Bilderberg im US Wahljahr

2008 gab es zuletzt ein Treffen der „Bilderberg“ Gruppe in den USA. Damals, so wird von „Eingeweihten“ behauptet, wurde in Chantilly, Virginia, der neue amerikanische Präsident bestimmt. Bis dahin lagen Hillary Clinton und Barack Obama im demokratischen Vorwahlkampf Kopf an Kopf. Doch dann zog Clinton überraschend zurück, Obama wurde der Kandidat und schließlich Wahlsieger in der Novemberwahl gegen den Republikaner John McCain. Sowohl Hillary Clinton wie auch Barack Obama sollen von den Bilderberg Mitgliedern zu ihrem jährlichen Treffen eingeladen worden sein. Am 5. Juni des Jahres verschwanden beide spurlos für ein paar Stunden, ihre dichten Terminkalender zeigten eine Lücke auf. Für ein wichtiges Treffen waren schon im Vorfeld etliche Stunden blockiert worden. Aber was? Und wo? Und warum? Was genau im Konferenzraum in Chantilly gesprochen und beschlossen wurde ist nicht bekannt, klar ist nur, dass Verschwörungstheoretiker fest davon überzeugt sind, dass die Wahl 2008 nicht erst am Wahltag im November entschieden wurde.

„Bilderberg Meetings“ finden seit 1954 statt. Die Gruppe ist ein nicht-öffentlicher Club, zu dem man nur auf Einladung Zugang bekommt. Sie selbst stellt sich als ein unabhängiges, internationales und formloses Forum dar. Die Liste der Mitglieder ist ein „Who is Who“ aus Politik, Wirtschaft, Hochfinanz, Industrie, Medien. Es sind einflußreiche Menschen, die sich hier treffen und über Dinge sprechen, die nicht nach draußen dringen. Viele meinen, hier handele es sich um die eigentliche Schaltzentrale der Weltpolitik. Die Gruppe sei so einflußreich, dass hier Präsidenten und politische Führungen, Richtungen und Entscheidungen auf der Weltbühne bestimmt werden.

Und nun ist es wieder soweit. Vom 31. Mai bis zum 1. Juni findet erneut eines der sagenumwobenen und geheimen „Bilderberg Meetings“ statt. Erneut in hochgesicherten Tagungsort in Chantilly, Virginia, im Wahljahr 2012 unweit der amerikanischen Hauptstadt. Im Web kursieren schon wieder Vermutungen und Gerüchte, Theorien und Hirngespinste was dieses mal dort besprochen werden könnte und ob Barack Obama eine zweite Chance als amerikanischer Präsident bekommen wird. Wir die Normalsterblichen müssen uns leider bis zum 6. November gedulden, erst dann erfahren wir, was ganz sicher schon heute in Bilderberg Kreisen bekannt ist….

 

75 Minuten Fußball – das langt!!!

Gleich mal vorweg, ich bin kein Freund der Deutschen Welle. Ich habe ihr Programm in den USA, in Kanada und eben auch in Afrika gehört und mich oft genug fragen müssen, was das eigentlich soll? Wäre es nicht sinnvoller, gemeinsam mit den Auslandsprogrammen anderer europäischer Staaten einen Radiosender nach dem Fernsehvorbild Euronews aufzubauen? Billiger wäre es allemal.

Egal, was ich eigentlich erzählen wollte…ich fahre heute durch Ruanda, habe das Radio an, höre die Deutsche Welle und dann um halb fünf fangen sie tatsächlich an die Fußballbundesliga zu übertragen. In einer Konferenzschaltung. Super, denke ich mir. Mir kommen fast die Tränen, als sie live nach Dortmund zu meiner Borussia schalten. Ich mitten im tiefsten Afrika und da höre ich die Gesänge aus dem Stadion. Dann der Club….klar, auch da höre ich hin, dachte mir sogar, da schreib ich doch mal einen positiven Blogeintrag über die DW…und was passiert um Schlag 17 Uhr, die Nasen von der Deutschen Welle schalten die Nachrichten auf…in Kisuaheli….da quakt dann eine Tante schlappe acht Minuten. Kein Witz! Ich denke, mein Gott was soll das und hoffe auf das Ende der News….Und was passiert, eine ganz neue Sendung in Kisuaheli beginnt auf der Frequenz der Deutschen Welle.

Ja, haben die sie noch alle, ist ein Fußballspiel nach 75 Minuten zu Ende? Erstens, warum überträgt man die Bundesliga, wenn 15 Minuten vor Schluß für den Reporter Schluß mit Torjubel ist? Ich verpasse zwei Tore vom BVB, den Ausgleich des Clubs und noch so einiges mehr…das geht doch nicht!!! Und dann – zweitens – als Radiomann kriege ich Hitzewallungen und einen ganz dicken Hals, wenn man eine Live-Schaltung 15 Minuten vor Abpfiff beendet. Das geht überhaupt nicht! Die Deutsche Welle wird mit Steuermitteln finanziert, also bei dem Kram was da manchmal gesendet und gemacht wird frage ich mich schon, ob da überhaupt mal ein Parlamentarier zuhört, denn das Budget für den deutschen Auslandsrundfunk wird ja vom Bundestag verabschiedet.

Der Club ist überall

Im Nordwesten von Ruanda. Die Vulkane im Dreiländereck Ruanda/Uganda/DRC. Dort findet man auch die Gorillas, zu denen man in geführten Gruppen marschieren kann. Als Tourist zahlt man schlappe 500 Dollar. Eine wunderschöne Landschaft, viel Grün, aber eben auch rauh aufgrund der noch aktiven Vulkane. Und hier oben sehe ich einen Ruander, der mit einem Trikot des 1.FCN rumläuft. Klar will ich ein Bild machen, doch der will nicht. Ziert und zickt da rum, als wollte ich es ihm vom Leib reißen. Auch das Argument, ich komme immerhin aus der Stadt und wolle nur ein Photo machen, nutzt nichts. Er macht auf blöd. Und einfach so mal schnell knipsen geht auch nicht, zu viele stehen schon um den jungen Mann herum und diskutieren und Knips und weg könnte Probleme mit sich bringen. Die Ruander lassen sich nicht gerne photographieren. Keine Ahnung warum, aber es ist schade, denn man sieht hier so viel wunderschöne AugenBlicke, z.B. was hier alles auf dem Kopf getragen wird. Alleine mit so einer Bildserie könnte man ganze Bücher füllen.

Na gut, soll nicht sein, steht dem Ruander eh nicht, das FCN Trikot…der Heini!!!

Über eine Huppelpiste geht es von Gisenyi, direkt an der Grenze zum Kongo, runter nach Kibuye. Fast parallel entlang des Lake Kivu Ufers, hinauf in die Bergkette. Ein wunderschöner Blick fast hinter jeder Kurve. Mal die gewaltigen Vulkane, mal ein Blick auf Goma hinter der Grenze, mal auf den wunderschönen See, da kann der Bodensee dagegen auslaufen. Die Fahrt geht vorbei an riesigen Teefeldern und anderen Anbauprodukten. Und auch einige Kühe weiden hier oben, erinnert sehr an dieses Plattencover von Pink Floyd’s “Atom Heart Mother”.

Für 75 Kilometer benötigt man fast dreieinhalb Stunden. Erster, manchmal zweiter und so gut wie nie dritter Gang. Kurvenreich und steinig ist die Straße. Doch Ruanda ist ein Land auf dem Vormarsch, auch hier in der Pampa merkt man das. Es ist organisiert und kontrolliert, auch wenn auf dem Land die Armut sichtbarer ist, die Infrastruktur weitgehend fehlt. Aber auch hier wurden schon Fiberglaskabel verlegt, Ruanda ist startbereit für die Zukunft, oder zumindest will man das sein. Aber hier oben im Nordwesten des Landes wird auch deutlich, dass all die Bemühungen der Regierung in Kigali an Entwicklungen in der Region geknöpft sind. Hier findet man noch Flüchtlingslager der UN, Wiedereingliederungslager für ehemalige Milizenkämpfer, die zum Teil mit deutschen Geldern finanziert werden. Und der Blick über die Grenze macht klar, wie nah die Gefahr lauert. Selbst Kongolesen, die man in Gisenyi trifft, erklären einem, Goma als solches sei sicher, doch man könne das Stadtgebiet nicht verlassen. Sicher sei nur die Reise über die Grenze ins benachbarte Gisenyi. Und tatsächlich trifft man am Seeufer in Gisenyi viele junge und wohlhabende Kongolesen, die Party machen. Unterdessen geht der Krieg der Milizen unvermindert weiter in Nord- und Süd Kivu. Die Gefahr wächst, dass die Gewalt auch wieder über die Grenze nach Ruanda schwappen könnte oder dass die Kagame Regierung in Kigali entscheidet, die Situation jenseits der Grenze sei eine Gefahr für die innere Sicherheit. Die ruandische Armee ist eine der bestausgebildetsten in Afrika und marschbereit in Richtung Kongo.

Und hier am Lake Kivu sitzt man, blickt auf diese traumhaft schöne Landschaft. Vögel zwitschern und krächzen, singen und feiern Vogelhochzeit. Ein paar Fischer in ihren langen Einbäumen paddeln singend vorbei. Das Grün ist vielschichtig und für mich als Grünschwächelnder gar nicht so richtig zu erkunden. Der Nachthimmel ein einziges klares Sternenglitzern. Hier im Herzen von Afrika scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Kein Flugzeug am Himmel, kaum Autos unterwegs, alles wirkt friedlich. Es ist gar nicht so leicht, einfach mal eins, zwei, drei, vier, fünf und sechs gerade sein zu lassen. Hier steht die Zeit….die Frage ist, für wie lange noch.

Megaherz are back

Lex (Megaherz)Die neueste Megaherz Platte ist ein Remix Album. Bands wie Die Krupps, Funker Vogt, Suicide Commando u.a. haben sich darauf die Songs der Müncher zur Brust genommen. Herausgekommen ist ein Doppelalbum mit ganz neuen Tönen: Megaherz im Clubgewand.

Mit Spannung wurde das Album von den Fans diesseits und jenseits des Atlantiks erwartet. Ich habe mit Lex, dem Sänger der Band, über die Platte, Remixe allgemein und die Zukunftspläne von Megaherz gesprochen.

Das gesamte Interview kann man

hier hören.     

Seehunde tauchen ab

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Nach dem Loma Prieta Erdbeben von 1989 siedelten sich die Seehunde in der San Francisco Bay Area am Pier 39 an. Niemand konnte erklären, was die Tiere dazu brachte ihren Felsen vor dem Cliff House zu verlassen und sich auf den Holzstegen am Pier 39 breit zu machen. Und nichts half die lautstarken Seehunde wieder zu vertreiben, über die sich zwar die Touristen freuten aber die Fischer und Händler in der Gegend beschwerten. Über die Jahre akzeptierte man allerdings diese Touristenattraktion. Die Seehund Rettungsstation „Marin Mammal Centre“ in Sausalito eröffnete sogar einen Informations- und Geschenkestand.

Pier 39Am 23. Oktober wurden am Pier 39 sage und schreibe 1701 Seehunde gezählt, die teils in Schichten übereinander und kreuz und quer lagen. Man kam sich vor wie in der Strassenbahn nach einem mal siegreichen Clubspiel, so laut und so voll war es. Doch dann passierte etwas völlig unerwartetes. Am Montagabend schlummerten gerade mal vier Seehunde auf dem Pier. Keiner weiss, was geschehen war, niemand kann sagen, wo der Rest der Herde abgeblieben ist. Alles ist mausestill, ruhig, nix mehr los am Pier und die Touristen ziehen enttäuscht von dannen.

Gratulation aus Übersee

Ich bin in der Nacht runter nach Ojai gefahren, das liegt in Südkalifornien. Als mir mein Hund heute morgen überhaupt keine Ruhe mehr gelassen hat, er mal rein und mal raus wollte, griff ich schliesslich zum iphone. Als News Junkie überfliege ich gerne und gleich am Morgen die Schlagzeilen von dem was passiert ist, während ich dahin schlummerte. Gleich poppte auch die Mail von Darrel auf, der Nürnberger in Las Vegas (Nürnberg Plus berichtete): „Alder…der clubb is fei widder aufgschiiing…:-)“.

Also, gleich auf die Nürnberger Zeitung Online und alles genau gelesen…Von daher, Gratulation von hier drüben, von uns beiden Nürnbergern im Ami-Land. Es ist einfach besser, am Wochenende die Spiele Nürnberg gegen Hamburg oder Schalke mitzuverfolgen, als über ein Match gegen Wehen zu lesen. Der Club hat einfach nichts in der 2. Bundesliga verloren. .