Der Totalausfall der Regierung

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Seit Dienstag ist die amerikanische Regierung im Urlaub. Behörden sind geschlossen, Nationalparks dicht, sogar Armenspeisungen, die mit Bundesmitteln finanziert werden, fallen aus. Mehr als 800.000 staatlich Bedienstete sind in den unbezahlten Sonderurlaub geschickt worden. Kein Ende ist in Sicht. Noch verhalten sich die Amerikaner ganz ruhig, doch mit jedem Tag, an dem weiter nichts passiert, steigt der Druck auf die Politiker in Washington. Dazu der aktuelle Audiobeitrag.

Die Seehunde sind aufgetaucht

Seehunde in FlorenceEs war die Frage aller Fragen in San Francisco. Fast über Nacht verschwand die riesige Seehundpopulation, die sich seit Jahren am Pier 39 breit gemacht hatte. Keiner wusste, wohin die mehrere tausend Seehund starke Gruppe geschwommen war. Doch nun tauchten sie wieder auf. Rund 2000 der Meeressäuger steckten nun vor der Küste Oregons ihre Köpfe aus dem Wasser. Einige Hundert nisteten sich gleich in Höhlen unweit der Stadt Florence ein.

Der Grund für die Abwanderung der Seehunde aus der San Francisco Bay Area scheint nun auch geklärt zu sein. Vor der Küste Oregons ist das Wasser kälter, die Strömung kommt direkt von Alaska und dort sind Heringe und andere Köstlichkeiten für die Seehunde zu finden. Das El Nino Phänomen in diesem Jahr hat nämlich die Fische nach Norden verdrängt, nun sind die Seehunde einfach hinterher geschwommen. Ob sie wieder zurück in de Bay Area kommen ist fraglich. Erst nach dem grossen Loma Prieta Erdbeben 1989 verlegten die Seehunde ihren Ruheplatz von vor dem Cliff House nach Pier 39.

Seehunde tauchen ab

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Nach dem Loma Prieta Erdbeben von 1989 siedelten sich die Seehunde in der San Francisco Bay Area am Pier 39 an. Niemand konnte erklären, was die Tiere dazu brachte ihren Felsen vor dem Cliff House zu verlassen und sich auf den Holzstegen am Pier 39 breit zu machen. Und nichts half die lautstarken Seehunde wieder zu vertreiben, über die sich zwar die Touristen freuten aber die Fischer und Händler in der Gegend beschwerten. Über die Jahre akzeptierte man allerdings diese Touristenattraktion. Die Seehund Rettungsstation „Marin Mammal Centre“ in Sausalito eröffnete sogar einen Informations- und Geschenkestand.

Pier 39Am 23. Oktober wurden am Pier 39 sage und schreibe 1701 Seehunde gezählt, die teils in Schichten übereinander und kreuz und quer lagen. Man kam sich vor wie in der Strassenbahn nach einem mal siegreichen Clubspiel, so laut und so voll war es. Doch dann passierte etwas völlig unerwartetes. Am Montagabend schlummerten gerade mal vier Seehunde auf dem Pier. Keiner weiss, was geschehen war, niemand kann sagen, wo der Rest der Herde abgeblieben ist. Alles ist mausestill, ruhig, nix mehr los am Pier und die Touristen ziehen enttäuscht von dannen.