Obama will an den Ballermann

Da feiert ein Teil Amerikas gerade im Kino einen wahren Helden, den „American Sniper“, und was macht Präsident Barack Obama? Er verbietet mit seiner Unterschrift bestimmte Patronen für das Sturmgewehr AR-15. Und das ist nicht irgendein Gewehr, sondern das beliebteste bei „Sportschützen“ in den USA. Die laufen jetzt Amok.

Drei Versionen des beliebten AR-15 Sturmgewehrs.

Drei Versionen des beliebten AR-15 Sturmgewehrs.

Das „Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives“, quasi die Aufsichtsbehörde über alle Ballermänner im Land, hat nun bekannt gegeben, dass geplant ist, die 5.56mm Patronen aus dem Handel ziehen zu lassen. Allein die Ankündigung führte dazu, dass in allen Gun Shops im Land die Munition umgehend ausverkauft war. Firmen, wie das Outdoor Unternehmen Cabela’s, forderten alle Waffenbesitzer auf, sich an ihre Kongressabgeordneten zu wenden, um diese Einschränkung aufzuhalten. Denn die Maßnahme Obamas, so Vertreter der Waffenlobby „National Rifle Association“ (NRA) führe langfristig nur zu einem Verbot des Gewehrs durch die Hintertür. Obama starte mal wieder einen Versuch das Grundrecht aller Amerikaner auf Waffenbesitz einzuschränken. Die Munitionsreglementierung sei nur ein erster Schritt dahin.

Die 5.56mm Patronen für das AR-15 sind aber nicht einfach irgendwelche Kugeln für den Waidmann. Diese Patronen können schußsichere Westen durchdringen und sind nicht nur für das AR-15 Sturmgewehr nutzbar, sondern auch für die gerade in Gangkreisen beliebten AR Handfeuerwaffen. Damit ist diese Munition zu einer immer größer werdenden Gefahr für Polizisten im Einsatz geworden, die sich mehr und mehr schwer bewaffneten Straftätern gegenüber sehen und schlichtweg „outgunned“ sind. Deshalb reagierte das Weiße Haus, zum Schutz der Polizei und der Sicherheitskräfte im eigenen Land. Doch auch das kommt bei der NRA und den Waffennarren in den USA schlecht an. Immer wird gleich der Versuch gesehen, das vermeintliche Grundrecht auf Waffenbesitz auszuhöhlen. Die NRA bläst zum Sturm, die Initiative wird sich also mal wieder im Sand verlaufen.