Reise nach Omaha

Da sitze ich nun am Flughafen von Omaha in Nebraska und warte darauf, dass die Mechaniker endlich die Maschine freigeben. Yep, da schrauben und kurbeln noch einige Männer in Blaumann rum. Wie beruhigend ist das denn. Der Himmel ist blau über Omaha, aber zumindest haben die hier kostenloses WiFi im Flughafengebäude.

Für zwei Tage war ich hier. Hatte gestern einige Veranstaltungen an der Universität Creighton über die deutsche Musikszene. Tagsüber habe ich ein paar Deutschklassen besucht, mit den Studenten über so ziemlich alles gesprochen und abends dann einen Vortrag über die Geschichte der deutschen Musikszene gegeben. Alles lief glatt, puh!!!

Zwischendrin konnte ich mich noch etwas in Omaha umsehen. Eine sehr schmucke Stadt, die teils hochmodern ist und teils noch den Charme einer alten Handelsstadt im Mittleren Westen hat. Und natürlich musste ich auch den Bahnhof von Omaha besuchen, der ja im Spielzeugmuseum nachgebaut ist. Aber der wirkte hier eher kümmerlich. Es gibt nur noch eine Bahnlinie nach Denver im Westen und Chicago im Osten. Nur das alte Bahnhofsgebäude steht noch in voller Pracht da, ist aber nun ein Museum geworden.

Hier in Omaha läuft übrigens niemand mit Maske rum und keiner zuckt zusammen, wenn der Nachbar mal hustet oder schnieft. Von der Schweinegrippe merkt hier keiner was. Mal sehen, wie das in Kalifornien aussieht, denn dort gab es ja angeblich einige Fälle.

…drei Stunden später… sitze noch immer in Omaha. Die Mechaniker schrauben zwar noch rum, einer gig auch mit einem grösseren Hammer unters Flugzeug, aber United hat dann doch gesagt, heute fliegt der Vogel nicht mehr. Also, umbuchen und warten. Werde heute Abend mit rund achtstündiger Verspätung in Oakland ankommen. Was für ein schöner Dienstag im Herzen der USA….