Der Gottgesandte

80.000, 95.000, 100.000 Menschen…in solchen Dimensionen finden die Wahlveranstaltungen der Regierungspartei FPR mit ihrem Kandidaten Paul Kagame statt. Die Tageszeitungen sind voll mit Huldigungsbeiträgen über den Präsidenten. Die größte englischsprachige Zeitung Ruandas „New Times“ liest sich dieser Tage wie das Parteiorgan der FPR.

Wahlkampf in RuandaKagame pendelt durchs Land und wird überall von jubelnden Menschenmassen empfangen. Er beschreibt sich selbst als „Stütze für Einheit, Demokratie und Entwicklung“. Nur er stünde für den eingeschlagenen Weg der Ruander. Was Ausländer über ihn sagen sollte niemanden in Ruanda stören. Was zähle sei die Entwicklung der letzten sieben Jahre, seitdem er Präsident ist.

Und die Jubelgesänge sind überall zu hören. Organisierte Parteiveranstaltungen in den Stadtteilen und Dörfern belegen schon jetzt den sicheren Ausgang der Wahl für Paul Kagame. Unterstützer preisen ihn als „Helden“, als „grossen afrikanischen Führer“, als „von Gott gesandt“. Und sie sehen ihn auf einer Stufe mit Martin Luther King und Barack Obama.

Hier noch ein aktuelles Interview der BBC mit Ruandas Außenministerin Louise Mushikiwabo über die Situation vor den Wahlen und die Kritik aus dem Ausland:

BBC Interview