstaltungen. Er besuchte nach dem Massaker vom Freitag Angehörige der Opfer und Verwundete im Krankenhaus. Er wollte Trost spenden, da sein, ein Signal setzen. Amerika rückt in solchen tragischen Stunden zusammen. Doch genau das gelang dem Präsidenten nicht. Er wußte, die Fernsehnation wird vor den Bildschirmen sitzen und sehen, wie er am Krankenbett steht, wie er tröstende Worte spendet, große Gesten für die Kameras.

Doch groß war das alles nicht. Groß wäre gewesen, wenn er seinen Kontrahenten im Wahlkampf Mitt Romney eingeladen hätte, gemeinsam nach Aurora zu fliegen, gemeinsam mit dem Republikaner in die Krankenzimmer zu gehen, zu zeigen Politik ist eines, in solch einer Stunde rücken Amerikaner zusammen. So war das nach dem 11. September 2001. So hätte es auch jetzt sein sollen.

Doch es ist Wahlkampf, ein ausgeklügeltes Strategiespielchen, von vorne bis hinten abgewogen, da passen solche großen Gesten wohl nicht ins Bild. Mitt Romney war am Sonntagabend in San Francisco und sammelte Geld ein. 250 geladene Gäste kamen, die jeder 50.000 Dollar bezahlten. Romney meinte, es sei gut, dass der Präsident in Aurora sei und hielt sich in seiner Rede mit direkten Angriffen auf den Amtsinhaber zurück. Das verbiete dieser Abend, meinte Romney.

Schade, Amerika hätte einen gemeinsamen Auftritt von Barack Obama und Mitt Romney bitter nötig gehabt. Einen Schulterschluß, ein Zeichen der Einheit Amerikas in einer schwierigen Situation. Doch all das vertan….für ein Bilder, für ein paar positive Schlagzeilen im 24 Stunden News Kreislauf.