Raucherwitwe erhält 23,6 Milliarden Dollar Schadensersatz

Michael Johnson starb 1996. Der langjährige Raucher hatte Lungenkrebs. 2008 verklagte seine Witwe Cynthia Robinson den Tabakkonzern „R.J. Reynolds Tobacco Co.“ und nun wurde das Urteil gefällt. Eine Jury in Florida sprach der Frau 23,6 Milliarden Dollar zu. Florida hatte 2006 Tür und Tor für solche Urteile geöffnet, nachdem das Verfassungsgericht des Bundesstaates eine Sammelklaeg über 145 Milliarden Dollar verworfen hatte.

Es hat sich ausgeraucht in den USA.

Es hat sich ausgeraucht in den USA.

Auch erklärte damals das Gericht, dass Raucher und ihre Familien nur noch belegen müßten, dass sie Nikotin abhängig seien oder waren und Rauchen zur Krankheit oder zum Tod führte. Von einem Nachweis, dass die Firmen wissentlich ein schädigendes Produkt vertrieben hatten, war keine Rede mehr.

Cynthia Robinson erkannte ihre Chance, klagte und bekam nun ihr Urteil, das jeden Rahmen sprengt. Die Tabakindustrie ist geschockt, Anti-Raucher Inititiativen sind begeistert. Denn wenn das Urteil in der Berufungsverhandlung bestehen bleiben sollte und somit neue Prozesse losgetreten werden würden, bedeutete das den Totalbankrott der amerikanischen Tabakindustrie. Warnhinweise auf den Zigarettenpackungen, ein Verbot von Werbung, ein erschwerter Zugang zu Tabakprodukten für Jugendliche, all das hat nichts gebracht. Die Tabakindustrie in den USA wurde schon lange zum Sündenbock der Nation gestempelt. Von Selbstverantwortung eines Rauchers keine Spur.

Der Marlboro Man, Joe Camel und das HB Männchen können derzeit im Werbeolymp nur noch den Kopf schütteln und per Rauchzeichen von den guten alten Zeiten sprechen…paff, paff.