BatKid rettet die Stadt

„Der 15. November wird für immer BatKid Tag sein“, das sagte San Franciscos Bürgermeister Ed Lee und überreichte dem Helden des Tages den Schlüssel zur Stadt. Die „Make A Wish Foundation“ übertraf sich am heutigen Tag selbst. Immer wieder gewährt die Stiftung schwer kranken Kindern einen Wunsch. Heute wurde der Wunsch des fünfjährigen Miles erfüllt, er wollte BatMan….oder BatKid sein. Wochenlang wurde geplant und um Unterstützung gebeten. Und dann kam der entscheidende Tag. Ein spätsommerlicher Morgen, die Sonne strahlte am blauen Himmel und BatKid wurde vom BatMobil und Batman am Hotel abgeholt. Der Polizeichef der Stadt ließ nach ihm rufen, um die Bösewichte dingfest zu machen.

Und alle machten mit. Bürgermeister und Polizei, Feuerwehr und Fernsehsender und tausende von begeisterten Bürgern, die dem kleinen Superhelden auf seiner Verbrecherjagd zujubelten:

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Kongressabgeordnete wandten sich genauso an BatKid wie Präsident Barack Obama aus dem Weißen Haus. Die Organisatoren waren begeistert und zugleich überrascht von der Resonanz, die sie bei der Realisierung dieses Wunsches erhielten. Eine ganze Stadt spielte mit, stand Kopf und machte den kleinen Jungen, der seinen eigenen Kampf gegen Leukämie kämpft, einen Tag lang zu einem Superhelden. Und dabei erlebte San Francisco ein Zusammengehörigkeitsgefühl, wie schon lange nicht mehr. Vergessen all die Probleme des Alltags. Ein Wohlfühltag im November.

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San Francisco wird Gotham City

Miles ist gerade mal 5 Jahre alt, er hat Leukämie und einen großen Wunsch. Er will einen Tag lang „Batman“ sein. Selbst die Eltern waren davon überrascht, als Miles das den Leuten der „Make-A-Wish“ Stiftung erzählte. Doch die überlegten nicht lange und dachten sich, warum eigentlich nicht. Am 15. November ist es nun soweit. San Francisco wird Gotham City.

Am Morgen des 15. Novembers werden die lokalen Fernsehkanäle eine Nachricht des örtlichen Polizeipräsidenten verbreiten, in der es heißt, ob jemand weiß, wo „BatKid“ ist, denn der „Chief of Police“ brauche dringend die Hilfe des Superhelden, um die Verbrecher dingfest zu machen. Im Laufe des Tages wird Miles dann eine junge Frau retten, die auf den Schienen der Cable Car gefesselt ist, dann den „Puzzler“ verhaften, der gerade eine Bank in Downtown überfallen will. Beim Mittagessen wird der Junge eine weitere Nachricht vom Polizeichef erhalten, er solle zum Fenster gehen und raus schauen. Dort unter ihm wird er auf dem Union Square mitten in Downtown Hunderte von Menschen sehen, die auf und nieder springen und seine Hilfe verlangen. Später muß „BatKid“ ein berühmtes San Francisco Maskottchen retten, das von Bösewichten entführt wurde.

Nach diesem aufregenden Tag voller guter Taten geht es ins Rathaus, wo der Bürgermeister und der Polizeipräsident ihm für seine tatkräftige Hilfe danken und ihm einen Schlüssel für die Stadt überreichen werden. Vor dem Rathaus wartet dann noch eine jubelnde Menschenmenge von Superheldenfans.

„Make-A-Wish“ hat bereits alles geplant und mobilisiert derzeit noch über Twitter und Facebook die Öffentlichkeit. Die Organisatoren gehen davon aus, dass Hunderte, wenn nicht sogar Tausende von Menschen diesen Tag für den Jungen unvergesslich machen werden. Schauspieler, Make-Up Künstler, Statisten, Verkleidungsfirmen, Feuerwehr und Polizei haben alle ihre Hilfe und Unterstützung angeboten. Am 15. November wird San Francisco für einen Tag lang Gotham City werden. Und das beste an allem, der kleine Superheld Miles weiß noch gar nichts davon. Er geht davon aus, dass er an diesem Tag ein Kostüm erhalten wird…Ja, das wird er, doch noch viel, viel mehr.

Schießerei im Wahlkampf

Das Blut nach dem Amoklauf im Century Theater in Aurora ist noch nicht trocken, da beginnt schon die politische Diskussion um die Folgen. In beiden politischen Lagern gibt es Flügel, die die unfassbare Tat des 24jährigen James Holmes ausnutzen wollen. Holmes schlich sich in der Nacht zum Freitag durch einen Notausgang in eine Spätvorstellung des neuen Batman Filmes „Dark Knight“, schmiss eine Rauchbombe und eröffnete das Feuer. Ein Dutzend Tote, fast 40 Verletzte und eine Nation, die nicht sprachlos ist.

Waffenenthusiasten befürchten, dass ihr „Grundrecht“ auf eine Knarre ausgehöhlt werden könnte und Präsident Obama in einer möglichen zweiten Amtszeit den Waffenbesitz stärker reglementieren wird. Sie machen schon jetzt mobil, fordern massiv den Wahlkampf von Mitt Romney zu unterstützen, denn nur der Republikaner würde ihnen auch weiterhin das Schießeisen erlauben. Und nicht nur das, sie gehen noch weiter. Die Tat von Aurora zeige, dass eigentlich jeder das Recht habe sollte, mit einer Knarre das eigene Haus zu verlassen, um sich in einem Fall wie diesem zu verteidigen. Also James Holmes hätte von einem der Kinobesucher abgeknallt werden sollen.

Auf der anderen Seite verlangen schon jetzt Teile des Obamalagers eine Überarbeitung des Waffenrechts. Der Amoklauf zeige erneut, dass das größte Problem in den USA der leichte Zugang zu Waffen sei. Um sowas zu verhindern müsse der Waffenverkauf und der Waffenbesitz in Zukunft stärker kontrolliert werden. Amerika hat damit ein neues Thema im Wahlkampf bekommen.

Suuuuperhelden im Jahr 2012

Eigentlich klar. Strumpfhosen und körperbetonte Outfits, Umhang und kniehohe Stiefel, Körperkult und gegelte Fönfrisuren. Also, mal ganz ehrlich, so ein Superheld sieht schon schwul aus. Batman und Superman, Spiderman und sogar Captain America, so ein bißchen kommen die Kämpfer aus dem Herzen der amerikanischen Popkultur „gay“ rüber. Damit ist ja nichts falsch. Wenn da Superman einen Zug mit beiden Armen aufhält oder Spiderman so einen Wolkenkratzer hoch rauscht oder Batman mal wieder die fiesen Burschen in Gotham City eigenhändig ausschaltet, da wird mir als mickriger Hetero-Mittvierziger ja ganz schwummerig. Wenn ich mir so die Bilder der dicken Bizeps, dem Waschbrettbauch und der muskulösen Oberschenkel unter Spandex anschaue, dann denke ich allerdings schon etwas an das Castro und das Folsom Street Fair in San Francisco, zwei der großen Gay Straßenfeste in der Stadt.

Egal, Superhelden sind cool, ob homo oder hetero….doch nun will DC Comics, einer der wichtigsten Superheldencomicbuchverlage einen „Gay Super Hero“ einführen. Wie der aussehen soll steht noch nicht fest. Und nicht nur das, auch einer der alten Umhangträger soll nun sein „Coming out“ bekommen. Wer ist es, das fragt sich die Onlinefangemeinde? Viele tippen auf Batman, dessen „Beziehung“ mit Robin war schon lange vielen suspekt und würde dann in einem ganz neuen Licht erscheinen. Oder ist es doch Aquaman oder Green Lantern oder vielleicht doch Wonderwoman….klar, eine Frau, ist doch am einfachsten, oder? Für die vielen jugendlichen und jugendlich gebliebenen Leser wäre eine lesbische Überfrau im sexy und enggeschnitten Outfit doch am einfachsten zu schlucken. Noch ist nichts klar, nur die Gerüchteküche kocht. Es wird warm und wärmer….