Amnestie für Buchwürmer

Die Stadtbücherei in San Francisco hat eine Amnestie für all jene ausgesprochen, die schon seit Ewigkeiten auf ausgeliehenen Büchern sitzen und sie einfach nicht zurück gebracht haben. Die Straffreiheit bedeutet zwar keine Gebühren, aber man muss erzählen, warum man das Buch nicht pünktlich zurück gebracht hat. Das ganze wurde zu einem kreativen Schreibwettbewerb umfunktioniert.

Und dabei sind einige ganz witzige Geschichen zusammen gekommen. Vom Hund, der das Buch angeknabbert hat, bis hin zu Schulkindern, die bei der Rettung von Meerestieren einfach das Abgabedatum vergessen haben. Auch eine Frau meldete sich, die einen Ratgeber für jüdische Partnersuche erst verspätet zurück brachte. Ihre Begründung, nach dem dritten Mann erkannte sie, dass das Buch nichts taugt. Ein Nutzer gab an, dass seine Schwester eine ausgeliehene DVD aus Wut in seine DVD Sammlung schob und er es erst kürzlich bemerkte.

Insgesamt wurden 29928 Bücher, Filme, CDs und Kassetten zurück gegeben. Ein absoluter Rekord. 2001 gab es schon mal eine ähnliche Amnestie der SF Stadtbücherei, damals wurden gerade mal 5000 Rückgaben gemacht. Die Bibliotheksleitung geht davon aus, dass die derzeitige Wirtschaftskrise für die hohe Zahl verantwortlich zu machen ist.

Vielleicht wäre dieser Amnestie-Schreibwettbewerb ja auch eine Idee für die Nürnberger Stadtbibliothek:

Bush is back

George W. Bush verdient sich nun eine goldene Nase. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Redner, zahlten die rund 2000 Gäste eine Menge Geld. Für einen Tisch musste man schlappe 3100 Dollar hinblättern. Doch Bush trat nicht in den USA auf, nein, er war auf Einladung nach Calgary, Alberta, gekommen, dem „Texas des Nordens“, wie die ölreiche Provinz Kanadas auch genannt wird. Wieviel Bush an diesem Abend verdiente, wurde nicht bekannt gegeben.

Und der Ex-Präsident präsentierte sich ganz locker, riss einen Witz nach dem anderen und erklärte, er finde Gefallen daran, als Redner aufzutreten, denn damit könne er gut sein neues Haus in Dallas abbezahlen. Bush erklärte, er habe noch keinen genauen Pläne, was er in Zukunft machen werde, allerdings stehe schon fest, dass er ein Buch schreiben wird. „Ein Buch“, so Bush, das von den „12 schwierigsten Entscheidungen“ seiner Amtszeit handeln wird. Er sei sich sicher, dass er am Schreiben sehr viel „Spass“ haben werde.

Im Gegensatz zu etlichen früheren Wegbegleitern und Mitgliedern seiner Adminstration, jüngst Dick Cheney, weigert sich George W. Bush seinen Nachfolger und dessen Politik zu kritisieren. Er hoffe, dass Obama erfolgreich im Weissen Haus ist und fügte hinzu: „Ich liebe mein Land viel mehr als die Politik. Ich glaube, es ist wichtig, dass ihm (Obama) im Amt geholfen wird“.

Vor den Türen des Saales protestierten unterdessen rund 200 Demonstranten gegen den Auftritt des ehemaligen US-Präsidenten und erklärten, ein Kriegsverbrecher sei in Calgary nicht erwünscht.

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