Hundekampf ist Meinungsfreiheit

Die Amerikaner lieben ihre sogenannte Meinungsfreiheit. Darunter packen sie alles, was woanders als kriminell, geschmacklos, verabscheuend angesehen wird. Nun hat der oberste Gerichtshof in den USA ein Urteil gefällt, das katastrophale Folgen haben wird. In einer 8:1 Entscheidung erklärten die Verfassungsrichter, dass Videos von brutalen Hundekämpfen unter die Meinungsfreiheit, die „Freedom of Speech“ fällt. Hundekampf

Die Richter erklärten ein 1999 vom US Kongress verabschiedetes Gesetz gegen solche Filme als verfassungswidrig. Damals waren rund 3000 Videos von Hundekämpfen im Handel. Der Gesetzgeber reagierte und machte solche Filme illegal, klagte einen Händler an, der sich als „Journalist und Autor“ bezeichnet. Doch der Mann ging in die Berufung, bis der Fall schliesslich vor dem Verfassungsgericht landete. Die Folgen dieses Urteils sind schon jetzt zu sehen, brutalste Kampffilme, sogenannte „Crush Videos“ zwischen Hunden sind bereits wieder auf dem Markt, diesmal ganz legal erhältlich. Armes Amerika!