Amerika im Krieg

Die Polizeimarken getöteter Polizisten in den USA.

Die Polizeimarken getöteter Polizisten in den USA.

Es war kein gutes Jahr für die amerikanischen Polizeieinheiten. Ferguson, New York, Oakland, überall im Land gab es massive Zwischenfälle, die zeigten, in den Polizeireihen stimmt etwas nicht. Einige wenige machtbesessene und rassistische Cops, falsche Ausbildung, Überbelastung, fehlende Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Bürgern, man weiß gar nicht, wo man anfangen soll, um das Klima in den Städten und Gemeinden zu verbessern. Amerika hat ein Problem im Inneren. Länder wie Nordkorea, China und Iran zeigen mit Häme und ausgestreckten Fingern auf das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das auch 50 Jahre nach der Bürgerrechtsbewegung scheinbar noch keine Gleichberechtigung kennt.

Und doch, da sind auch zwei Zahlen, die aufhorchen lassen, die verdeutlichen, dass all das nicht einfach nur ein Problem Polizei gegen Bürger ist. 126 Polizisten starben 2014 im Einsatz. 50 (!) davon wurden erschossen. Kaltblütig, eben weil sie Polizisten waren. Das ist eine Zahl, die viel aussagt über ein Land, in dem ein hohes Maß an Gewalt akzeptiert, toleriert, ja sogar unterstützt wird. Nach dem Amoklauf in der Sandy Hook Grundschule glaubten viele, jetzt würde sich was ändern, jetzt wäre Amerika bereit strengere Waffengesetze zu verabschieden, den Zugang zu Schußwaffen stärker zu reglementieren. Nichts geschah, nichts wird geschehen.

50 erschossene Polizisten im Jahr 2014 sind das Ergebnis einer stupiden Diskussion darüber, ob die Gründungsväter der amerikanischen Verfassung wirklich meinten, dass jeder Amerikaner ein Grundrecht auf Waffenbesitz hat. Was 1788 auf Papier ratifiziert wurde sah sicherlich nicht vor, dass mein Nachbar eine Wumme wie das Mitglied eines Spezialkommandos in Afghanistan im Schrank haben darf. Oder, dass es Stadtteile in den USA gibt, in denen herbeigerufene Polizisten schlichtweg „out powered“ sind, heißt, ihre Knarren sind nichts gegen die Maschinenpistolen und -gewehre in den Händen von skrupellosen Kriminellen.

Jedes Jahr sterben in den USA weit über 30.000 Menschen durch Schußwunden. Die Hälfte davon sind Morde, die andere Hälfte Selbstmorde. 50 erschossene Polizisten sind auf diesem Leichenberg nur eine geringe Zahl. Eine kleine Meldung in den Nachrichten. Doch man sollte diese Zahl vielleicht anders betrachten. Zwischen 2002 und 2014 sind beim Militäreinsatz in Afghanistan 54 deutsche Bundeswehrsoldaten ums Leben gekommen. In einem Kriegsgebiet mit Selbstmordattentätern, Sprengsätzen, Raketenangriffen, Hinterhälten. Man erwartet in einem Kampfeinsatz der Bundeswehr, dass Soldaten sterben werden. 54 Bundeswehrangehörige in 12 Jahren ist eine traurige Bilanz. 50 erschossene Polizisten in einem Jahr ist Krieg im eigenen Land. Wer das nicht sehen will betreibt Augenwischerei.

Ich seh‘ nicht aus wie ein Amerikaner

„Are you a citizen“, fragte mich der Grenzbeamte am Flughafen von San Francisco. Und das, obwohl ich ihm meinen US Pass reichte. „Ähm, yes“. „How did you obtain your citizenship?“, kam die nächste Frage, so, als ob ich mir auf dem Heimaturlaub im Frankenurlaub mal schnell einen amerikanischen Reisepass ausgedruckt habe. Meine Erklärung, dass ich bereits seit 18 Jahren hier lebe, eine Green Card hatte und schon mehrmals durch das ganze bürokratische Prozedere mit der INS und dem Homeland Security Department marschierte, interessierte ihn wenig.

Steif auf seinem Stuhl sitzend blätterte er durch den Pass. Da war kein Stempel, also kam die Frage, ob ich mit einem anderen Reisedokument reise. „Yes, I have a German passport“. Den wollte er dann sehen, und damit begann das Verhör. Interessiert schaute er sich jeden Stempel und jedes Visa an. Was ich denn so oft in Ruanda gemacht habe. Ach ja, und im Kongo. Und dann fiel sein Blick auf die Afghanistan Visa. Alle Glocken schrillten auf, da bot sich dem Beamten die Chance einen getarnten Talibankämpfer hier am SFO Airport zu fangen. Ich sehe ja auch so aus, wie der Bruder von Abdullah Ali Khan. Warum waren Sie in Afghanistan? Wo genau waren Sie? Wer hat Sie dazu verleitet? Wo war ich untergebracht? „I was embedded with the German army“, ließ er als Antwort nicht gelten. „So, you were serving the German army?“, meinte er mit steinernem Gesichtsausdruck.  „No, I’m a journalist“. Der Typ ging wirklich zum Lachen in den Keller.

Man muß sich schon sehr zurück halten, um da einen kühlen Kopf zu bewahren. Der Typ war nicht zum Spaßen aufgelegt. Nach langen Minuten gab er mir schließlich meinen Pass wieder und vermerkte etwas auf der Zollerklärung. Geheimcode Homeland Security. Und klar, der Zoll zog mich raus. Mein INS Beamter wollte also mal zwischen meine Unterhosen und Hemden schauen lassen. Die „Customs Agents“ waren allerdings freundlich und etwas überrascht, dass ein Deutscher seine Koffer öffnen sollte. Auch sie fragten und fragten, aber es war mehr ein freundlicher „Chitchat“. Zwei unterhielten sich, einer wühlte durch die Koffer, schaute sich Bücher an. Klar, hätte ja das Manifest von Mullah Omar sein können, oder schlimmer Lenins Schriften, doch dem Oberkommi hatte ich ja schon bei meiner Einbürgerung abgeschworen. Die vielen CDs für Radio Goethe waren nicht auffällig, also „Thank you and have a nice day“.

Amerika ist schon ein seltsames Land. Da reist man 18 Jahre lang unbescholten hin und her und dann kommt so ein Terroristen jagender Beamter, der einen nach einem endloslangen Transatlantikflug zuquatscht und gleich mal als Bombenleger vorverurteilt. Egal, ich bin angekommen. Der Alltag hat mich wieder.

„Dass es knallte, bekam man mit“

Eineinhalb Jahre lang habe ich an diesem Thema gearbeitet. Viele Interviews geführt, Unterlagen, Berichte, Protokolle einsehen können, die bislang irgendwo lagen, nicht beachtet, vergessen wurden. Es stellte sich heraus, Deutschland war sehr aktiv in Ruanda zwischen 1990 und dem Beginn des Genozids im April 1994. Man hat die Zeichen gesehen und auch erkannt. Doch man nicht gehandelt.

Neben der deutschen Botschaft engagierten sich der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) und die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) in etlichen Projekten im ganzen Land. Die Bundeswehr unterhielt bereits seit 1976 enge Kontakte. Ruanda war Empfängerland im Rahmen des Ausstattungshilfeprogramms der Bundesregierung für ausländische Streitkräfte. Eine Beratergruppe der Bundeswehr war darüberhinaus vor Ort und arbeitete eng mit dem ruandischen Militär zusammen. Das Bundesland Rheinland-Pfalz bezeichnete sich seit Mitte der 80er Jahre als enger Partner Ruandas. Ein Partnerschaftsbüro in der Hauptstadt Kigali koordinierte die vielfachen Projekte in Ruanda. Die Konrad-Adenauer-Stiftung schulte Parteipolitiker vor Ort, die Deutsche Welle, bildete ruandische Journalisten aus. Pikanterweise wurden viele von ihnen zu Tätern. Sie hetzten im Nationalrundfunk und im “Radio Télévision Libre des Mille Collines (RTLM)” gegen die Tutsi Minderheit und riefen zum Mord, zur Auslöschung der Tutsi auf.

Deutschland war gut vernetzt in Ruanda vor dem Genozid. Aus den Gesprächen und Unterlagen wird ersichtlich, dass zum einen ein unfähiger und unwilliger Botschafter seine Zeit im Land aussitzen wollte. Und das mit Kenntnis des Auswärtigen Amtes. Der deutsche Diplomat sollte Ende April 1994 in Pension gehen. Am 6. April 1994 brach in dem kleinen ostafrikanischen Land die Hölle aus. Das AA erhielt Berichte, wurde in Kenntnis gesetzt, genauso wie das Verteidigungsministerium (BMVg), das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMwZ), das Innenministerium in Mainz und die GTZ Zentrale in Eschborn. Sie alle wußten von den Spannungen, von den Diskriminierungen, von den gewaltsamen Übergriffen, von den gezielten Morden. Einer der bedeutendsten Sätze in diesen Interviews kam von einem Mitarbeiter der GTZ, der erklärte: “Die einzigen, die politische Konsequenzen damals gezogen haben und das auch offen gesagt haben waren die Kanadier. Das haben wir ihnen auch immer hoch angerechnet, aber wir durften es nicht. Die haben gesagt, wir können diese Morde, diese gezielten Morde nicht mehr mittragen, wir ziehen hier ab. Das war, ich denke, Ende 1993, Anfang 1994.“ Die Frage ist also, wie lange darf man als Geberland zusehen, wegsehen, ein System unterstützen, das den gezielten Massenmord vorbereitet?

Das SWR2 Feature „Dass es knallte, bekam man mit“ kann man hier auch online hören und runterladen.

 

Glauben im Krieg

Im deutschen Feldlager in Kunduz gibt es ein Gotteshaus, das „Gottesburg“ genannt wird. Man sieht von außen nicht viel, wie jedes Gebäude im Feldlager ist es mit Hescos, mannshohen Schuttgutkörben, umwallt. Das soll im Fall eines Angriffes vor herumfliegenden Splittern schützen. In der kleinen Kirche wird freitags zum Bibelfrühstück geladen, es werden Veranstaltungen organisiert, der Chor probt hier und natürlich werden evangelische und katholische Gottesdienste gehalten. Die „Gottesburg“ ist eine kleine Insel zum Abschalten.

Seit November letzten Jahres ist dort Thomas Balzk als evangelischer Militärpfarrer im Einsatz. Ein engagierter Mann mit Ideen und einem immer offenen Ohr für die Belange seiner Soldaten.

Ein Audiobericht:

Pfarrer Thomas Balzk in Kunduz     

Einsatz in Afghanistan (Audio)

 

 

 

 

 

Polizeiausbildung in Kunduz (Audiobeitrag)      

 

 

 

 

 

Bundeswehreinsatz in Afghanistan (Audiobeitrag)     

Afghanistanreise – 23.12.2011

Früh aufstehen, duschen, Frühstück. Es geht tatsächlich los, mit einer Transall unter blauem Himmel nach Termez, ein paar Stunden Aufenthalt und mit der Flugbereitschaft der Bundeswehr fliegen wird dann zurück nach Köln. Über Usbekistan, Kasachstan, Russland, die Ukraine, Polen, Tschechien und hinein in den deutschen Luftraum. Zurück….also frohe Weihnachten und Merry Christmas!

Afghanistanreise – 22.12.2011

Am Morgen Besuch des Radio Andernach Studios im Camp Marmal in Mazar-e Sharif. Da ich ja auch eine deutsche Version von “Radio Goethe” für den Bundeswehrsender produziere, die jeden Samstag 18 Uhr Ortszeit in Afghanistan ausgestrahlt wird, wollte ich natürlich auch mal das Studio vor Ort sehen. Interessant, die “Kollegen” im Einsatz zu treffen.

Anschließend fahre ich mit dem Kollegen von Reuters per Privatwagen nach Mazar-e Sharif. Am Tor des Camps fragt man uns ganz ungläubig, ob wir uns das wirklich ohne Schutzweste und Begleitschutz zutrauen. Klar, meinen wir, und dann geht es los. Die Blaue Moschee ist das Wahrzeichen der Stadt, hier soll der Schwiegersohn des Propheten begraben sein. Gläubige strömen in das prächtige Gotteshaus. Doch außenrum herrscht Armut.

Zuletzt war ich hier vor drei Jahren, viel verändert hat sich nicht. Ein weiteres Beispiel dafür, dass die riesigen Geldbeträge, die Jahr für Jahr nach Afghanistan gepumpt werden, unten nicht ankommen. Von einer funktionierenden Infrastruktur kann keine Rede sein. Wo das Geld bleibt, hier sieht man es nicht. Auf der Fahrt von und zum Camp bekommt man einen kleinen Eindruck dieser ehemals wichtigen Handelsstadt. Beeindruckend, weil eben so anders. Zurück am Tor der Kaserne gibt es Probleme. Die armenischen Wachen in deutscher Uniform wollen uns nicht ins Lager lassen, fragen nach Ausweisen, die wir nicht haben. Etwas grob werde ich von einem muskulösen Soldaten abgetastet, Handy und Photoapparat erst einmal beschlagnahmt. Und wieder warten auf die Auflösung des Rätsels, wer wir eigentlich sind. Das Argument, wir sind vorhin genau durch dieses Tor raus, zählt nicht. Der Grobschlächtige fummelt unterdessen die Afghanen ab, die in der Kaserne arbeiten und nach Hause wollen. Nicht gerade auf die angenehm-partnerschaftliche Art. Auch der herbeigerufene Presseoffizier kann uns nicht helfen, er kocht und ein deutscher Hauptmann wird gerufen , der schließlich alles aufklärt. Das Machtwort “everything is alright” öffnet die Tore. Am Abend dann noch in der Betreuungseinrichtung, zwei Dosen Bier, mehr ist nicht….die Zweidosenregel wird vom Ausschank eingehalten und genauestens auf dem Trinkzettel vermerkt. Damit gute Nacht. Jawohl!

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Afghanistanreise – 21.12.2011

Hoher Besuch hat sich angekündigt. Verteidigungsminister Thomas de Maiziere kommt nach Kunduz und Mazar-e Sharif. Natürlich wird geflogen, die Regeln und Richtlinien gelten nur für Otto Normalsoldat. Er kam, Schweigeminute am Ehrenhain, “Briefing” durch die PRT Führung, “Briefing” für Presse fiel flach und dann noch ein paar Worte an die Truppe und Bad in der Menge. Frau Bundeskanzlerin läßt grüßen, die Deutschen sagen Danke und frohe Weihnachten und einen guten Rutsch. Na ja, ich habe auch schon mal mitreißendere Reden gehört. Der Einstieg “ich muß mir jetzt gleich erst einmal die Hände waschen” war auch gut gewählt, die tiefere Bedeutung dieser Worte bleibt mir jedoch verschlossen. Die Soldaten danken dem Minister mit mäßigem Applaus. Es kommt wohl doch mehr auf die Geste an, überhaupt hierher an den Hindukusch zu fliegen.

Ansonsten schlage ich hier die Zeit tot. Ich habe sicherlich ein paar Kilo zugenommen. Drei Mahlzeiten am Tag, kein Sport und beim Warten verliert man nicht gerade viele aufgenommene Kalorien. Mal sehen, was morgen noch ansteht. Das Rumsitzen macht mich noch irre. Vielleicht doch noch eine Taxifahrt nach Mazar-e Sharif zur Blauen Moschee.

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Afghanistanreise – 20.12.2011

Die Nacht über hatte es in Kuduz geschneit, am Morgen ist es eiskalt, der Boden gefroren und mit einer Schneeschicht bedeckt. Doch, so heißt es, ein Hubschrauber soll reinkommen, um den General abzuholen, der im Lager gestrandet ist. Ich stehe als einer von 30 auf der Flugliste, doch nach den letzten Tagen ist mir das ganze zu vage. Also schließe ich mich doch der Wagenkolonne an.

Raus vors Tor und dort werden wir von drei Autos abgeholt. Auf einem kleinen Umweg geht es zuerst durch Kunduz. Die Straßen total verschlammt mit tiefen Löchern. Eine arme Gegend, Kinder ohne Socken in einfachen Schlappen. Winterkleidung Mangelware. Immer wieder herumstreunende Straßenhunde, die nach Essbarem suchen. Dann sind wir auf der Hauptstraße Richtung Mazar-e Sharif und kommen gut voran. Eine beeindruckende Landschaft. Doch die Armut ist überall sichtbar. Von den Hunderten von Millionen Dollar und Euro, die Jahr für Jahr in dieses Land gepumpt werden, kommt nur wenig davon unten an. Das sage ich nicht nur nach einer Fahrt übers Land, das erzählen einem auch jene, die Afghanistan, die Politik, Land und Leute gut kennen. Die Bundesregierung verweist gerne auf den hohen Betrag, den man hier investiert, doch genauer hinschauen, wo und für was das Geld verwendet wird….es ist eher ein wegschauen. Vieles versickert. Berühmt eine Brücke über den Kunduz Fluss, die wohl schon zum vierten mal voll bezahlt wurde und noch immer nicht befahrbar ist.

Bevor die Afghanen überhaupt etwas bauen, wird zuerst einmal eine Mauer errichtet. Leere Grundstücke von Mauern umrandet sieht man überall in der Landschaft. Es geht vorbei an Dörfern, an Häusern mit Einschußlöchern, an ausgeschlachteten sowjetischen Panzern und Militärfahrzeugen, die einfach so in der Landschaft liegen. Vergessen, nicht beachtet, ein Zeugnis der langen Kriegsjahre Afghanistans. Und immer wieder Stützpunkte der nationalen Polizei und des Militärs. Hin und wieder Checkpoints, doch wir werden durchgewunken. Rechts liegt der Kunduz und ich denke mir, wie einmalig schön es wäre, diesen Fluß einmal abwärts zu kayaken.

Und dann stehen wir im Stau an einer Steigung. Eine nicht endenwollende LKW Schlange bergauf, eine bergab und die PKW schufen sich eine eigene Mittelspur. Natürlich geht das schief, sprich, es wird manchmal so eng, dass sich nichts mehr bewegt. Nur ein langsames herum manövrieren bringt erneut etwas Schwung in das ganze. Weiter durch tiefe Schluchten, vorbei an Verkaufsständen. Eine fantastische Landschaft, die mich zeitweise an die tiefen Schluchten des Los Padres National Forest in Südkalifornien erinnert. Beeindruckend!

Nach siebeneinhalbstündiger Fahrt erreichen wir Mazar-e Sharif. Vor dem Camp werden wir von einer Vertreterin des Pressestabs abgeholt und zu unserer Unterkunft gebracht. Der Hubschrauber am Morgen ging doch noch raus, aber diese Fahrt hat sich gelohnt. Viele Eindrücke von einem Land, das wohl nie zur Ruhe kommen wird.

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Afghanistanreise – 19.12.2011

Ein Gelaufe am Morgen. Mit einem Kollegen von Reuters latsche ich hin und her. Wir wollen unbedingt auf irgendeine Maschine nach Mazar-e Sharif. Wenn denn eine geht. Und es geht keine raus. Noch nicht einmal die Russen landen, die eigentlich bei jedem Sauwetter durch die Wolken brettern. Zweimal fahren wir in der gepanzerten Karosse der Polizei zum Flughafen, aber kein Vogel kommt vom Himmel herab. Und auch die Idee auf dem Landweg hier weg zu kommen, verläuft im Sand. Es schneit. Schließlich meint ZDF Korrespondent Uli Gack, er fahre morgen mit Privatautos und Fahrern nach Mazar-e Sharif, wir könnten uns anschliessen. Auf eigene Gefahr, wie er betont. Sofort sage ich zu, denn er weiß, auf was er sich bei so einer Überlandfahrt einläßt. Also geht es morgen um 8 Uhr los Richtung Mazar-e Sharif. Ein Autotreck gen Westen.

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