Vom Rauchen und Trinken

Auch in der Schweiz gibt es seit Anfang Mai strenge Nichtrauchergesetze. Nicht nur in Bayern soll der blaue Dunst der erfrischenden Kneipenbrise weichen. Doch das ist nichts neues in San Francisco und Kalifornien, hier darf man schon seit Jahren auch als Nichtraucher wieder tief in den Bars durchatmen.

San Francisco ist die Partnerstadt von Zürich, natürlich wollte man dort genauer wissen, was sich an der Pazifikküste tut. Die Meldung, dass nun auch Colaautomaten aus Gesundheitsgründen geleert werden, stieß auf grosses Interesse.

Hier dazu ein Audiobeitrag: Colaverbot auf Radio 24

Jetzt kommt das Colaverbot

Coca Cola AutomatIn Bayern darf in Kneipen, Restaurants und Bierzelten nicht mehr geraucht werden. Das ist schon lange ganz normal in Kalifornien. Und hier geht das sogar nocht weiter, in vielen öffentlichen Parks, an Stränden an Bushaltestellen darf nicht mehr geraucht werden….und keiner muckt auf.

Nun ist der Kampf gegen Fettleibigkeit eröffnet. Viele Städte machen ernst. Gavin Newsom, Bürgermeister von San Francisco hat nun beschlossen, die Getränkeautomaten in allen öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen neu füllen zu lassen. Es dürfen fortan keine Cola, keine Limo oder kalorienreiche Getränke mehr angeboten werden. Vielmehr sollen Frucht- und Gemüsesäfte, Wasser, Soja- und Reismilchgetränke angepriesen werden. Das ist eine deutliche Kampfansage an die Konzerne Coca Cola und Pepsi Cola.

Newsom beruft sich bei seiner Entscheidung auf jüngste wissenschaftliche Ergebnisse der UCLA, die belegen, dass Erwachsene, die pro Tag einen Softdrink trinken, eine 27 prozentige höhere Wahrscheinlichkeit haben fettleibig zu werden. Die Limoindustrie lege quasi die Basis für das Gewichtsproblem in den USA, und das koste dem Staat jährlich rund 41 Milliarden Dollar.

San Francisco ist nicht die erste Stadt, die sich gegen Softdrinks wendet. Die Frage ist nun, wann dieser Trend nach Deutschland überschwappt