Dick Cheney nervt mal wieder

Dick Cheney kann es wieder mal nicht lassen.

Dick Cheney kann es wieder mal nicht lassen.

Er hat es mal wieder getan. Dick Cheney, diesmal mit seiner Tochter Liz Cheney, teilt aus. Und natürlich geht der Tiefschlag gegen Barack Obama. Oder zumindest versucht Cheney mit einer Verbalkeule auf den Präsidenten einzukloppen,. Mit seinem Gastkommentar im Wall Street Journal macht er allerdings nur deutlich, dass er ein alter, verbitterter und geschichtsfälschender Politiker ist, der es nie bis ganz in die vorderste Reihe geschafft hat. Dick Cheney läßt keine Möglichkeit aus, Obama als unfähig, harmlos, ängstlich, als Sozialisten, Luftikus und Traumtänzer zu bezeichnen. Auch dieses mal behauptet er, Obama habe die Situation im Irak nicht unter Kontrolle und gefährde mit seiner Zurückhaltung die Sicherheit Amerikas. Nicht nur das, Cheney kritisiert sogar, dass Obama die US Truppen aus dem Irak ganz abgezogen hat.

Überraschend ist, dass sogar FOXNews Moderatoren durch die Blume Cheney fragen, ob er noch ganz bei Sinnen ist. So hat Megyn Kelly Dick Cheney in ihrer Sendung mit der Frage konfrontiert, wo denn die „Weapons of Mass Destruction“ seien, von denen Cheney vor dem Einmarsch im Irak so warnte. Und Cheney darauf, ganz der von sich selbst überzeugte und aufgeblasene Ex-Vize, es sei „die richtige Entscheidung“ und es wäre „unverantwortlich gewesen nicht zu handeln“. Kelly zitierte einen Artikel in der Washington Post, in dem es hieß: „Es gibt niemanden in Amerika…der beim Irak nicht mehr daneben lag und schamloser gelogen hat als Dick Cheney“. Tochter Liz Cheney sprang da ihrem Vater zur Seite und meinte: „Es ist nicht überraschend, dass es jetzt jede Menge Leute gibt, die die Bush/Cheney Adminstration dafür verantwortlich machen, was passiert ist, das hören wir doch immer wieder von dieser Administration“.

Der Kommentar im „Wall Street Journal“ ist das altbekannte Schwarzweiß Bild aus dem Haus Bush/Cheney. Hier die Guten, da die Bösen. Bush/Cheney gut und weitsichtig, Obama naiv und ohne Plan. Das Weltbild der Falken in den USA hat sich also nicht verändert. Sie warten nun darauf, dass sie nach der nächsten Wahl eine neue Chance erhalten. Allerdings warten sie nicht einfach ab, wie es dieser Gastkommentar belegt, sie versuchen vielmehr, die Konsequenzen ihrer fatalen Fehleinschätzungen auch noch Obama unterzuschieben. Doch Amerika, so sieht es zumindest in den Reaktionen auf Cheneys Verbalerguß aus, hat diesen billigen Versuch durchschaut. Dick Cheney sollte sich, wie sein einstiger Vorgesetzter George W. Bush, ein nettes Hobby suchen und endlich Ruhe geben. Damit wäre jedem gedient.