Es schmeckt immer noch nicht

Es gibt diesen schon etwas älteren Witz: What do American beer and making love in a canoe have in common? They’re f…. close to water! Heißt auf Deutsch, Bier „Made in America“ schmeckt mehr wie stilles Mineralwasser als nach dem edlen Gerstensaft. Dass das nicht mehr so ganz stimmt, zeigen die vielen, hervorragenden Micro-Breweries in allen Teilen der USA. Aber mit dem Witz waren (und sind) vor allem die drei großen Brauereien im Geschäft gemeint: Budweiser, Miller und Coors.

Coors macht Werbung mit dem guten Wasser aus den Rocky Mountains. Miller erklärt, es sei der „Champagne of Beers“ und Budweiser meint, sie seien „The King of Beers“. Tatsache ist jedoch, dass alle drei sehr nah am Wasser gebraut wurden. Und alle drei Brauhäuser geben Millionen von Dollar für ihre Werbung aus, um die Biertrinker zu überzeugen, dass das der amerikanische Geschmack sei.

Die jüngste Werbekampagne von Budweiser dreht sich nun um die Zutaten des Biers. Jahrelang wurden die nicht veröffentlicht, doch in jüngster Zeit forderten immer mehr „Food Blogger“, dass auch die Brauer bekannt geben sollten, was in ihrem Produkt drin sei. Immerhin wisse man, was in jeder Coca Cola, in jedem Burger, in jeder Pizza sei. Warum also machten die „Breweries“ so ein Geheimnis aus ihrem Gerstensaft. Budweiser reagierte nun und verkündet im neuesten Werbeclip, dass man im Februar (!) die Zutaten bekannt geben wird. So, als handele es sich um ein Staatsgeheimnis, Top Secret, streng geheim. Ganz im Sinne des eigenen Slogans, wird diese bahnbrechende Nachricht von einem König verkündet. Man kann also gespannt sein, was neben Hopfen, Malz und Wasser noch so für den faden Geschmack eins Bud verantwortlich ist.

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Der Drohnenkrieg kommt nach Amerika

Es geht auch anders. Nicht nur amerikanische Streitkräfte und Geheimdienste wollen Drohnen nutzen, auch amerikanische Bierbrauer sehen im Einsatz der fliegenden Kleinsthelikopter eine gute Möglichkeit des Kundenservices.

„Lakemaid Beer“, eine Kleinstbrauerei in Minnesota, hatte die Idee, Eisfischern auf zugefrorenen Seen den Service der Bierlieferung per Drohne anzubieten. Die Angler sollten einfach ihre Koordinaten per Telefon durchgeben und dann würde eine Kiste Bier aus der Luft geliefert werden. Das Werbevideo der Brauerei ist mittlerweile zu einem Internethit geworden. Allerdings hat die Flugaufsicht in den USA, die FAA, den Plänen erstmals einen Riegel vorgeschoben. Der Präsident der Brauerei, Jack Supple, hatte in einem Radiointerview von seinem Lieferservice erzählt. Ihm sei die Idee gekommen, als er von den Plänen des Online Giganten amazon hörte, der in Zukunft auch den Drohenservie anbieten wolle.

Doch kurz nach dem Interview bekam Supple Post von der Behörde, ein Beamter hatte wohl genauer zugehört, was da in der ländlichen Gegend von Minnesota passiert. In dem Amtsbrief wurde dem Bierbrauer mitgeteilt, dass er nicht einfach so die Bierkästen durch die Luft segeln lassen könne und erst einmal einige Anträge auszufüllen habe, die dann genauestens geprüft würden. Jack Supple stoppte daraufhin ersteinmal den Lieferservice. Er wolle erst einmal abwarten, wie sich der Drohnenlieferservice in den USA entwickelt. Aber die Idee….also allgemein betrachtet…..wobei….na ja, warten wir es ab.

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