„Palin ist keine Präsidentin“ (Colin Powell)

Sarah Palin war am Samstagabend zu Gast bei „Saturday Night Live“, der wohl bekanntesten amerikanischen Comedy-Sendung überhaupt. Seit Wochen schon macht man sich dort über die Gouverneurin von Alaska lustig und nun kam sie selber, um zu zeigen, dass sie Humor hat. Und natürlich wollte sie sich der Fernsehnation in einem ganz anderen Rahmen präsentieren.

Auf „You Tube“ findet man das Video leider nicht, denn anscheinend wurden alle Mitschnitte wieder gelöscht. Doch hier kann man es sehen. Einen kleinen Ausschnitt gibt es auch auf dieser „You Tube“ Seite, Palin sieht da etwas verstört beim Rap aus.

Was als Wochenende des McCain/Palin Teams gedacht war, entpuppte sich am Sonntag als Niederlage. Colin Powell, der frühere Aussenminister unter George W. Bush und Vier-Sterne-General, sprach sich für Barack Obama als Präsidenten aus. Er sei zwar mit John McCain befreundet, doch in der jetzigen Zeit brauche Amerika einen Präsidenten des Übergangs. Und das sei Obama. Auch störe ihn der negative Ton in der republikanischen Partei und im McCain Lager. Besonders aufgestossen ist ihm die Wahl von Sarah Palin, der er schlichtweg die Fähigkeit absprach, Präsidentin zu sein, was ja die Rolle des Vize-Präsidenten ist.

Das gesamte Interview gibt es hier:

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Die Auswirkungen von Colin Powells Parteinahme sind noch nicht abzusehen. Doch gerade in den hart umkämpften Bundesstaaten Florida, Virginia und Ohio könnte sie gut ankommen. Powell wird als international erfahrener Staatsmann und General gesehen und respektiert. Gerade in diesen „Battleground“ Staaten leben unzählige Veteranen, die sehr viel von Powell halten. Und seine Unterstützung für Barack Obama könnte gerade McCains Basis bei ehemaligen und aktiven Militärangehörigen schmälern.

Der Wahlkampf scheint gelaufen und entschieden zu sein. Nicht nur seit dem heutigen Sonntag, doch Powells Worte sind eine weitere verlorene Runde für John McCain, dem die Zeit davon läuft.