Tote Deutsche in Kalifornien aufgefunden

Sie verschwanden am 22. Juli 1996. Die 27jährige Cornelia Meyer und ihr vierjähriger Sohn Max. Ihr 34jähriger Freund Egbert Rimkus und dessen zehnjähriger Sohn Georg Weber. Die vier aus Dresden befanden sich auf einer Kalifornien Rundreise und kamen aus Las Vegas. Doch im Death Valley, dem heissesten Ort Nordamerikas, verschwanden sie spurlos. An den Tagen im Juli 1996 erreichte das Thermometer im Death Valley rund 50 Grad Celsius. Ohne Wasser und Verpflegung sind die Überlebenschancen in dieser brutalen Umwelt nach dem dritten Tag gleich Null. Nur der Mietwagen der Dresdner konnte Monate später aufgefunden werden.

Georg WeberAuf Online Seiten über vermisste Kinder wurden sogar Phantombilder eingestellt, wie der damals zehnjährige Georg Weber heute aussehen könnte. Man ging sogar davon aus, dass sein Vater ihn nach Costa Rica gebracht habe und dort mit ihm in der Künstlerkolonie lebe.

Am heutigen Freitag nun fanden Wanderer im Death Valley National Park menschliche Knochen, die zu einem oder mehreren der vier gehören könnten. In der Nähe der Knochen wurde auch ein Ausweis der Vermissten entdeckt. Der Ort liegt rund vier Meilen südlich von dem Platz an dem Monate nach dem Verschwinden der Touristen der gemietete Minivan gefunden wurde. Nichts deutet bislang auf eine Straftat hin, die genaue Identifizierung der Knochen kann Wochen dauern.

Charles Manson und die Popkultur

Vor 40 Jahren töteten Charles Manson und seine Kult-Mitglieder sieben Menschen, darunter die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate. In der Nacht des 8. August 1969 drangen sie in das Haus der Roman Polanski Freundin in Los Angeles ein und richteten ein Blutbad an. In der kommenden Nacht ein weiterer brutaler Doppelmord.

Manson und seine Mitstreiter wurden 1971 zum Tode verurteilt, die Höchststrafe jedoch nach der zeitweiligen Abschaffung der Todesstrafe 1972 in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt. Noch heute sitzt Manson im Gefängnis. Nach Folsom und San Quentin nun in Corcoran Bay.

Charles Manson ist eine Popikone. Seine apokalyptischen Szenarien zogen und ziehen nach wie vor Menschen an. Seine Lieder wurden von den Beach Boys, Guns’n Roses und Marilyn Manson gesungen, sein Konterfei ist auf vielen Postern zu finden, über sein Leben und seine Geschichte wurden etliche Dokumentationen und Beiträge produziert.

Aber eigentlich ist Charles Manson ein Irrer, der mit einer verschrobenen und an der Scientology angelehnten Philosophie den Weltuntergang herbeiredete. Und Reue kennt dieser Mann nicht, wie man in dem folgenden Video sehen kann. Manson ist vielmehr ein Mann, der im Gerichtssaal, nachdem er sich eine Glatze scherte, erklärte: „Ich bin der Teufel und der Teufel hat immer einen Kahlkopf“.

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