Brutale Tiervideos „outlawed“

Bereits 1999 wurde in den USA ein Gesetz gegen sogenannte „Crush“ Videos verabschiedet, das die Produktion und Verbreitung solcher Filme verbot. „Crush“ Videos sind Fetisch Filme, in denen vor allem Frauen barfüssig oder in High Heels kleinere Tiere zertreten. Jeder US Bundesstaat hat Gesetze, die Tierquälerei verbieten. Doch im Falle dieser Filme war es schwer den Tätern auf die Spur zu kommen, denn die Frauen werden in diesen Filmen meistens nicht ganz gezeigt.

Kleiner HundAnfang des Jahres hatte jedoch das Bundesverfassungsgericht in den USA das Gesetz von 1999 mit der Begründung es sei zu allgemein und ein Eingriff in die Meinungsfreiheit außer Kraft gesetzt. Der US Kongress wollte sich damit aber nicht abfinden. Nun wurde erneut eine gesetzliche Regelung verabschiedet, und dies parteiübergreifend, das die Verbreitung und Produktion solcher Filme verbietet, in denen Tiere gequält, verbrannt, ertränkt, erstickt und erstochen werden. Das Gesetz ist nun enger gefaßt und soll somit vor Gericht nicht angefochten werden können. Der republikanische Abgeordnete und einer der Initiatoren des Gesetzes, Elton Gallegly, erklärte in seiner Begründung, dass man hier unbedingt einschreiten mußte, denn Tierquälerei führe später in den meisten Fällen auch zu Gewalt gegen Personen.

Ausgenommen im Gesetz sind Filme übers Jagen, Fallenstellen und Fischen.

Fuck that shit

Aktueller Audiobeitrag zum „Fuck“-Urteil in den USA

Audiobeitrag zum Fuck-Urteil     

Als ich vor 14 Jahren bei KUSF in San Francisco mit meiner Sendung anfing wurde mir gleich gesagt, diese bestimmten sieben Wörter darfst Du „on-air“ nicht sagen. Dann schaute mich die Sendermitarbeiterin an und meinte mit einem Lächeln: „Auf Englisch geht das nicht. Auf Deutsch kannst Du sie schon sagen“. Und genau das macht schon deutlich, dass diese Liste von „unsittlichen“ Wörtern überhaupt keinen Sinn macht: Shit, Piss, Fuck, Cunt, Cocksucker, Motherfucker und Tits.

Seit Jahrzehnten hüten sich Stationen davor, „indecent language“ in ihren Programmen zu senden. Denn das kann teuer werden. Hunderttausende von Dollar Strafe bis zum Sendelizenzentzug. Gerade kleinere Stationen fürchten die Keule der Aufsichtsbehörde FCC, die nie selbst ermittelt sondern nur auf Anzeige von Hörern hin.

Die Situation verschlimmerte sich zunehmends unter der Administration von George W. Bush. Die FCC klagte alles und jeden an, verhängte Strafen und machte sehr viele Leute im Unterhaltungsgeschäft mehr als nervös. Und dann klagte der konservative Sender FOX von Rupert Murdoch gegen die Vorgehensweise der FCC. Im letzten Jahr schmetterte das Verfassungsgericht die Klage noch ab und erklärte, die FCC habe das Recht eine Art Sittenkatalog zu führen. Allerdings verwies das höchste Gericht die Frage der Verfassungsmässigkeit der Einschränkung von Meinungsäusserungen zurück an ein New Yorker Gericht. Und das hat nun entschieden: Shit, Piss, Fuck, Cunt, Cocksucker, Motherfucker und Tits fällt unter die Meinungsfreiheit.

Die FCC und Konservative im Land sind geschockt. Sie sehen nun schon eine Welle von lotterlastigen Kommentaren über den Äther rollen und haben umgehend Berufung eingelegt. Das Bundesverfassungsgericht muß sich nun mit der Frage beschäftigen, ob „Fuck“ unsittlich ist oder unter die Meinungsfreiheit fällt. Das höchste Gericht ist konservativ ausgerichtet, von daher ist der Ausgang dieses Verfahrens mit Spannung zu erwarten.

Bei KUSF unterdessen will man kein Risiko eingehen. Auch weiterhin dürfte ich auf Sendung nur „Mutterficker“ anstatt „Motherfucker“ sagen….aber wer will das schon, so oder so.

Hier das Video der Anhörung im Verfahren FOX gegen FCC:

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Und hier der Comedy Meister George Carlin in den 70er mit seinen „famous seven words“:

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