Aus die Maus für den Hummer

Die Ankündigung hätte zu keinem passenderen Zeitpunkt kommen können. Die amerikanische Automobilindustrie demontiert sich derzeit selbst, schliesst Fabriken, streicht ganze Modelle und Marken und versucht sich durch das Abstossen tausender von Händler-Showrooms gesund zu schrumpfen. Wieviele Arbeitsplätze dabei verloren gehen werden, ist noch gar nicht absehbar.

Doch in diesen düsteren Zeiten für GM, Chrysler und Ford kommt der Präsident und verkündet das umweltpolitisch sinnvolle Ziel, den Ausstoss von Autoabgasen drastisch zu senken. Ziel ist es bis 2016 den Verbrauch pro Gallone auf 35 Meilen, also 56 Kilometer pro 3,78 Liter vorzuschreiben. Damit schlägt sich Obama auf die Seite von Arnold Schwarzenegger und Kalifornien, die das schon seit langem fordern und dafür von der (amerikanischen) Automobilindustrie hart angegangen wurden. Ein Affront für die „Gas Guzzlers“ aus Detroit, die bislang mehr auf PS-Power und Bequemlichkeit setzten, als die Zeichen der Zeit und die Ansätze aus Europa und Asien zu erkennen.

Barack Obama hat mit seinen Plänen ein neues Feuer unter den schon brennenden Arsch der US Car-Manager gelegt. Nicht nur müssen sie sich jetzt gesund schrumpfen sondern sich auch noch Gedanken machen, wie man bessere, wettbewerbsfähige, umweltfreundlichere und zukunftsorientierte Modelle produzieren kann.

Aus die Maus für den Monstertruck Hummer, der noch nicht mal als Hybrid diese Zahlen liefern kann.

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