Der Kongo Ben spricht

Was soll nun das? Man liest manchmal Nachrichten und Artikel, danach fragt man sich, was das nun soll. Hier ist eine, die irgendwie keinen Sinn macht; Schauspieler Ben Affleck soll als Afrika Experte vor dem US Senat aussagen. Ja, Ben Affleck ist neben seiner Filmarbeit sozial sehr engagiert, hat u.a. die „Eastern Congo Initiative“ (ECI) gegründet, eine Organisation, die sich auf die Region  Ost-Kongo konzentriert. Denn da läuft eigentlich alles schief, was schief laufen kann. Krieg, Korruption, Krankheiten, Chaos, Armut und keine Zukunft. Und das, obwohl die Region reich an Bodenschätzen ist. Milizen bekämpfen sich gegenseitig und die nationale Armee. Hunderttausende Menschen leben in Flüchtlingslagern, die Truppen der Vereinten Nationen versuchen den Frieden herbei zu zwingen, aber immer wieder fällt der Ost-Kongo vom internationalen Radarschirm. Andere Probleme, andere Krisen sind größer, wichtiger, näher.

Vor diesem Hintergrund ist der Einsatz von Ben Affleck sicherlich als bedeutend, wichtig und positiv zu bewerten. Mit seinem Namen schafft er Öffentlichkeit, sammelt Gelder für seine NGO, die dann vor Ort sinnvoll in Projekte geleitet wird. Und er hat den Mut in diese Region zu reisen, sich vor Ort einen eigenen Eindruck schaffen. Allerdings, macht ihn das zu einem Experten, der vor dem amerikanischen US Senat aussagen sollte? Der republikanisch dominierte Kongreß hatte kürzlich eine ähnliche Anhörung, wie sie nun im Senat ansteht und wollte Affleck nicht befragen. Ein Abgeordneter der GOP meinte denn auch, „Leute, die ernsthaft Probleme lösen wollen, vor allem wenn es um Fragen von Leben und Tod geht, wollen eine ernsthafte Diskussion mit Experten  und Fachleuten auf diesem Gebiet führen, und nicht mit Berühmtheiten reden.“ Deutliche Worte an die Adresse von Stars wie Angelina Jolie oder eben Ben Affleck. Was macht jemanden zum Experten, wann sollte er oder sie bei solch einer Anhörung gehört werden? Überhaupt ist die Frage, warum es überhaupt solche Fragestunden im US Kongress und Senat gibt, denn klar ist, die Amerikaner werden sich sicherlich nicht in die unüberschaubare und unkalkulierbare Krise im Osten des Kongos einmischen.

 

 

Hitliste der Schwachsinnsfilme

Jeder sass wohl schon mal vor dem Fernseher oder im Kino und dachte sich, „was für ein Scheissfilm ist das denn?“. So ging es auch den Machern von RottenTomatoes.com, die sich kürzlich die Filmkritiken der letzten zehn Jahre vorgenommen und ausgewertet haben. Herausgekommen ist eine Liste von 100 der dusseligsten Kinostreifen, die wirklich weh tun, wenn man sie ansieht. Darunter solche bekloppten Sachen wie „Gigli“ mit Ben Affleck/Jennifer Lopez oder das Schwachsinns Sci-Fi Fiasko vom Scientologen John Travolta, der einen Roman von Sektengründer Ron Hubbard verfilmte. Aber auch die in Franken geliebte Sandra Bullock hat sich mit „All about Steve“ einen Platz auf der Dödelliste erkämpft.

Selbst Madonna, die für ihren Ex Guy Ritchie in „Swept away“ vor die Kamera trat, hat sich blaue Flecken eingefangen. Gerade mal 600.000 Dollar hat dieser Schusselfilm in den USA eingespielt. Grosse Namen sind also nicht vor dem totalen Flop gefeit, denn auf der 100er Liste kommen sogar Oscar Preisträger wie Robert de Niro („Godsend“), Al Pacino („88 Minutes“), Diane Keaton („Because I Said So“) und Ben Kingsley („A Sound of Thunder“) vor.

Der absolute Top-Granatenblödsinnsfilm ist „Ballistic“, in den Hauptrollen Antonio Banderas und Lucy Liu. Ein Kritiker schrieb dazu: „Ich kenne selbst ein gutes Dutzend 10jähriger, die eine bessere Geschichte als diese geschrieben hätten“. AUTSCH!!!

Hier die absoluten Top-Ten-Flops…stellt sich die Frage, welcher Film tat Ihnen denn am meisten weh?

10. Witless Protection (2008)
09. Redline (2007)
08. 3 Strikes (2000)
07. Strange Wilderness (2008)
06. Superbabies: Baby Geniuses 2 (2004)
05. National Lampoon’s Gold Diggers (2004)
04. King’s Ransom (2005)
03. Pinocchio (2002)
02. One Missed Call (2008)
01. Ballistic: Ecks Vs. Sever (2002)

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