Obama ist an allem schuld

Die Liste ist lang, die Präsident Barack Obama in den letzten acht Jahren erstellt hat; seine Schuldliste. Einige Republikaner beschuldigen ihn sogar, für das Chaos in ihrer eigenen Partei verantwortlich zu sein, denn Obama habe mit der Gesundheitsreform „Obamacare“, mit seiner Außenpolitik, seinen eigenwilligen Entscheidungen den Boden gesät für jemanden wie Trump. Und am Freitag meinte sogar FOXNews Moderatorin Megyn Kelly, dass Obama schuldig sei an der Veranstaltungsabsage von Donald Trump in Chicago. Obama, so Kelly, sei mit den Slogans „Change“ und „Hope“ angetreten, er habe das Land wieder zusammenführen wollen. Und nun sehe man, was all das gebracht habe. Der führende republikanische Kandidat im Rennen werde an seinem Grundrecht auf Meinungsfreiheit gehindert.

In Chicago spielten einige mit dem Feuer. Foto: AFP.

In Chicago spielten einige mit dem Feuer. Foto: AFP.

Am Abend kam es zu einem Zusammenstoß in Chicago. Illinois wählt am Dienstag, Trump wollte in einer Großraumhalle der University of Illinois eine seiner typischen Wahlkampfveranstaltungen durchführen. Tausende von Trump-Unterstützern waren gekommen, doch noch mehr Trump-Gegner waren vor Ort, zumeist Studentinnnen und Studenten, junge Leute, deren Ziel es war, die „Party“ zu verhindern. Und das gelang ihnen am Schluß. Die Polizei mußte mit Sonderkräften einrücken, um die beiden politischen Lager zu trennen. Es kam zu verbalen Konfrontationen, zu Schubsereien, zu einigen Faustschlägen, doch insgesamt ging alles glimpflich aus. Donald Trump ließ dann schließlich verkünden, dass er seinen Auftritt absage, „um die vielen Menschen zu schützen“. Der Milliardär erklärte, er habe sich mit den Polizeieinheiten abgestimmt, die jedoch verneinten das anschließend und sahen sich nach der überraschenden Absage vor ein noch größeres Problem gestellt.

Donald Trump hingegen ließ sich gleich telefonich mit MSNBC, CNN und FOXNews verbinden, zur besten Sendezeit am Abend, und beschrieb sich als Opfer Obamas. Dieses Land, so Trump, sei tief gespalten. Sein Grundrecht auf Meinungsfreiheit sei von „Strolchen“ mit Füßen getreten worden. Organisationen, wie moveon.org hätten zum Protest aufgerufen, die selbe Organisation, die auch Barack Obama im Wahlkampf unterstützt hatte. Amerika gehe vor die Hunde, so Trump. Alles Dank Obama. Es müssten neue Zeiten anbrechen, und er sei der Mann, der Amerika wieder „great“ machen werde.

Wie sich dieser „Zwischenfall“ auf den Wahlkampf und das Wahlverhalten am kommenden Dienstag auswirken wird, ist noch offen. Seine politischen Gegner, Marco Rubio und auch Ted Cruz, gaben Trump eine Teilschuld. Er habe durch seinen provokativen Wahlkampf den Ton gesetzt, die zu verurteilenden Proteste in Chicago seien jedoch nur eine Antwort auf den Verbalangriff Donald Trumps gewesen. Ruhe hingegen herrschte bei den Demokraten. Hillary Clinton und Bernie Sanders schienen am Freitagabend die Bilder aus Chicago wirken zu lassen. Denn was sie da sahen, war der aktuelle Zustand der republikanischen Partei, einer Partei, die einen Frontrunner hat, der auf massiven Widerstand in der Bevölkerung stößt.

Alle sind gleich, nur Weiße sind gleicher

Während die Republikaner einen angst und bange Wahlkampf führen, wollen sich die Demokraten ins rechte Licht rücken. Sie gehen auf Stimmenfang auf dem Rücken von Michael Brown, dem 18jährigen, unbewaffneten Jugenlichen aus Fergusson, der von mehreren Polizeikugeln erschossen wurde. Direkt in Ferguson versuchen die Demokraten schwarze Wähler zu registrieren. In den USA muss man sich als Wähler in Listen eintragen lassen, um an Wahlen teilzunehmen. Das machen nicht viele. Bei der letzten Wahl im April 2014 wurde der Bürgermeister von Ferguson mit gerade mal 1314 Stimmen wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 12 Prozent.

Bei einer Protestveranstaltung greift ein Jugendlicher mit einer Fahnenstange den schwarzen Anwalt und Bürgerrechtler Ted Landsmark an. Das Foto wurde 1976 mit dem Pulitzer Prize ausgezeichnet.

Bei einer Protestveranstaltung greift ein Jugendlicher mit einer Fahnenstange den schwarzen Anwalt und Bürgerrechtler Ted Landsmark an. Das Foto von Stanley Forman wurde 1976 mit dem Pulitzer Prize ausgezeichnet.

Die Demokraten sehen nun ihre Chance. Nicht nur in Ferguson, sondern auch in anderen Städten. Doch die Vorfälle in Ferguson werden im Wahlkampf ausgenutzt. Zweidrittel der Bevölkerung dieser nun bekannten Kleinstadt in Missouri sind Afro-Amerikaner, nur eine verschwindende Minderheit von ihnen ging wählen. Der Bürgermeister ist ein Weißer, fünf der sechs Stadträte sind Weiße. Daneben sind viele der weiteren gewählten Amtsinhaber Weiße. Damit geht die Präsidentenpartei nun auf Stimmenfang, so, als ob die tödlichen Schüsse auf Michael Brown mit einem schwarzen Bürgermeister und einer schwarzen Mehrheit im Stadtrat verhindert hätten werden können.

Man muß sich schon fragen, wer hinter solchen irrsinnigen Wahlkampfkampagnen steckt. Denn auch schwarze Bürgermeister, Staatsanwälte, Polizeichefs und Ratsmitglieder, ja sogar ein schwarzer Präsident, konnten bislang in den USA den alltäglichen Rassismus nicht austreiben. Weder in Ferguson, noch in Oakland, nicht in San Francisco, Chicago, Detroit, New Orleans und vielen anderen Städten und Gemeinden. Die Vorkommnisse in Ferguson haben nur einmal mehr veranschaulicht, dass in Amerika einiges im argen liegt. Der politische Wille, dies radikal und grundlegend anzugehen, fehlt jedoch. Und das in beiden Parteien. Es bleibt also dabei: Alle sind gleich in Amerika, nur Weiße sind gleicher.

 

Amerika und der 1. Mai

Schon komisch, überall feiert man den 1. Mai als „Tag der Arbeit“, nur in den USA nicht. Und das, obwohl er eigentlich von hier kommt. Erinnert wird an das „Haymarket Massaker“ vom 4. Mai 1886. Vorausgegangen waren Demonstrationen und Proteste, zu denen Gewerkschafter, Anarchisten und Sozialisten aufgerufen hatten. Seit Ende April kamen Zehntausende von Menschen in Chicago zusammen und forderten lautstark den Achtstunden Arbeitstag. Am 1. Mai streikten dann 35.000 Arbeiter in Chicago. Auf einer weiteren Protestveranstaltung wurden Demonstranten von der Polizei erschossen. Die Situation schaukelte sich hoch. Für den 4. Mai wurde deshalb zu einer weiteren, noch größeren Zusammenkunft auf den Haymarket in Chicago gerufen.

Doch dann zündete jemand eine Bombe an diesem denkwürdigen Tag, mehrere Polizisten und Demonstranten starben, sofort wurden mehrere Anarchisten für die Tat verhaftet und ohne großes Gerichtsverfahren umgehend gehängt. Ein späterer Gouverneur von Illinois nannte diese Maßnahme eine der schlimmsten Rechtsvergehen in der Geschichte Amerikas.

Schon kurz darauf wurden die Rufe in den USA und in Europa immer lauter, den 1. Mai als internatinalen Tag der Arbeit festzulegen. Beim Gründungstreffen der Zweiten Internationale 1889 in Paris rief Raymond Lavigne für das Folgejahr zu internationalen Demonstrationen am Jahrestag der Proteste von Chicago auf. 1891 wurde der 1. Mai ganz offiziell von der Zweiten Internationale als Festtag bestimmt.

Nur in den USA gingen die Uhren anders. Präsident Grover Cleveland fürchtete, dass mit dem Feiertag am 1. Mai die Erinnerung an das Massaker von Chicago erhalten werde. Das wollte er verhindern und willigte deshalb ein, einen Feiertag für Arbeiter im September einzurichten. Noch heute gibt es den Labor Day, der alljährlich am ersten Montag im September begangen wird. Mit der Revolution in Russland, der Gründung der Sowjetunion und der Kommunistenjagd in den USA war der 1. Mai im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sowieso als „Kommunistentag“ verschrien. Da half auch nichts, dass sogar die katholische Kirche 1955 den 1. Mai zum Festtag erklärte. An diesem Tag wird an „Josef den Arbeiter“ gedacht, der Schutzpatron der Arbeiter, vor allem der Handwerker.

Herbert will es wissen

„Hast du etwas Zeit für mich, dann singe ich ein Lied für Dich…“ trällert Nena noch immer durch den amerikanischen Äther. Und das hat sich wohl auch Herbert Grönemeyer gedacht, wenn Nena das kann…. Der Großvater des Deutschrock will es nun auch in Amerika wissen. Sein Konzert mit Gaststar Bono von U2 wurde für das US Fernsehen PBS aufgezeichnet und wird im Dezember als „Fundraiser“ für zwei Stationen ausgestrahlt. Wer spendet kann Tickets für zwei Konzerte von Grönemeyer in New York und Chicago bekommen.

Im Februar soll dann auch ein Album in den USA erscheinen. Falls die Platte gut läuft, soll es auch eine Tour im Herbst 2013 geben. Grönemeyer ist bekannt in Amerika…zumindest sein Gesicht aus dem Film „Das Boot“. Den deutschen Filmklassiker kennt eigentlich jeder. Doch Herbert Grönemeyer als Sänger in Amerika, man kann gespannt sein. Schon jetzt wird von Seiten der deutschen Botschaft und der Konsulate die Werbetrommel für die CD und Tour geschlagen, wobei ich mich wundere, ob Grönemeyer wirklich auf dem amerikanischen Markt eine Chance haben wird. Er ist gut – keine Frage. Er hat deutsche Musikgeschichte geschrieben – ohne Zweifel. Sein Genuschel ist einzigartig und zeigt, dass man nicht unbeding klar und deutlich singen mus, um erfolgreich zu sein – mit absoluter Sicherheit. Aber Herbert Grönemeyer ist weder Kraftwerk noch Rammstein noch Max Raabe.

„I walk“ heißt das Album, das im Februar erscheinen soll. Grönemeyer singt da auf Englisch, seine erste CD, die nicht in der Muttersprache aufgenommen wurde. Auch das nun auf PBS ausgestrahlte Konzertspezial heißt „I walk“ und umfasst neben eigenen Songs auch Klassiker, die Herbert klasse findet, darunter „Always on My Mind“ von Willie Nelson, „Marie“ von Randy Newman und „I’m On Fire“ von Bruce Springsteen.. Als Schmankerl schaut Bono für zwei Songs auf der Bühne vorbei….wo ist der eigentlich nicht zu finden? Weißes Haus, Afrika und bei Herrn Grönemeyer. Alles für den guten Zweck.

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Teurer Penny

Eine Million, einhundert und fünfzehn Tausend Dollar kostete dieser Penny. Auf einer Auktion in Chicago ging das seltene Stück aus dem Jahr 1792 an einen neuen Besitzer, oder besser, an eine Gruppe von nicht genannten Investoren. Die hoffen, mit dem Penny auch noch einen Gewinn zu machen. Nur 14 dieser Pennys soll es noch geben. Im letzten Jahr wurde ein anderer dieser raren Geldstücke für 2,8 Millionen Dollar verscherbelt. Der Chicago Penny hatte in den 220 Jahren gerade mal fünf Besitzer. Er war nie im Umlauf und ist daher fast in einem perfekten Zustand.

Ausgebremste Neubauten

Einstürzende Neubauten30 Jahre Einstürzende Neubauten, eine US Tour zum Jubiliäum war geplant, doch die wurde nun nur zwei Tage vor Beginn abgesagt. In der offiziellen Begründung der Band heißt es, das „Department for Homeland Security“ (Heimatschutzbehörde) habe zwar das ok gegeben, aber viel zu spät, um noch die notwendigen Visa bei der US Botschaft und den Konsulaten in Deutschland bekommen zu können. Deshalb werden die jeweiligen Doppel-Konzerte in Los Angeles, San Francisco, Chicago, Toronto und New York ersatzlos gestrichen.

Soviel zum Kulturaustausch zwischen den USA und Deutschland. Und das ist nicht das erste mal, dass die US Behörden Visa dadurch versagen, in dem sie einfach alles extrem langsam bearbeiten. „Silence“ ist in dem Fall alles andere als „sexy“.

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Die studierten Untoten

livingdeadAmerika liebt Gruselschocker und Horrorflicks. Gerade in der Vor-Halloween Zeit werden allerhand Gruselfilme ausgegraben und präsentiert. Die USA sind eine begeisterte „Zombie Nation“.

Die „University of Baltimore“ bietet nun einen ganz neuen Kurs an. Wer sich fortan für „English 333“ einschreibt, wird 16 Zombie Filme sehen und mehrere Zombie Comics lesen müssen. Als Abschluss kann man eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema oder ein Drehbuch schreiben. Arnold Blumberg, Autor des Buches „Zombiemania“, ist der Dozent in dieser Klasse.

Es ist nicht zum ersten mal, dass die Untoten Thema von Universitätsseminaren sind. Auch das „Columbia College“ in Chicago und das „Simpson College“ in Iowa haben in der Vergangenheit ihren Studierenden schon die Zombies näher gebracht.

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Quer durchs Land und zurück

Sitze in aller Hergottsfrühe am Flughafen in Indianapolis. Na ja, so früh ist es auch nicht mehr, aber als „freier Journalist“ gewöhnt man sich daran, dass man morgens nicht unbedingt um 6 aufstehen muss. Ausserdem bin ich wohl eher ein Nachtmensch als ein Frühaufsteher.

Ich bin in Indianapolis, weil ich gestern an der Ben Davis High School über „1989 – the year the Berlin Wall came down“ gesprochen habe. An der High School gibt es auch einen Sender, WBDG, der schon seit Jahren mein Radio Goethe Programm ausstrahlt. Über diese Verbindung kam es zu dieser erneuten Einladung. Im letzten Jahr war ich schon mal hier, damals ging es um die Geschichte/Entwicklung der deutschen Musikszene. Gestern kam ich an, quer durchs Land, drei Stunden Zeitunterschied und nun geht es zurück. Wat’n Stress.

Aber solche Besuche sind durchaus interessant und bringen auch was. Letztes mal hatte ich kurz mit Jon von WBDG über die High School gesprochen und dabei erfahren, dass es an der Schule auch eine Deutschklasse gibt. Davon hatte ich dann meiner Bekannten Dagmar Freitag (MdB) aus Iserlohn erzählt, die wieder auf der Suche nach einer Partnerschule war. Zuvor hatten wir schon die Nordhoff High School in Ojai mit einem Gymnasium in Hemer verbandelt. Und dadada…. nun gibt es auch ganz offiziell eine Schulpartnerschaft zwischen der Ben Davis High School und einem Gymnasium in Iserlohn. Toll! Und nur wenige Tage vor meiner Ankunft ist die erste Gruppe von deutschen Schülern wieder abgefahren. Der Austausch ist also bereits angelaufen, im März fährt die erste Gruppe von hier nach Iserlohn.

Und nun sitze ich hier am Flughafen und warte auf meinen Flieger nach Las Vegas, von dort dann weiter nach Oakland. Heute Abend habe ich wieder meine Live-Sendung auf KUSF, zuerst wird es in der Magazinsendung die Rede von Angela Merkel vor dem Kongress geben und danach….ja, Mucke eben. Der gute deutsche Sound wird den Äther von San Francisco und Umgebung erfüllen. Auch schön!

Blago macht einen auf Elvis

Dies ist die Geschichte von Rob, einem Mann, der einmal fast ganz oben auf der Erfolgsleiter war, doch dann ganz tief fiel. Rob Blagojevich war der Gouverneur des US Bundesstaates von Illinois. Er machte seine Geschäfte und Geschäftchen und war sich sicher, dass er sich einfach alles erlauben kann.

Und als ein junger Mitvierziger aus Chicago zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, lag es am Gouverneur einen Nachfolger zu finden. Normalerweise, wenn so ein Fall auftritt und ein Senatsposten ausserhalb von Wahlen neu gefüllt werden muss, dann bestimmt der Gouverneur einen Nachfolger. Doch Blagojevich dachte sich, noe, ich mach das mal anders und verschacher den Posten an den Meistbietenden. Dummerweise, und das wusste Rob nicht, hörte die Bundespolizei FBI seine Telefonate ab. Denn einige der Geschäftchen, die der oberste Mann im Staate Illinois so drehte, waren nicht so ganz rechtens und hatten die Staatsanwaltschaft dazu veranlasst, dem guten Rob mal etwas deutlicher auf die Finger zu schauen. Und da eh alles auf Band aufgenommen wurde, kam eben auch zutage, dass Blagojevich mit dem Senatsjob von nun Präsident Obama richtig dick Asche machen wollte.

Tja, falsch kalkuliert, Rob….Kurz und knapp, der Gouverneur wurde des Amtes enthoben und mit einer richtig fetten Klage bedacht. Er sagt natürlich, er sei unschuldig und man wolle ihm ans Bein pinkeln. Wären da nicht diese ollen Bänder….Nun gut, Rob ist ohne Job und dachte sich, mach ich was anderes. Er war als Kandidat in der amerikanischen Version von „Dschungelcamp“ vorgesehen. Doch das wollte ein Richter nicht, der ihm erklärte, er dürfe das Land nicht verlassen.

Nun liess sich Rob Blagojevich anderweitig anheuern, als Elvis Impersonator auf einer Firmenfeier, wie folgendes Video zeigt. Man muss ihm ja zugute halten, kreativ ist er und weiss, wie man einen schnellen Dollar macht…aber singen kann er wirklich nicht!

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Fliegende Hunde

In Amerika ist alles möglich, sogar das….eine neue Airline eröffnet ihre Fluglinien in der Wirtschaftskrise. Allerdings hat sie als Zielgruppe nicht die Business Flieger im Sinne, oder vielleicht doch, aber eben nur indirekt. Lange Rede kurzer Sinn. Es geht um eine Fluggesellschaft, die ausschliesslich Haustiere transportiert.

Pet Airways heisst die neue Airline und gehört dem Ehepaar Alysa Binder und Dan Wiesel (!). Die beiden hatten die Idee, nachdem der Transport ihres Jack Russell Terriers mit Schwierigkeiten endete. Und nun haben sie eben eine eigene Fluglinie für Haustiere gegründet. Die Flugzeuge fliegen zwischen New York, Washington, Chicago, Denver, und Los Angeles hin und her. Ein Ticket an Bord kostet 250 Dollar, ungefähr so viel, wie die Mitnahme von Waldi im Transport einer kommerziellen Airline. Doch im Gegensatz zu den Personenflugzeugen fliegen die Hunde oben mit, wo normalerweise Sitze sind, befinden sich Transportboxen. Alle 15 Minuten wird nach den Vierbeinern geschaut und es gibt Zwischenlandungen mit Gassigehen, Ausruhen und Fresspausen. Wichtig erscheint vielen Hundebesitzern gerade die enge Betreuung von Hasso, Bello und Wauzi vor, während und nach dem Flug zu sein.

Die Nachfrage ist da, denn die Flüge sind schon jetzt auf Monate hinaus ausgebucht. Und die grossen Airlines scheinen von der Idee angetan zu sein und überlegen, ob sie ihre Transportmöglichkeiten für Haustiere verbessern und ausbauen.