Der fehlerlose Trump

Donald Trump dreht sich die Welt, wie sie ihm gefällt. Sogar den Tod von vier US Soldaten im Niger will Trump für sich nutzen. Erst reagiert er gar nicht darauf, kein Ton an die Öffentlichkeit und schon gar nicht an die Angehörigen, wartet 12 Tage ab, um dann auf die Frage eines Reporters zu antworten, dass er das sowieso viel besser mache als Barack Obama und all seine Vorgänger. Er schreibe Briefe an die Hinterbliebenen, manchmal rufe er auch an, aber er mache viel mehr und alles viel besser als alle Präsidenten vor ihm. Ist klar! weiter lesen

Trump, der armselige Gegen-Obama

Donald Trump posaunt es seit über zwei Jahren durch die Gegend: Make America Great Again. Auch wenn seine Fans „Make America Great Again“ als visionären Kampfruf verstehen möchten, viel mehr als lautes aber leeres Luftgescheppere ist es am Ende dann doch nicht. MAGA ist kein Zukunftsplan, eher eine armselige Bauchpinselei. Das hat sich erneut überdeutlich in dieser Woche gezeigt. weiter lesen

Bin ich so viel mehr Amerikaner?

Donald Trump will Barack Obama vergessen machen. Dafür streicht er alles, unter was Obama seine Unterschrift gesetzt hat, für was Obama gekämpft hat, von was Obama überzeugt ist. Eine der wohl wichtigsten Entscheidungen die der 44. Präsident in seinen acht Amtsjahren traf, war die präsidiale Anordnung “Deferred Action for Childhood Arrivals”, kurz DACA genannt.

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Guten Morgen, Mister Trump!

Vor ein paar Wochen strich Donald Trump mal wieder einige Regularien, die sein Vorgänger Barack Obama aus gutem Grund einführte. Doch Trump ist auf dem seltsamen Trip alles zu beenden, zu streichen, zu vernichten, was Obama angefangen, eingerichtet, angegangen ist. Am liebsten würde Nummer 45 sogar die Geschichte umschreiben und Nummer 44 aus den Geschichtsbüchern tilgen. Geht nicht, aber immerhin kann Trump alles vernichten, was Obama geschaffen hat.
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Der Morgenkaffee von Donald Trump

Irgendwas war wohl wieder im Kaffee von Donald Trump, denn am Morgen kam eine weitere Latte von Tweets geflogen. Siebenmal drückte Trump auf den „Send Button“, sechs eigene und eine weitergetweetete Fanmail. Die Zeiten als Trump zumindest noch erklärte, er wolle der Präsident aller Amerikaner sein ist lange vorbei. Nun gibt es nur noch Angriff. Dabei hat Trump ausschließlich seine Anhänger im Blickwinkel. Der Versuch eines überparteilichen Dialogs scheitert schon an der Wortwahl des Präsidenten. In 140 Zeichen tritt er fast allmorgendlich kräftig nach. Hillary, Obama, Fake News, alles Themen, die er nicht einfach so links liegen lassen kann. Darüber definiert sich Trump, daran – man will schon fast das „G“ Wort benutzen – baut er sich auf, und das zum Jubel seiner Anhängerschaft.

Donald Trump ist der Totengräber Washingtons. Er erklärt zwar immer wieder, er sei ein politischer Außenseiter, ein „Deal Maker“, der einzige, der den Washington Sumpf trockenlegen könne, aber er versucht das mit noch mehr Gräben durchs ganze Land zu erreichen. Trump spaltet Tag für Tag. Und oftmals wirkt es so, als ob der Donald nur im Weißen Haus sitzt, um sich und seine Familie und seine Kumpels noch weiter zu bereichern. Amerika verliert mit diesem Präsidenten endgültig das, für was das Land einmal stand. Auf meinen Reisen in Krisen- und Konfliktgegenden werde ich immer wieder gefragt, wie es dazu kommen konnte, dass die USA nach Barack Obama jemanden wie Donald Trump wählten. Einen Mann, der so gar nicht für das steht, was Obama darstellte. Natürlich hatte auch Barack Obama seine Fehler, man denke nur an die Eskalation des Drohnenkrieges, an die massiven Abschiebungen illegaler Einwanderer nach Mexiko. Aber so deutlich wie Trump hat noch niemand anderen ins Gesicht gespuckt. Langjährigen Partnern genauso wie Millionen von Menschen, die auf die Hilfe Amerikas angewiesen sind. Wer während einer massiven Hungerkatastrophe in mehreren Ländern Afrikas vorschlägt, das Budget für die Entwicklungshilfe drastisch zu kürzen, und das im Namen von „America First“, der spricht eine deutliche Sprache. Wer „Jobs, Jobs, Jobs“ predigt und dafür die Welt mit „wunderschönen amerikanischen Waffen“ überzieht und internationale Verträge, darunter wichtige Umweltschutzmaßnahmen einfach aushebelt, wer mit Lügen, Anfeindungen und verbalen Tiefschlägen regiert, der ist kein „Uniter“, sondern schlichtweg ein Spalter.

 

Donald Trump schaut zu viel FOXNews

Man stelle sich vor, Donald Trump wacht früh morgens alleine und im Seidenpyjama in seinem Bett im ersten Stock des Weißen Hauss auf. Seine Frau Melania ist ja noch in New York, wahrscheinlich teilen sie sich auch dort kein Schlafzimmer, denn der Donald hat die Angewohnheit nachts fern zu sehen und wild auf seinem Telefon rumzuhacken. Die Frisur ist an diesem Morgen etwas verschoben, Trump greift zur Seite, nimmt die Fernbedienung vom Nachttisch und schaltet den Fernseher an. FOXNews natürlich, denn das ist der Kanal, den der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika schaut, liebt und lobt.

Das ist nun ein etwas ausgeschmücktes Bild eines Morgens im Schlafzimmer des amerikanischen „Commander in Chiefs“. Fakt ist aber, dass Donald Trump den konservativen und verschwörerischen Nachrichtensender am liebsten sieht und das täglich. Das ist sogar nachweisbar, denn die Tweets zu Themen, die FOXNews am Morgen aufgegriffen hat, seien sie noch so abwegig, tauchen kurz darauf in Trumps 140 Zeichen Wutnachrichten auf, für alle Welt zu lesen.

Der Murdoch-Sender ist derzeit auf einer Mission: Trump schönreden, ihn als Opfer der verhassten „Mainstream Media“ darzustellen, ihn als klugen, weitsichtigen Mann zu präsentieren, als Washington-Außenseiter, als einen erfolgreichen Geschäftsmann, der seinen Weg geht und natürlich ist das der richtige Weg für Amerika. Bislang fehlt nur noch der morgendliche Kinderchor, der die Hymne anstimmt: „Make America Great Again“.

Donald Trump sieht sich als Opfer. In dieser Rolle fühlt er sich allerdings wohl. Denn aus dieser vermeintlichen Defensivposition kann er austeilen, wild um sich schlagen, Tiefschläge setzen. Und die setzt er nur zu gerne, auch wenn sie oftmals unüberlegt kommen. Seine Lieblingsgegner sind die Medien mit ihren „Fake News“, Barack Obama und Hillary Clinton, was wäre Trump nur ohne diese Hassbilder? Daran hält er fest, kommentiert, zwitschert sich einen und nutzt eigentlich jede öffentliche Rede, um wieder alte Geschichten aufzukochen und seien die schon längst vom Tisch gewesen. Trump hält zum Beispiel nach wie vor daran fest, dass Obama seinen Trump Tower in New York abhören ließ. Beweise dafür gibt es nicht. Sein Argument ist oftmals, „people are talking“, aber wer diese Leute sind, das sagt er nicht. Oder eigentlich doch mit seinen Tweets am Morgen – Moderatoren und Gesprächspartner auf FOXNews.

„A needy, whiny baby“

„A needy whiny baby“, „A moral midget“, „I’m sad for America tonight“, das sind einige der Kommentare nach der Rede von Donald Trump. Trump reiste nach Pennsylvania, um sich am 100. Tag seiner Amtszeit feiern zu lassen. Er kam, sah und lieferte genau das, was seine Fans hören wollten. Ersteinmal ging es zehn Minuten gegen die Medien, die „Fake News“, wie der amerikanische Präsident sie nennt. Allein das ist ein Armutszeugnis für diesen Mann. CNN, MSNBC, die New York Times bekamen besonders ihr Fett ab. Trump hat damit gezeigt, dass er noch immer kein Interesse daran hat, sich vom Wahlkämpfer zum Präsidenten zu wandeln. Auch andere Präsidenten vor ihm hatten ihre Kämpfe und ihre Meinungsverschiedenheiten mit der Presse. Aber alle, egal ob Reagan, Bush, Clinton, Bush, Obama waren sich einig in dem, was Barack Obama am Ende seiner Amtszeit zu den Korrespondenten des Weißen Hauses sagte: „America needs you and democracy needs you“. Das ist eine unumstößliche Wertschätzung!

Die Rede tat weh, zeitweise tat sie sogar sehr weh. Nicht nur, weil da ein Mann im Weißen Haus sitzt, den ich bei meiner ersten US Präsidentenwahl nicht gewählt habe. Es tat vor allem weh, weil da jemand das Amt des Präsidenten innehat, der bislang keinen Versuch unternommen hat dieses Land zu einen. Es geht noch nicht einmal um den politischen Graben, der in keiner Amtszeit überwunden werden kann. Das war so unter Bill Clinton, unter George W. Bush, unter Barack Obama und nun auch unter Donald Trump. Politisch wird man nie überein stimmen. Doch der Ton, den Donald Trump befeuert, die Stimmung, die er anheizt ist alles andere als die eines präsidialen Staatsmannes. Ich habe George W. Bush nicht gemocht, ich habe auch Ronald Reagan nicht gemocht, aber keiner der beiden Republikaner hätte jemals solch ein Rede gehalten, wie sie Donald Trump heute Abend gehalten hat: hasserfüllt, nachtretend, anstachelnd und voller bewußter Falschausssagen.

Trump ist ein narzistischer Selbstdarsteller, der solche Auftritte liebt. So füttert er sein krankhaftes Ego, wenn ihm die ausgewählte Masse zujubelt. Egal was er sagt, Trump wird von seinen Fans als Heilsbringer angehimmelt. „Lock her up“ und „Build the wall“, Trump lächelt nur zu diesen bescheuerten Rufen. Seine Wähler stehen nach wie vor zu ihm, sie sehen ihn als Washington-Außenseiter, als jemanden mit provokanten Forderungen, als jemand, der ihnen aus der Seele spricht. Jobs, Ausländer, Terrorangst. Ein bißchen Rassismus darf ruhig sein, auch das liefert Trump.

Diese Rede zeigt den kritischen Punkt, den Amerika heute erreicht hat. 100 Tage Donald Trump sind nicht Anlass zum Rückblick, auf das, was Trump bislang schon alles gemacht, erreicht und angerichtet hat. Diese 100 Tage Marke ist für mich mehr ein Grund sorgenvoll nach vorne zu blicken. Denn was da noch auf uns zukommen wird – auf Amerikaner und die internationale Gemeinschaft – verspricht nach diesem Samstagabend nichts Gutes.

Ende der Aufrüstung in amerikanischen Wohnzimmern

Hinter mir liegt ein „Security Briefing“, in dem über die Gefahr von Kidnapping, Terroranschlägen und Landminen gesprochen wurde. Und heute war ich „im Feld“, begleitet von zwei Polizisten mit Maschinengewehren. Unsicher oder sicherer fühle ich mich deshalb auch nicht.

Interviews mit Maschinengewehrschutz.

Nun sitze ich hier in meinem Hotelzimmer in Hargeisa, lese mich so durch die Nachrichten des Tages und stoße auf diese Überschrift: „Without Obama, once-booming gun industry poised to shrink“. Genau, ohne Obama im Weißen Haus haben die Waffenindustrie, all die Verschwörungstheoretiker, Regierungsskeptiker und Waffenfetischisten keinen gemeinsam Feind mehr. Das ist nicht einfach so gesagt, denn eigentlich müssten seit November die NRA-Mitglieder auf Lebenszeit einen Freudentanz ausführen. Das Weiße Haus und beide Kammern des Kongresses fest in republikanischer und damit waffenfreundlicher Hand. Ein Präsident, der schon frühzeitig im Wahlkampf von der „National Rifle Association“ unterstützt wurde, wie ich in meinem Feature „Unter Beschuss“ darlegte:

      Unter Beschuss

Barack Obama brachte Rekordumsätze für die Waffenindustrie. Der 44. Präsident musste nur husten, schon stiegen die Verkäufe. Als Kleinkinder in der „Sandy Hook“ Grundschule erschossen, Feiernde auf einer Weihnachtsfeier in San Bernardino niedergeballert wurden, gingen in den Folgetagen gleich Hunderttausende von Knarren und Arsenale an Munition über die Ladentische. Jedes Massaker brachte Gewinne. Bis Ende 2015 gab es in den USA 362 Waffen produzierende Unternehmen, die alle mehr als gut in diesem schwerbewaffneten Land verdienten. Zwischen 2004 und 2013 verfünfachten sich die Verkäufe von Handfeuerwaffen. Im gleichen Zeitraum verdreifachte sich der Absatz von Gewehren.

Doch mit der Wahlnacht und dem Sieg Donald Trumps kam der Einbruch. Die Waffensammler, Paranoiden, Jäger und all jene, die sich mit einem Schießeisen in der Tasche sicherer fühlten, glauben wohl seitdem „jetzt ist auch mal genug“. Allein im Dezember 2016 mußte das FBI 500.000 (!) weniger Hintergrund Checks bei Waffenneukäufen durchführen als im Vergleichsmonat 2015. Seit dem 1. Januar 2017 sind die Umsätze der Industrie um 17 Prozent gefallen.

Donald Trump, angetreten als selbsternannter „Pro Gun President“ hat also genau das Gegenteil von dem erreicht, was die Waffenlobby sich erhoffte – noch bessere Umsätze. Allerdings ist dieser kleine Einbruch in den Verkaufszahlen bei geschätzten 400.000 Millionen Knarren im Umlauf so gut wie nichts wert. Es ist nur eine Nachricht, die belegt, wie bekloppt, die Waffensucht der Amerikaner wirklich ist.

Abenteuerland Sprache

„Fake News“ und „Alternative Fakten“ sind schon bekannt, nun kommt auch noch hinzu, dass das, was gesagt wird, eigentlich gar nicht das ist, was es per Definition ist. Man erinnere sich an Präsident (!) Donald Trumps Tweets, in denen er seinem Vorgänger Barack Obama vorwarf, ihn im Trump Tower in New York illegal abgehört zu haben. „Wire tapping“ schrieb Trump gleich in mehreren wütenden Kurznachrichten und endete mit „bad (sick) guy“. Damit war Obama gemeint.

Im Weißen Haus werden gerne die Tatsachen verdreht. Foto: Reuters.

Selbst die eigene Partei war von diesen Anschuldigungen überrascht. Trump hatte an jenem Morgen seinen Lieblingssender FOXNews gesehen und eine Nachricht aus dem Berich Verschwörungstheorien für bare Münze genommen und dann seine Wut-Tweets in alle Welt geschickt. Trump forderte darin auch den Kongress auf, einen Untersuchungsausschuss einzurichten, der der Frage nach den Abhörmaßnahmen im Trump Tower nachgehen sollte. Senator John McCain machte schließlich den Präsidenten darauf aufmerksam, dass er eigentlich nur zum Telefon greifen müsse, um die Information zu bekommen, die er haben möchte. Trump hat nämlich als Präsident oberste „clearance“, den Zugang zu allen Informationen und Daten, die die Geheimdienste im In- und Ausland sammeln.

Doch es herrschte nur Schweigen im Walde. Trump schmiss lieber weiter Rauchbomben. Höhepunkt war dann der Auftritt von Pressesprecher Sean Spicer, der ernsthaft sagte „wire tapping“ sei nicht gleich „wire tapping“. Also, der Präsident habe damit gemeint, dass er belauscht und beobachtet werde, aber nicht unbedingt, dass seine Telefone abgehört werden. Auf die Frage der Reporter, warum der Präsident dann aber „wire tapping“ schreibe, für das es eine klare Definition gebe, antwortete Spicer, der Präsident habe „wire tapping“ ja in Anführungszeichen gesetzt, damit wollte er ausdrücken, dass es um Einfluß von außen ging, nicht unbedingt um das Abhören von Telefonen.

Aber genau das hatte Trump geschrieben, auch ohne Anführungszeichen. Nun wird also die Sprache seziert, mit dem Ziel feststehende Begriffe zu unterhöhlen und ganz neu zu definieren. In der Welt von Donald Trump werden alternative Fakten erfunden, Falschnachrichten in Umlauf gebracht, die Bedeutung von Worten und Begriffen umgeschrieben. Und alles nur dafür, dass Donald Trump nach seinen unbedachten verbalen Entgleisungen und Hirngespinsten nicht als, Entschuldigung, „Vollpfosten“ dastehen könnte. (Und ich betone hier, dass ich „Vollpfosten“ in Anführungszeichen gesetzt habe, nach der Trump’schen Lehre kann also nun über die Bedeutung des Begriffes als solchen diskutiert werden.)  Trump hat nicht die Größe um Fehler einzugestehen. Einen Schritt zurück macht er nicht. Seine Verteidigung ist der Angriff ohne Rücksicht auf Verluste. Den Schaden hat die amerikanische Gesellschaft und das für sehr lange. Trump hat schon jetzt die USA in ihren Grundfesten erschüttert.

Der Teilzeitpräsident

Am Dienstag noch ganz „präsidial“ in den Augen zahlreicher, vor allem konservativer Kommentatoren. Donald Trump zeige nun endlich, dass er bereit sei zum Regieren, so die einhellige Meinung. Vor dem versammelten Kongress las der Donald seine Rede ab, hielt sich ans Skript und vor allem hielt er sich zurück mit verbalen Tiefschlägen, Verleumdungen und Angriffen gegen den politischen Gegner und die Medien. Trump, so schien es für viele, sei endlich im Oval Office angekommen.

Doch weit gefehlt, Trump ist mal Präsident, doch am liebsten bleibt er der selbsternannte König im Trump-Reich. Kritik von den Vasallen kann er gar nicht ab. Das zeigte er erneut am frühen Samstagmorgen. Innerhalb von nur zwei Stunden haute der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (!) gleich mehrere Tweets raus, die zeigten…ja, was zeigten sie eigentlich? Trump beschuldigte darin seinen Vorgänger Barack Obama ihn vor der Wahl im Trump Tower abgehört zu haben. Illegal und eigenmächtig habe Obama die Telefone von Trump angezapft. „Bad (or sick) guy“, so endete der Präsident seinen Twittererguss gegen Obama.

Doch damit nicht genug. Zu dem Zeitpunkt hatte sich der Donald wohl schon in Rage getippt, denn kurz darauf bekam auch noch Arnold Schwarzenegger sein Fett ab. Der hatte am Freitag erklärt, er werde nicht länger für die Show „Celebrity Apprentice“ zur Verfügung stehen, denn die „baggage“, das Gepäck sei mit Trump als „Senior-Producer“ zu schwer. Zahlreiche Sponsoren hätten sich schon zurückgezogen, denn die Anti-Trump Initiative #GrabYourWallet gewinne immer mehr an Fahrt.

Donald Trump zeigt mit diesem jüngsten Tweets, dass er alles andere als ein „präsidialer“ Präsident ist und sein will. Nicht nur das, Trump legt erneut keinerlei Beweise für sein unhaltbaren Anschuldigungen gegen Barack Obama vor. Wie es scheint hat er vielmehr wohl einen Artikel auf seiner Lieblingswebseite, Breitbart News, gelesen, in der der erzkonservative Talk Show Moderator Mark Levin zitiert wird. Dieser hatte in seiner Sendung am Donnerstag von einem „silent coup“ der Obama Administration gegen einen politischen Gegner (Trump) gesprochen. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika holt sich also nicht nur seine Nachrichten von sehr zweifelhaften Onlinequellen, sondern, was noch viel schlimmer ist, richtet danach auch seine Regierungsarbeit aus. An dieser Stelle, gerade mal fünf Wochen nach der Amtsübernahme, kann man eigentlich nur noch besorgt sein!