Brutale Tiervideos „outlawed“

Bereits 1999 wurde in den USA ein Gesetz gegen sogenannte „Crush“ Videos verabschiedet, das die Produktion und Verbreitung solcher Filme verbot. „Crush“ Videos sind Fetisch Filme, in denen vor allem Frauen barfüssig oder in High Heels kleinere Tiere zertreten. Jeder US Bundesstaat hat Gesetze, die Tierquälerei verbieten. Doch im Falle dieser Filme war es schwer den Tätern auf die Spur zu kommen, denn die Frauen werden in diesen Filmen meistens nicht ganz gezeigt.

Kleiner HundAnfang des Jahres hatte jedoch das Bundesverfassungsgericht in den USA das Gesetz von 1999 mit der Begründung es sei zu allgemein und ein Eingriff in die Meinungsfreiheit außer Kraft gesetzt. Der US Kongress wollte sich damit aber nicht abfinden. Nun wurde erneut eine gesetzliche Regelung verabschiedet, und dies parteiübergreifend, das die Verbreitung und Produktion solcher Filme verbietet, in denen Tiere gequält, verbrannt, ertränkt, erstickt und erstochen werden. Das Gesetz ist nun enger gefaßt und soll somit vor Gericht nicht angefochten werden können. Der republikanische Abgeordnete und einer der Initiatoren des Gesetzes, Elton Gallegly, erklärte in seiner Begründung, dass man hier unbedingt einschreiten mußte, denn Tierquälerei führe später in den meisten Fällen auch zu Gewalt gegen Personen.

Ausgenommen im Gesetz sind Filme übers Jagen, Fallenstellen und Fischen.

Hundekampf ist Meinungsfreiheit

Die Amerikaner lieben ihre sogenannte Meinungsfreiheit. Darunter packen sie alles, was woanders als kriminell, geschmacklos, verabscheuend angesehen wird. Nun hat der oberste Gerichtshof in den USA ein Urteil gefällt, das katastrophale Folgen haben wird. In einer 8:1 Entscheidung erklärten die Verfassungsrichter, dass Videos von brutalen Hundekämpfen unter die Meinungsfreiheit, die „Freedom of Speech“ fällt. Hundekampf

Die Richter erklärten ein 1999 vom US Kongress verabschiedetes Gesetz gegen solche Filme als verfassungswidrig. Damals waren rund 3000 Videos von Hundekämpfen im Handel. Der Gesetzgeber reagierte und machte solche Filme illegal, klagte einen Händler an, der sich als „Journalist und Autor“ bezeichnet. Doch der Mann ging in die Berufung, bis der Fall schliesslich vor dem Verfassungsgericht landete. Die Folgen dieses Urteils sind schon jetzt zu sehen, brutalste Kampffilme, sogenannte „Crush Videos“ zwischen Hunden sind bereits wieder auf dem Markt, diesmal ganz legal erhältlich. Armes Amerika!