Zum Schluss ein Prost und „Apple Pie“

John Christgau kennen wahrscheinlich nur wenige meiner Leser. Die, die mit dem Namen etwas anfangen können, wissen, dass er der erste war, der über die Internierung deutscher Staatsbürger in den USA ein Buch geschrieben hatte. „Enemies“ heisst es und erzählt die Geschichte eines amerikanischen Kapitels, das noch nicht geschlossen ist. Denn eine Verhaftungs- und Internierungswelle wäre wieder in den USA möglich. Genau so, wie es sie nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor gegen Hundertausende Japaner, Deutsche, Italiener und Amerikaner mit japanischer Herkunft gegeben hat.

Gestern war der „Memorial Service“, die Gedenkveranstaltung, für John Christgau im „Community Center“ Belmont, südlich von San Francisco. John war vor ein paar Monaten gestorben. Weit über 200 Frauen und Männer kamen. Familie, Freunde, Nachbarn, Wegbegleiter, ehemaliger Schüler. John war bis zu seiner Pensionierung ein High School Lehrer, der, wie es etliche Redner erklärten, ihr Leben verändert hat. Denn er war jemand, der sich einsetzte, der zuhörte, der Geschichten erzählen konnte, der ehrlich, offen und voller Humor war.

Ich traf ihn mehrmals für Interviews zum Thema der Internierung der Deutschen, brachte ihn mit dem deutschen Generalkonsulat zusammen, denn die Geschichte, die er in seinem Buch erzählte, war und ist den meisten unbekannt. Wir blieben bis zu seinem Tod in Kontakt. Und er war ein besonderer Mensch, der einem immer das Gefühl gab, etwas besonderes zu tun und zu machen. Er fragte nach, zeigte Interesse, bestärkte mich darin, diese Geschichte zu erzählen, gab mir bereitwillig seine Kontakte. Damals reiste ich für ein Feature nach Seattle, nach New Hampshire und nach Arizona, um vor Ort teils sehr emotionale Interviews mit ehemaligen Internierten zu führen. Denn sie sprachen oftmals zum ersten Mal ganz ausführlich über ihre Erlebnisse, die sie vergessen wollten, doch nie vergessen haben. Daraus entwickelten sich Freundschaften, die noch immer anhalten. Auch dafür sei John Christgau gedankt.

Als Journalist trifft man über die Jahre viele Menschen an vielen Orten in vielen Situationen. Wenn ich an die Gespräche mit John denke, dann muss ich lächeln. Er war besonders, allein durch seine Art, seine Offenheit, sein Engagement. Daran dachte ich, als ich gestern seinen ehemaligen Schülerinnen und Schülern, seinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, seinen Töchtern zuhörte. Zum Abschied gestern gab es Apfelstrudel, auf Wunsch von John. Fast 20 verschiedene Kuchen standen da, gebacken von seinen Freunden….seine Tochter sagte es am Schluss mit seinen Worten: „Let’s have some piiiieeeee“.

Deutsche Internierte im Zweiten Weltkrieg     

Nazis in den USA

20.000 Anhänger des German-American Bund kamen im Februar 1939 in den Madison Square Garden.

Am 20. Februar 1939 war der Madison Square Garden Schauplatz eines gewaltigen Nazi-Aufmarsches. Es war als „Pro American Rally“ angekündigt, doch hier marschierte der BUND, eine von Deutschland aus gesteuerte US Nazi-Organisation, die im ganzen Land aktiv war. Die Machtdemonstration in New York City sollte die Amerikaner beeindrucken und sie für die Politik Hitlers gewinnen. Doch es hatte Konsequenzen für alle Deutschen, die in den USA lebten.

 

Die deutschen Vereine zwischen New York und San Francisco waren nach der Anti-Deutschen Stimmung in den Jahren 1914 bis 1918 kaum wieder erstarkt, hatten wieder zueinander gefunden, waren erneut im öffentlichen Leben von San Francisco mit Festen, Umzügen und Veranstaltungen präsent, als mit der Machtübernahme Hitlers 1933 eine deutliche Zeitenwende eingeläutet wurde. Gerade die politischen Vereine, wie der Arbeiterbildungsverein San Francisco waren davon betroffen. In der vereinseigenen Tiv Halle kam es immer wieder zu heftigen, kontroversen Diskussionen. Einige wenige Mitglieder applaudierten dem starken Führer und betonten, Deutschland brauche genau so einen Mann in dieser schwierigen Zeit. Doch der Großteil der Vereinsmitglieder stand zu seinen “roten Wurzeln” und verwies in den Diskussionen auch darauf, was in Deutschland mit Sozialdemokraten, Sozialisten, Kommunisten und organisierten Arbeitervertretern passierte. Ein ideologischer Bruch ging durch die eigenen Reihen. Befeuert wurde der auch von organisierten Auslandsdeutschen, die ihre Befehle direkt aus Berlin erhielten.

Knute Berger ist Journalist in Seattle, für das Newsmagazin “Crosscut”, er hat intensiv über die Aktivitäten der Nazis in den 1930er Jahren an der Westküste recherchiert: „Mir wurde gesagt, dass es einen Generationenschnitt gab. Jene Deutsche, die vor dem ersten Weltkrieg gekommen waren, waren nicht unbedingt für Hitler. Einige der Jüngeren glaubten an diese Idee des neuen Deutschlands an die wirtschaftlichen Fortschritte, die gemacht werden. Da gab es sicherlich einen Bruch.“

Karl Hartmann kam kurz nach dem Ende es zweiten Weltkrieges nach San Francisco und war langjähriger Präsident des Arbeiterbildungsvereins. Er lernte noch viele der alten Mitglieder kennen und hörte, was sie über diese schwierige Zeit im Verein berichteten: „Das war auch das Ende vom Arbeiterbildungsverein, von seiner Blütezeit. Denn von ’33 an, da ist das nur noch ein Vegetieren gewesen. Da haben ja die meisten Angst gehabt. Ein Freund von mir, ich weiss, der war beim BUND, der war immer stolz, dass er im Madison Square Garden reinmarschiert ist, in seinem weißen Hemd und der Hakenkreuzbande. Genau wie bei der SA. Ich fragte ihn, wie viele seid ihr denn gewesen und er: 20.000. Ich sag, du hast doch einen Vogel. 20.000, sagt er, glaub es oder nicht, was denkst du, wie wir marschiert sind, was da los war.“

Bereits im Mai 1933 gab Rudolf Hess Heinz Spanknöbel den Auftrag in den USA eine Nazi-Organisation aufzubauen. Spanknöbel kam 1929 als Pastor der Adventisten in die USA. Er gründete die “Freunde des Neuen Deutschland”, die dann im März 1936 in den “Amerikadeutschen BUND” übergingen. Deren Bundesführer wurde Fritz Julius Kuhn, der in 20er Jahren in die USA kam und 1934 amerikanischer Staatsbürger wurde. Kuhn versuchte, die deutschen Vereine in den USA zu einen und auf Kurs für Hitler-Deutschland zu bringen. Mit Paraden und Massenveranstaltungen wollte man die Deutschen begeistern. Und nicht nur in New York marschierte der BUND ganz im Sinne der Nazis auf. Auch in San Francisco war man aktiv. Unterstützung bekamen sie direkt aus dem Deutschen Generalkonsulat, wie Knute Berger berichtet: „In den späten 30ern, ungefähr 1937, gab es einen Generalkonsul in San Francisco, der auch noch weitere Kollegen in anderen Westküstenstädten hatte. Er hieß Manfred Freiherr von Killinger und war ein erklärter Nazi der ersten Stunde. Er unterstützte die engen Verbindungen zwischen Nazi-Deutschland und dem Deutsch-Amerikanischen Bund. Einige warfen ihm vor, das zu aggressiv betrieben zu haben. Das San Francisco Konsulat war auch für die Spionage im gesamten Westen der USA bis nach Salt Lake und runter an die mexikanische Grenze zuständig. Und man warb für Gruppen wie den Bund, die “Silver Shirts” und in Mexiko die “Gold Shirts”, alles Braunhemden. Das jedoch führte zu Widerstand. Von Killinger wurde vorgeworfen zu weit zu gehen und den Bund in eine Richtung zu drängen, was dazu führte, die Loyalität vieler Deutsch-Amerikaner zu hinterfragen und den Bund nicht als kulturelle sondern als politische Gruppe zu sehen.“

Lange Zeit schauten die Amerikaner dem offenen Treiben der Nazis einfach zu. Zu sehr glaubte man an die größere Gefahr durch die Unterwanderung der Kommunisten. Die marschierenden BUND Anhänger, ihre Jugendlager ganz im Sinne der HJ, auch in den Oakland Hills wurde gecampt, wurden einfach nicht richtig ernst genommen. In San Francisco wuchs jedoch der Widerstand gegen die Aktivitäten des BUND und des Generalkonsuls und Hitlervertrauten von Killinger. Gerade auch, weil die deutsche Gemeinde in der Stadt groß und einflussreich war. Das Deutsche Haus im Zentrum, unweit der City Hall gelegen, war vielen ein Dorn im Auge. Sie fragten sich, was spielt sich eigentlich hinter den Mauern dieses Gebäudes wirklich ab. Die Musiker Gewerkschaft in San Francisco, die “American Federation of Musician’s Local Six”, verabschiedete in ihrer Sitzung vom 9. Juni 1938 die folgende Resolution. Interessant dabei ist, dass viele der Mitglieder der Musikergewerkschaft, darunter auch ihr Präsident Walter A. Weber, selbst Immigranten aus Deutschland waren.

Angesichts dessen: In Europa gibt es mehrere Länder, deren Systeme direkt unserer Theorie von Demokratie entgegen stehen, in denen Arbeitnehmervertretungen aufgelöst und verboten wurden und Eigentum beschlagnahmt wurden; und
Angesichts dessen: In etlichen dieser Länder wird gegenwärtig eine Kampagne geführt, die auf religiöser Intoleranz, Rassenhass und Verbitterung basiert; und
Angesichts dessen: In San Francisco soll während des Memorial Day Wochenendes ein Treffen des Deutsch-Amerikanischen Bundes, einer Nazi Organisation in diesem Land stattfinden; und
Angesichts dessen: Organisationen wie die “American Legion”, “Veterans of Foreign Wars”, verschiedene jüdische und andere religiöse Gruppen haben gegen dieses Treffen der Embryo “Sturmtruppen” protestiert und ihre Ablehnung veröffentlicht; und
Angesichts dessen: Der San Francisco Gewerkschaftsbund hat eine Stellungnahme veröffentlicht, in der es heißt, man ist gegen jegliche Form von ausländischen “isms”, die eine Bedrohung für unsere amerikanische Demokratie sind, deshalb soll es sein
Beschluss: Der San Francisco Gewerkschaftsbund spricht sich gegen dieses Treffen aus und erneuert seinen Eid für den Kampf um den Erhalt der amerikanischen Demokratie; und weiterhin
Beschluss: Dass Kopien dieser Resolution an die Presse von San Francisco weitergegeben werden.

Die Deutschen in der San Francisco Bay Area versuchten gegenzusteuern, zu zeigen, dass sie zwar deutsche Wurzeln haben, ihre Sitten und Gebräuche pflegen, aber dennoch Amerikaner sind. Im Protokoll der Sitzung der Hermann Söhne, einer einflussreichen und alten Loge deutscher Einwanderer, heisst es vom 12. Mai 1941:

“Resolution: Eine der ersten Handlungen der Grossloge war die Annahme der folgenden Resolution, die für sich selbst spricht:
Be it resolved that we, the Order of Hermann Sons, an American Organization, in existence One Hundred years do hereby reaffirm our support of our Federal Government, our Constitution and our American way of life.
Be it further resolved that our Order condemns all un-American activities and pledges its united support in stamping out such activities.
Be it further resolved that we, the members of the Order of Hermann Sons, using our rights as free men and women citizens of the United States of America, respectfully protest against any actions which may involve us in the present European conflict, thus endangering our freedom and peace.
Be it further resolved that copies of the foregoing resolution be forwarded to the members of Congress and to the press.

Wichtig dabei zu erwähnen ist, dass die Hermann Söhne ihre Veranstaltungen immer auf Deutsch abhielten und auch ihre Protokolle auf Deutsch verfassten. Hier jedoch wurde ganz bewusst eine Ausnahme gemacht, das Englische gewählt, um deutlich zu machen, wo man sich als deutscher Immigrant in den USA positioniert.

Mit dem Angriff der Japaner auf den Militärstützpunkt Pearl Harbor und der anschließenden deutschen Kriegserklärung gegen die USA vier Tage später, am 11. Dezember 1941, änderte sich das Leben für die Deutschen im ganzen Land, vor allem jedoch in den Küstenregionen. Mit Hilfe eines Gesetzes, das bis ins Jahr 1798 zurückreicht, könnten bei der Gefahr einer Invasion Amerikas, die Staatsbürger von verfeindeten Nationen verhaftet und für die Dauer des Krieges interniert werden. Im Bundesanzeiger, dem Federal Register, ließ Roosevelt die verstärkte Kontrolle von Japanern, Italienern und Deutschen verkünden. Dabei berief er sich auf das 143 Jahre alte Gesetz. Die Japaner und Japan-Amerikaner traf es deutlich stärker als die Deutschen. Weit über 100.000 wurden interniert. Doch das FBI verhaftete in den Folgemonaten auch Tausende von Deutschen, insgesamt etwa 12.000, die in den USA, in Mexiko und sogar Mittelamerika lebten und brachte sie in Internierungslager in die USA, darunter Crystal City, Texas, Fort Lincoln, North Dakota und auch Pacifica, südlich von San Francisco. Die Bewegungsfreiheit von Deutschen am Golden Gate wurde eingeschränkt, tägliche Kontrollen zur Normalität. Erneut brach eine Hysterie im ganzen Land aus. Im Staatsgefängnis von San Quentin wurde sogar von den Gefangenen ein massives Stahlnetz konstruiert, dass vor die Golden Gate Bridge gehangen wurde, um so eine Abwehr gegen deutsche U-Boote zu bieten.

Professor William Insel von der San Francisco State University, der viel über die Immigranten in San Francisco geforscht hat, beschreibt die Loyalitätsfrage in jenen Tagen so: „Ich habe das einmal von einem Italiener gehört, der 1889 in Piedmont, Italien geboren wurde, als 11jähriger nach San Francisco kam, 1915 nach seinem Studienabschluss als Rechtsanwalt Amerikaner wurde. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er vom FBI überprüft, denn man warf ihm vor ein faschistischer Agent zu sein. Das Tenney Kommittee, die kalifornische Version der Anti-Amerikanischen Aktivitäten, fragte ihn, ob er Amerikaner oder Italiener sei. Und er antwortete, “schauen Sie, ich denke über Amerika und Italien genau so wie ich über meine Frau und meine Mutter denke. So lange meine Frau und meine Mutter sich vertragen, so lange muss ich nicht an sie denken. Aber wenn sie sich streiten, oder schlimmer, wenn sie nicht mehr miteinander reden und zu Feinden werden, dann halte ich zu meiner Frau, nicht zu meiner Mutter. Denn meine Frau ist heute und in Zukunft.” Das war seine Erklärung, wie er sich im Zweiten Weltkrieg verhalten würde, nach dem 10. Dezember 1941, als Italien den USA den Krieg erklärte. Und dieser Frage mussten sich auch deutsche Einwanderer im ersten Weltkrieg und einige auch im zweiten Weltkrieg stellen.“

Die deutschen Gemeinden und Vereine haben sich nie mehr so richtig von dieser zweiten Anti-Deutschen Bewegung in den USA erholt. Man zog sich zurück, pflegte die Sprache, die Kultur, die gemeinsamen Feste. Doch politisch traten sie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr auf. Damit verschwand auch der Einfluss und die Bedeutung der deutschen Immigranten in den USA.

Spurensuche in Petaluma

Im Dezember wird alljährlich der Christkindlmarkt in Petaluma gefeiert.

Durch den großen Saal, dann die knarzende Holztreppe hinauf, vorbei an aufgehängtem Weihnachts- und Oktoberfestschmuck. Andy Christiansen holt einen Schlüssel aus seiner Hosentasche und sperrt drei Schränke auf. Vor mir ist das Archiv der Hermann Söhne, eine der wohl ältesten deutschen Verbindungen in den USA und auch hier in der San Francisco Bay Area.

Ich bin in der Hermann Sohn Halle in Petaluma. Diese Loge ist als eine der wenigen noch aktiv. Zur Hochzeit der deutschen Einwanderung gab es rund 90 Logen in ganz Kalifornien. Mehrere Dutzend allein im Großraum San Francisco, darunter auch eine „Albrecht Dürer Loge No. 42“, gegründet am 21. Januar 1916. In dem kleinen Museum im Erdgeschoss und hier in dem Archiv der Hermann Söhne im Lagerraum im ersten Stock kann man die lange Geschichte, den Einfluss und die Größe dieser Verbindung noch erahnen.

In den Protokollbüchern der Hermann Söhne wurden alle Aktivitäten, Ausgaben und Anliegen festgehalten.

Auf diesen Regalen, in einigen Kartons und Mappen liegt nicht nur ein wichtiger Teil der Geschichte der deutschen Einwanderer in Kalifornien. Hier ist auch ein Stück der kalifornischen Geschichte zu finden, einem Bundesstaat, der von Einwanderern aufgebaut wurde. Die Deutschen spielten einen wichtigen Part in der Entwicklung des Golden State. Sie waren vernetzt und in allen Gesellschaftsbereichen vertreten. In den Vereinsbüchern sind die Berufe der Mitglieder angegeben, vom Arzt bis zum Elektriker ist alles vertreten. Und auch die Festschriften zu den jährlich abgehaltenen Großveranstaltungen spiegeln die Breite der Mitgliederschaft wider. Darin kleine Anzeigen von Läden, Handwerkern, Ärzten, Versicherungsvertreter, Anwälten bis hin zu Kulturveranstaltungen. Die deutsche Gemeinde in und um San Francisco war vielschichtig, aktiv und lebendig.

Viel ist nicht mehr geblieben. Das deutsche Haus in San Francisco ist schon lange verkauft, die vielen Geschäfte und Handwerkershops gibt es nicht mehr, die großen Feste werden auch nicht mehr gefeiert. Vor etlichen Jahren bin ich mal mit einem älteren deutschen Freund durch die Stadt gefahren. Er kam 1942 nach der Verhaftungswelle in Mittel- und Südamerika durch das FBI nach San Francisco, kannte jeden deutschen Laden, jedes deutsche Restaurant, jedes deutsche Delikatessen Geschäft und war auf allen Tanzveranstaltungen und deutschen Feiern zu finden. Er zeigte mir, wo was und wer war, berichtete von den vielen Festen und der aktiven deutschen Community in und um „the city by the Bay“.

Gerade auch deshalb sollten Archive wie dieses hier von den Hermann Söhnen in Petaluma langfristig bewahrt, ausgewertet und digitalisiert werden. Denn viel zu viele deutsche Vereine und Organisationen in der Bay Area gingen einfach sang- und klanglos unter, wurden vergessen, eben auch, weil sich niemand um das eigene Vereinsarchiv gekümmert, es gesichert und weitergegeben hatte. Doch solche Unterlagen belegen, welche bedeutende Rolle die deutschen Einwanderer einnahmen, wie sie sich einmischten und auch Teil Kaliforniens wurden. Die Geschichte der deutschen Immigranten wurde viel zu lange übersehen.

Auf deutscher Spurensuche

Der „deutsche Friedhof“ außerhalb von Calumet.

In einem Antiquariat in Calumet fragte mich ein Mann, der mitbekommen hatte, dass ich nach Büchern über die deutsche Geschichte suchte, ob ich schon den „German cemetery“ besucht hätte. Einen deutschen Friedhof hier oben in der Upper Peninsula von Michigan? Ja, meinte er, nur ein paar Meilen nördlich auf dem Highway 41 und dort auf der linken Seite, der Friedhof sei total überwachsen.

Das wollte ich sehen, denn ich bin ja immer, egal wo ich bin, auf der Suche nach Spuren deutscher Einwanderer. Ich wusste davon, dass zahlreiche deutsche Emigranten in die Region kamen, um im Kupfer Bergbau zu arbeiten oder in den damals boomenden Gemeinden der Region Arbeit zu finden. Natürlich brachten die Deutschen auch ihre Kultur mit, deutsche Vereine und Brauereien, wie die „Bosch Brewing Company“ von Joseph Bosch wurden gegründet. Doch das ist alles lang her. Die UP von Michigan liegt seit nahezu 100 Jahren im Dornröschenschlaf. Seit der Schließung der Minen, dem Abzug der Industrie ziehen die meisten der jungen Leute irgendwann weg. Es bleiben die Alten und die Erinnerungen an eine Zeit, als Calumet eine „Boom Town“ mit Straßenbahn, Theatern und einem Nachtleben war. Beinahe wäre Calumet sogar Hauptstadt von Michigan geworden, aber nur eben beinahe. Wenn man heute durch die Straßen dieser Stadt läuft, kann man noch etwas vom einstigen Glanz Calumets an den Fassaden der Gebäude ablesen.

Gleich mehrmals fuhr ich an dem Friedhof vorbei, der auch auf keiner Karte verzeichnet ist. Schließlich fand ich ihn hinter einem weißen Zaun. Auf einem Schild stand „Schoolcraft Cemetery“, kein Wort davon, dass das hier ein „deutscher Friedhof“ sei. Und es war wirklich alles wild überwachsen, mannshohe Sträucher, Farne, Birken und Nadelbäume. Dazwischen Grabsteine, teils umgefallen. Und tatsächlich, auf etlichen standen deutsche Namen und Schriftzüge, wie auf dem von Katharina Messner, geboren 1850, gestorben 1890. „Hier ruht in Gott – Ruhe sanft in Frieden“.

Ein kleiner Friedhof am Rande einer einstigen Bergmannsgemeinde, vergessen von den Menschen und von der Natur zurückgeholt. Hinter jedem Namen steckt eine Geschichte, die man wohl nie wieder hören wird, die aber vielleicht von den harten Zeiten jener Immigranten erzählen würde, die ihre eigene Heimat verlassen haben, um im fernen Amerika Arbeit, ein neues Zuhause und eine bessere Zukunft zu finden. Einwanderer wie Katharina Messner haben dieses Land groß gemacht.

Herr Trump, denken Sie doch mal nach!

Donald Trump spricht von einem Erfolg seiner ersten Auslandsreise. Jobs, Jobs, Jobs, ein „great success“ für Amerika, er arbeite hart für die Amerikaner. Dafür hofiert er Dikatoren und verprellt Freunde. Alles kein Problem, denn Trump handelt ja nach dem Motto „Make America Great Again“ und dabei brettert er ausschließlich auf der Überholspur des „America First“ Highways durch die Weltgeschichte.

Seine beleidigenden Worte gegenüber den Deutschen ist nur ein Beispiel, wie Trump mit einstigen engen Partnern Amerikas umspringt. Der Elefant wütet durch den Porzellanladen, droht mit Strafzöllen wie ein Wegelagerer und verkennt dabei die wirkliche Situation. Was der derzeitige US Präsident in seiner selbstverliebten Sichtweise geflissentlich übersieht ist, die USA waren und sind ein Einwanderungsland. DEN Amerikaner gibt es nicht. Wer mit einem Amerikaner spricht, der wird gleich erfahren, wie er oder sie sich empfinden. Sie kommen aus Deutschland, Finnland, China, Mexiko, England, Irland, Russland. Die Welt trifft sich in den Vereinigten Staaten von Amerika. Das Global Village ist längst Realität in den USA. Man muß nur nur die Städte spazieren, um von Japantown nach Chinatown, nach Little Italy oder nach Russian Hill zu kommen. Amerika ist gespalten, nicht nur politisch, sondern auch ethnisch. Überall wohin ich komme erzählen mir Amerikaner, dass sie auch „deutsch“ seien. Der Uroma kam aus Lüdenscheid oder einer Stadt, die so klingen könnte. „I love Germany, I love my „BI-EM-Double U“, great German engineering“.

Deutsche und Deutsch-Amerikaner in den USA kaufen bevorzugt deutsche Produkte, fliegen mit deutschen Airlines, fahren deutsche Autos. Das ist so bei diesen Einwanderern, das ist ähnlich bei den anderen Einwandergruppen, sie sind nach wie vor mit ihrer alten Heimat verbunden. Schaut man nach Chinatown, kaufen Chinesen vor allem in chinesichen Läden ein. Trump meint, nur weil auf einem Produkt „Made in USA“ stehe, würden Amerikaner nun seinen MAGA-Wahnsinn unterstützen. Doch da verkalkuliert er sich. Er übersieht, dass es den einheitlichen Model-Amerikaner nicht gibt und noch nie gegeben hat. Alle sind Einwanderer von irgendwoher. Einige mehr, andere weniger. Und viele von ihnen kaufen auch aufgrund ihrer familiären Wurzeln ein. Mit der Drohung von Strafzöllen wird Trump eine bislang stille Mehrheit gegen sich aufbringen.

 

Der wahre Heino lebt in LA

Der wahre Heino unterhält die Amerikaner am Pazifik.

Der wahre Heino unterhält die Amerikaner am Pazifik.

Heino ist ein Phänomen. Lange Jahre war er ja nur so eine Omageschichte. Hörte oder las ich was von Heino, dachte ich an meine Oma, denn der blonde Barde mit der dunklen Brille war der Hit im Altenclub in Dortmund-Mengede. Ja, ja so blau, blau, blau blüht der Enzian…. Was er dann mit dem wahren Heino, Norbert Hähnel, Mitte der 80er Jahre machte, war nicht ok, denn in Deutschland muß doch Platz für mehr Heinos sein. Ein Gericht verurteilte Hähnel zu einer Geldstrafe, die der jedoch nicht abzahlte, sondern lieber im Gefängnis absaß.

Heino, der ewige Entertainer, erlebt derzeit einen neuen Frühling. Seine Stammfangemeinde dünnt sich ganz natürlich etwas aus, da erweitert er die Grenzen des Möglichen und Zumutbaren. Heino auf Wacken mit Rammstein. Heino singt Die Ärzte. Heino in Lederkutte. Heino auf großer Clubtour mit harten Gitarrenriffs. Ja, was ist denn jetzt los.

Das alles betrachte ich seit einiger Zeit etwas perplex aus der Ferne. Und nun das, es gibt in Nordamerika einen zweiten Heino. Der Kanadier Marc Hickox tritt schon seit Jahren als singender Doppelgänger auf, meist in deutschen Restaurants zwischen Toronto, San Francisco und Los Angeles, wo Heino ein Begriff ist. Das ganze ist eine Art Persiflage auf Deutschland und die Deutschen, wie Hickox meint, denn „gibt es ein anderes Land auf der Welt, wo David Hasselhoff wie ein Gott verehrt wird?“

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Das Ende des deutschen Radios

Nur noch 33 deutsche Radiosendungen gibt es in den USA. Das Ende des deutschen und deutschsprachigen Rundfunks in Amerika ist damit in Sicht. Anfang der 70er Jahre gab es noch weit über 120 Programme, die fest verankert waren in der deutschen Community. Etliche der Radiomacher produzierten darüberhinaus auch noch lokale Fernsehprogramme auf offenen Kanälen, finanziert durch Werbung von Lufthansa, Siemens, dem deutschen Feinkostladen, Metzger und Automechaniker an der Ecke.

Doch das ist lange vorbei. Moderatoren und Hörer sind ins Alter gekommen. Etliche der „Hosts“ sind über 80. Erst am vergangenen Sonntag verabschiedete sich Gunter Auerbach zum letzten mal am Ende seiner Sendung. Er war seit 1966 on-air. Damit gibt es nur noch 32 Sendungen. Die Deutschen in Amerika verlieren mit jedem Programm ein wichtiges Teilstück ihrer Geschichte. Ein paar deutschsprachige Zeitungen dümpeln vor sich hin. Die wenigen Radioprogramme werden auch bald verschwinden. Das wars dann. Schluß. Aus die Maus.

Und ja, vielleicht muß es so kommen, vielleicht muss es so sein. Wenn kein Interesse mehr da ist, wenn kaum noch Hörer einschalten, wenn junge oder jüngere Deutsche sich nicht verpflichten lassen wollen, an jedem Wochenende eine Sendung zu moderieren, und das auch noch kostenlos, dann ist es wohl Zeit, das Licht im Sendestudio auszumachen. Doch was sehr, sehr bedauerlich ist, ist die Tatsache, dass einfach Schluß ist und nichts von der reichen deutschen und deutschsprachigen Rundfunkgeschichte in Amerika dokumentiert wurde. Die USA sind ein Land der Immigranten. Jeder, egal woher er kam, brachte etwas mit in diesen Multikulti Hexenkessel. Die Medien der Zuwanderer dokumentierten genau das. Der Einfluss und die Bedeutung der ethnischen Medien wurde einfach übersehen von „Mainstream America“. Die Sendungen wurden so gut wie nie aufgezeichnet, es gab keine Hörerbefragungen, keine Analysen, keine wissenschaftlichen Untersuchungen. Schade, denn damit geht ein wichtiger Teil der amerikanischen Geschichte für immer verloren.

Hier eine kürzlich aktualisierte Liste der noch ausgestrahlten Radioprogramme in den USA (Quelle Kent Williams, November 2012):

New York:
German Hit Parade
Monday, 8:00 – 9:00 pm ET
Wednesday, 8:00 – 9:00 pm ET
Thursday, 4:00 – 5:00 am ET
WHPC 90.3 FM (New York City-Garden City)
Uwe Riggers
German Hour
Sunday, 10:00 – 11:00 am ET
WKNY 1490 AM (Kingston)
Hans Safer
German Radio Program (Federation of German-American Societies)
Saturday, 2:00 – 4:30 pm ET
WGMC 90.1 FM (Rochester)
George Hoffmann
The German Show
Sunday, 4:00 – 5:00 pm ET
WXRL 1300AM (Buffalo)
Herman Endres Jr.

Pennsylvania:
The German Austrian Show
Sunday, 9:00 – 9:30 am ET
WGPA 1100 AM (Bethlehem)
Bud Williams
German American Program
Sunday, 10:00 am – 12:00 pm ET
WNWR 1540 AM (Philadelphia)
German Hour
Sunday, 4:00 pm – 5:00 pm ET
WPIT 730 AM (Pittsburgh)
Heino Coelle

Ohio:
German Radio Hour
Saturday, 8:00 – 9:00 pm ET
WCPN 90.3 FM (Cleveland)
Joe Wendel
Lustige Musikanten German Program
Sunday, 10:00 am – 12:00 pm ET
WCSB 89.3 FM (Cleveland)
Joe Wendell & Ruth Kleine Marino
German Variety Show
Sunday, 1:00 pm – 2:00 pm ET
WDLW 1380AM (Cleveland)
George Jerjev
German Musical Variety Show
Sunday, 2pm – 3pm ET
1330 WELW AM (Cleveland)
Judy Wehner-Moran
German Radio Program
Tuesday 6-9pm ET
Sundays 4 – 5pm ET
WKTX -AM 830 (Youngstown)
Herb Haller & Hilde Kobetitsch
German-American Show
Sunday, 9:00 am – 11:00 am ET
WCWA 1230AM (Toledo)
WIOT 104.7FM (Toledo)
Tim Pecsenye & Jack Renz
German Tunes of the Queen City
Wednesday, 5:00 – 8:00 pm ET
WAIF 88.3 FM (Cincinnati)
Dieter Waldowski & Gebhard Erler
Over the Rhine Showcase
Sunday, 2:00 – 6:00 pm ET
WOBO 88.7 FM (Cincinnati)
Jim King
Wolf’s International Musica
Wolfgang’s Musikalische Kammer
Wednesday, 1:00 -3:00 pm ET
WVQC 95.7FM (Cincinnati)
Wolfgang Grossmann

Indiana:
German Music Hour
Sunday, 4:00 – 5:00 pm ET
WICR 88.7 FM (Indianapolis)
Manfred Witt

Illinois:
Deutschland Echo
Saturday, 9:00 – 11:00 am CT
Sunday, 9:00 – 11:00 am CT
WNWI 1080 AM (Chicago)
Armin Homann

Wisconsin:
Heimatecho
Saturday, 8:00 – 9:00 am CT
WJYI-AM JOY1340 (Milwaukee)
Bob Ziegenbein
Continental Showcase
Saturday, 1:00 – 4:30 pm CT
WJYI-AM JOY1340 (Milwaukee)
Robert Deglau
Bethany Lutheran Church Service (in German)
Saturday, 4:30 – 5:00 pm CT
WJYI-AM JOY1340 (Milwaukee)
Eberhard Klatt
German Music Program
Monday-Friday, 4:30 – 5:00 pm CT
WTKM-FM 104.9 (Hartford)
Hallo Deutschland
Sunday, 9:00 – 10:00 pm CT
WTKM-FM 104.9 (Hartford)
Bob Zigenbein

Missouri:
German Talk Radio
Sunday, 2:00 – 3:00 pm CT
WEW 770 AM (St. Louis)
John McKinistry
German Hit Parade
Sunday, 2:30 – 5:00 pm CT
WGNU 920 AM (St. Louis)
Alfred Goerlich

Virginia:
Gemuetlichkeit
Saturday, 1:00 – 2:00 pm ET
WKGM 940AM (Norfolk)
Inge Fischer-White

Florida:
Deutsche Funksendung / German Radio Show
GRS (Tampa – Online only at: germanradioshow.com)
Susanne Nielsen
German Interlude
Sunday, 5:15 – 6:00 pm ET
WPIO 89.3 FM (Titusville)
Ruth Mlodzianowski

Texas:
German Radio Texas Style (since 1953)
GRTS (New Braunfels/San Antonio – Online only at: nbgermanmusic.com)

Colorado:
Musical Greetings From Germany
Sunday, 12:00 – 3:00 pm MST
GRTVD (Denver – Online only at: www.grtvd.com)
Gunter Auerbach

Nevada:
Las Vegas German Show
Sunday, 9:00 – 11:00 am PT
KLAV AM 1230 (Las Vegas)
Silvia Brunn

California:
Excelsior German Radio Show
Sunday, 10:00 – 11:30 am PT
AM 1400 KVTO (San Francisco)
Marie Hoffmann & Anthony Schaller

Radio Goethe (syndicated)
Arndt Peltner

 

 

Gute Presse für die Deutschen

Kraftwerk ist wohl die deutscheste aller deutschen Bands. Im Ausland, und gerade in den USA, steht die Düsseldorfer Formation für das Qualitätssiegel „Made In Germany“, wie keine andere teutonische Kapelle. Perfektion, Innovation, Kühle, Distanziertheit, Genauigkeit, Pünktlichkeit. Hier spielen Musiker, nein Maschinisten, wie sie sich selbst nennen, in perfekter Abstimmung. Bei einem Kraftwerk Konzert wird klar, warum eine ihrer erfolgreichsten und wichtigsten Platten der Musikgeschichte „MenschMaschine“ heißt. Das Roboterimage paßt zum Bild der Deutschen.

Nun sind sie in New York. Acht Abende lang, morgen findet das letzte Konzert im Museum of Modern Art statt. Jeder Auftritt ist vor nur 450 Menschen. Auf dem Schwarzmarkt gingen die Karten für rund 2000 Dollar weg. Jeder Gig ist ein faszinierendes Zusammenspiel aus 3-D Videoproduktionen und einer Surroundsound Installation. Das MoMA ist der ideale Ort für diese Live-Performances. Musik, Sound, visuelle Impressionen….das ist wahre Kunst.

Und die Presse jubelt. Selten hat die New York Times so ausführlich über die Konzerte einer deutschen Band gejubelt. Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk NPR wird in einer der populärsten Magazinsendungen „All Things Considered“ ausführlich über die Konzerreihe und die Bedeutung der Düsseldorfer auf andere Musiker und Genres berichtet. Die Kritiker sind sich einig, Kraftwerk verdienen eine eigene Umlaufbahn im Musikolymp. Hier einige Medienlinks:

High-Design Fans Come Primed for a Retro Future (New York Times)

Kraftwerk Diary Day One: Electronic Pioneers Play 1974’s ‚Autobahn‘ (Rolling Stone)

Klaus Biesenbach On Kraftwerk’s Performances At MoMA (Huffington Post)

Kraftwerk In New York: Decades Of Influence On Display (WBUR – NPR)

Kraftwerk Keeps Catching Up With Its Past (New York Times)

Kraftwerk In New York: Decades Of Influence On Display (National Public Radio)

Man, Alive to Machine Possibilities (New York Times)

 

Deutsche müffeln

Ich habe es heute im Radio gehört. Deutsche müffeln und sind daher die schlechtesten Liebhaber. Eine Umfrage unter 15.000 weitgereisten Frauen ergab, dass die Schweden zu schnell, die Holländer zu grob, die Amerikaner zu dominant, die Engländer zu bequem, die Russen zu haarig, die Türken zu verschwitzt, die Schotten zu laut sind….und die Deutschen eben muffeln.

Was soll man darauf sagen…ausser, dass das nicht das erste mal ist, dass ich sowas in den USA höre. Die Deutschen haben wirklich einen schlechten Ruf in Sachen Sex. Und das gilt für beide Geschlechter, also werte Leserinnen, auch Sie sind betroffen.

Germans in Kigali

ruanda4Die deutsche Gemeinde in Kigali ist nicht gerade gross, doch immer wieder hört man vertraute Klänge. Die Botschaft, ein Aussenbüro des Goethe-Instituts, das Rheinland-Pfalz Büro (dazu später mehr), die Welthungerhilfe und viele christliche Organisationen und andere Hilfsprojekte sind vor Ort. Und natürlich gibt es auch einen deutschen Laden, in dem Kuchen, Brot, Brötchen, Wurst und allerlei deutsche Produkte, von Haribo bis Dr. Oetker Puddingpulver, gekauft werden können. Betrieben wird der Laden von Mike, der schon seit Ewigkeiten in Kigali lebt. La Galette ist auch noch Restaurant und Kneipe, von Currywurst bis „Strammer Max“ wird alles geboten. Ein Besuch lohnt sich also auf alle Fälle.