Radio mittendrin und zwischen den Welten

In diesen Tagen der kritischen Medienbeschauung tut es gut, wenn man mal in einem Sendestudio sitzt, das so ganz anders ist. KKUP 91.5 fm in Cupertino ist eine Community Station, die seit fast 45 Jahren ohne Werbung und ohne Sponsoren auskommt. Nur die Hörer unterstützen diesen einzigartigen Sender im Herzen des Silicon Valleys. Und das spricht für die Qualität und die vielen Sendungen auf dieser Station. Nicht umsonst nennt sich KKUP auch „People’s Radio“.

Don hatte mich in seine Sendung „No Pigeonholes“ eingeladen („The longest running program of home tapes and small studio productions in the world. Send us your home recordings for airplay!“). Don ist vor allem auf KOWS Radio in Sonoma County aktiv, doch noch immer sendet er auf seiner alten Station. Dafür fährt er alle zwei Wochen zwei Stunden hin und zwei Stunden zurück, quer durch den Alptraumverkehr der Bay Area. Auf KOWS wird auch allwöchentlich Radio Goethe ausgestrahlt.

Diese Art Community Radio ist eines der wichtigen Elemene der amerikanischen Medienlandschaft. Hier hört man Stimmen, Musik und Sichtweisen, die es sonst nirgends im streng formatierten Rundfunk (mehr) gibt. Es ist Handarbeit. Don kam mit einer Kiste CDs und Platten und Kassetten. Er spielt wahrlich Musik, die es sonst nirgends zu hören gibt. Musik aus Heimstudios, keine Coversachen, sondern eigene Songs. Und heute durfte ich das, mit einigen Sachen von mir anreichern, das reichte von Kraftwerk und den Einstürzenden Neubauten, über Faust und meine „Lieblinge“ Infamis bis hin zu Studio Shap Shap aus dem Niger. Wir ergänzten uns ganz gut und sowieso macht Live-Radio viel mehr Spaß, als eine vorproduzierte Sendung. Vor allem Live-Radio, bei dem man Zeit zum Atmen hat und die Musik selbst bestimmen kann, Geschichten dazu erzählt, Musik nicht nur als Gedudel im Hintergrund laufen läßt. Wetter, Verkehr und Pollenflug interessieren weder im Studio noch die Hörer vor dem Radio. KKUP hat eine starke Frenquenz in der South-Bay und kann auch übers Internet gehört. Einschalten lohnt sich garantiert!

Das Ding mit der Musik

Ich höre viel Musik. Das liegt daran, dass ich nunmehr seit 20 Jahren Radio Goethe produziere, zehn Jahre lang noch eine Country/Folk und Americana Sendung zusammenstellte und sowieso seit über 35 Jahren Platten und Cds sammele. Da hat sich was angehäuft in all der Zeit.

Albumcover der Berliner Band Infamis.

Albumcover der Berliner Band Infamis.

Und nein, ich behaupte nicht, dass ich nun den besten Geschmack habe und alles über Musik weiß. Musik ist etwas sehr persönliches. Was man hört, wie man es hört und vor allem, was die Musik mit einem macht. Jeder kennt diese Songs, die einen mitreißen, die einen traurig machen, die einem diesen nötigen Schwung Kraft und Energie geben, die man in stillen Momenten hört, die einen emotional irgendwie ansprechen. Das ist gut, genau so soll es auch sein. Für mich gibt es da viele Lieder, die ganz unterschiedlich sind. Das reicht von Rainbow „Stargazer“ zu den Einstürzenden Neubauten „The Garden“, von Claire M. Singer „The Molendiar“ zu Woody Guthries „This land is your land“, von 16 Horsepower „American Wheeze“ zu Infamis „Hofgang“, von Mary Gauthier „Falling out of love“ zu KMFDM „Hau Ruck“. Und da ist dann auch noch Johnny Cashs Version von „Hurt“, ein Song, der mich jedesmal im Mark trifft. Und zwischen all diesen Eckpunkten gibt es einen Musikreichtum zu entdecken.

Ja, das ist mein Geschmack. Vieles was ich höre, finden andere katastrophal. Gerade die mehr experimentierfreudigen Töne, die abgefahren Soundlandschaften, die grenzenlosen Klangbäder. Aber egal, das ist eben ein Teil von mir. Was ich aber nicht verstehe ist, wie Musik seinen Wert verloren hat. Das reicht von Bands, Promofirmen und Labels, die ihre Lieder als minderwertige mp3 Files verbreiten und bewerben. Da sind „Musikfans“, die nur noch Streaming-Dienste wie Spotify und Pandora hören und damit den Musikschaffenden den Todesstoss verpassen. Und man muß ganz ehrlich sagen, dass es auch viel veröffentlichte Musik gibt, auf die man ohne weiteres hätte verzichten können. Schlecht produziert, idiotische Texte, Musiker, die ihr Handwerk nicht verstehen und dann zu allem Überfluss auch noch ein riesiges Ego haben und einem dann erzählen, man hätte keine Ahnung von Musik, weil ich eben nicht alles in meiner Sendung spiele. Da ist diese Band, die mir ihr „sagenhaftes“ neues Album ankündigt, es schickt, ich höre rein und es klingt wie eine Freizeitcombo in der Garage, die den Kassettenrekorder mitlaufen lässt. Sie wollen (m)eine ehrliche Einschätzung, die gebe ich ihnen und dann kommt die Antwort. „Das ist der Garage-Sound, den wir haben wollten. Du hast doch keine Ahnung mit Deiner Scheiss-Sendung“. Auch eine Antwort. Für solche CDs, habe ich eine Extrakiste in meinem Büro stehen.

Seit einiger Zeit kaufe ich wieder Vinyl, einfach des Klanges wegen. Viel zu viele Cds tönen platt, ganz zu Schweigen von der mp3 Schwemme, die hier jeden Tag ankommt. Da versuchen Promofirmen mit 128er, 160er und 192er mp3s ihre Künstler an den Radiomann zu bringen. Geht gar nicht! Ab irgendeinem Klangbrei sage ich einfach, es ist Schluß. Gerade auch, weil es so viele wunderbare Platten da draußen gibt, produziert von tollen, engagierten, kreativen Musikerinnen und Musikern. Ok, es ist Sonntagmorgen, ich höre „The White Birch“ und mußte einfach all das mal rauslassen. Musik ist wie ein Genußmittel. Man sollte es wie ein gutes Glas Rotwein genießen und sich nicht mit billigen Tequila Shots die Birne damit wegballern.

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7 Lieder zur Beharrlichkeit

      Danielle de Picciotto & Alexander Hacke
Danielle de Picciotto und Alexander Hacke melden sich gemeinsam mit "Perseverantia" zurück.

Danielle de Picciotto und Alexander Hacke melden sich gemeinsam mit „Perseverantia“ zurück.

Die Einstürzenden Neubauten sind weltbekannt. Ihre eigenwillige, offene und grenzenverschiebende Auslegung was Musik ist, kann und sein sollte, hat sie zu bedeutenden Kulturbotschaftern Deutschlands gemacht. Hier in den USA können nur wenige den Bandnamen aussprechen, DJs kündigen sie manchmal als die „Crashing New Buildings“ an. Einer der Neubautenmitglieder ist Alexander Hacke, ein ruheloser, umtriebiger Klangbastler. Und der ist seit einigen Jahren fest mit der in Berlin lebenden Amerikanerin Danielle de Picciotto liiert, selbst eine kreative und vielseitige Multimediakünstlerin, die schreibt, malt, filmt, zeichnet und eben auch Musik macht.

Danielle de Picciotto und Alexander Hacke sind vielbeschäftigt, mal hier, mal dort, mal in Übersee. Eigene Projekte und Auftragsarbeiten wechseln sich ab. Nun haben sich die beiden wieder für ein gemeinsames Album zusammen getan. „Perseverantia“ heißt es und untermalt tönend die Beharrlichkeit dieses Künstlerduos, das sich auf dieser Veröffentlichung wahrlich gefunden und ergänzt hat. Es ist kein Hitalbum, ganz im Gegenteil. „Perseverantia“ ist wie ein vielschichtiger Soundtrack voller Klangebenen, auf die man sich als Hörer einlassen muß. Man wird gefordert, nicht berieselt. Man braucht Zeit, um dieses Werk zu erfassen, zu erhören.

Im Interview (Audioplayer oben) mit Danielle de Picciotto und Alexander Hacke sprechen die beiden über das neue Album, die Kunst, ihr Leben. Die Fragen schickte ich von hier nach dort, die Antworten kamen aus Berlin zurück nach Oakland.

Und hier kommt der Nächste

Immer mal wieder versuchen es deutsche Musiker und Bands in den USA groß rauszukommen. Doch bislang haben es nur ganz wenige geschafft. Klar, da sind die Scorpions, da ist Kraftwerk, da ist Rammstein, die man hier drüben als Superstars feiert. Interessant bei Rammstein ist, dass sie es mit deutschen Texten geschafft haben. Sie haben sich nicht verbogen und verdreht, um es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu packen. Sie blieben sich und ihrer Musik treu.

Andere Bands und Musiker touren viel durch die USA, sind veröffentlicht und haben auch ihre Fangemeinde. Ich denke an Blind Guardian, an Accept, an Kreator, an die Einstürzenden Neubauten, an Faust und auch an KMFDM, an zahlreiche deutsche Krautrock und Elektro Acts. Viele deutsche Independent Bands sind ebenfalls veröffentlicht und auf Tour. Sie alle haben ihre Nische gefunden und sind damit zufrieden.

Doch es gibt Großangriffe, die nicht funktionieren (können). Tokio Hotel wurden von ihrer Plattenfirma gehypt. Namhafte Konzerthallen, wie das Fillmore in San Francisco, gebucht, Tickets billig verkauft, um die Hallen zu füllen, und jedem Konzertbesucher ein Poster überreicht, darauf, wie hier, „Tokio Hotel in San Francisco“. Der angepeilte Erfolg blieb aus. Im Konzert riefen viele junge Mädchen „sing German“, doch die netten Jungs von Tokio Hotel spulten ihr Programm vor allem auf Englisch runter.

Herbert Grönemeyer spielte live in San Francisco im legendären Bimbo's Club in North Beach.

Herbert Grönemeyer spielte live in San Francisco im legendären Bimbo’s Club in North Beach.

Ähnlich verlief es mit Herbert Grönemeyer. In Deutschland kann er tun und lassen, was er will. In den USA fiel er kaum auf. Seine englischsprachige Platte „I walk“ wurde groß angekündigt, Interviews liefen sogar auf National Public Radio mit ihm, denn Grönemeyer brachte den Superstarnamen aus Deutschland mit, war bekannt durch den Klassiker „Das Boot“ und sein Duett mit Bono auf der Debut Platte schadete seinem Ansehen auch nicht. Herbert Grönemeyer erklärte mir im Interview, dass er den Versuch in den USA gelassen sieht. Und tatsächlich, er verwirklichte sich wohl eher einen Traum. Auch in seinen Konzerten waren vor allem Deutsche, die ihn einmal in Clubatmosphäre und nicht im großen Stadion oder auf einer Anti-Pegida Demo sehen wollten. Auch sie riefen „Herbert, sing Deutsch“, doch auch Grönemeyer blieb fast nur beim Englischen.

Und jetzt kommt der Rapper Cro über den großen Teich. Seine Single „Traum“ wird nun neu und englischsprachig veröffentlicht, ein US Magazin riet seinen Lesern auf eine Reihe internationaler Rap Musiker zu achten, dabei kam Cro sogar auf Platz zwei. Und er selbst zeigt sich durchaus angetan, erklärte er in einem Interview, dass er nun die Chance hat, im Geburtsland des Hip Hop mal einen abzurappen. Die Erfolgsaussichten sind allerdings auch bei Cro gering.

Deutsche Musiker und Bands haben meiner Meinung und Einschätzung nach nur dann in den USA eine wirkliche Chance, wenn sie etwas ganz anderes liefern, als der größte Musikmarkt schon selber hat. Jene Gruppen, die es hier irgendwie geschafft haben einen Fuß in die Tür zu bekommen, sind das beste Beispiel dafür. Die Liste ist lang und vielseitig. Doch Tokio Hotel, Herbert Grönemeyer und auch Cro sind bei dem, was sie machen gut, aber sie können in den USA auch nicht annähernd den gleichen Erfolg feiern, den sie daheim haben.

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Hitman’s Heel/WTF?!

Gestern Nachmittag saß ich mit Danielle de Picciotto und Alexander Hacke im Cafe de la Press in San Francisco. Wir trafen uns für ein ausführliches Interview. Danielle de Picciotto ist Amerikanerin, lebt allerdings schon seit Mitte der 80er Jahre in Berlin. Und sie ist seit zehn Jahren mit Alexander Hacke, seines Zeichens  Gründungsmitglied der Einstürzenden Neubauten, verheiratet. Man hat nicht oft solche offenen und interessanten Gespräche. Es drehte sich über Kunst und Kultur, über Berlin damals und heute, über die jüngste Platte der beiden – Hitman’s Heel – die als Reisetagebuch gedacht war. Eine sehr empfehlenswerte Platte. Seit einem Jahr pendeln die beiden um die Welt, nehmen Eindrücke auf, machen sich Notizen, genießen das leichte Leben mit nur jeweils einen Koffer.

Und nun sind sie auf USA und Kanada Tour. Danielle de Picciotto liest aus ihrem Erstlingswerk „The Beauty of Transgression: A Berlin Memoir„, ein Buch, das, wie sie sagt, seeeehr lange in Arbeit war. Alexander Hacke wird dazu die musikalische Untermalung liefern. Die beiden ergänzen sich, auf der Bühne, als Künstlerpaar und auch im Interview.

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In zwei Wochen treten KMFDM erneut an, um den Amerikanern eine geballte Ladung Musik „made in Germany“ direkt auf die 12 zu ballern. Im Herbst steht Europa an, natürlich auch etliche Konzerte in Deutschland. Seit über 25 Jahren brettert Sascha Konietzko mit seiner Band durch die Lande. Lange Zeit lebte er in Seattle, seit fünf Jahren ist er wieder in Hamburg. Die Luftveränderung hat ihm nicht geschadet. Die jüngste Platte heißt „WTF?!„, ein brachial geniales Poweralbum. In Deutschland haben sie Probleme mit den Sound, doch weltweit ist KMFDM gefragt. Sie gelten als Pioniere des harten Elektro-Beats. Die Band ist hochpolitisch, hält kein Blatt vor den Mund und das ist und war erfrischend im Bush-Amerika. Als kein Künstler nach 9/11 auch nur einen Hauch an Kritik äußern wollte, alle hatten sie ihre Buxen gestrichen voll, veröffentlichten KMFDM WWIII. Darauf der Song „Stars & Stripes“, in dem es hieß:“Control the airwaves / Fuel the reaction / Use every weapon of mass-distraction / Turn active people into passive consumers / Feed ‚em bogus polls and harebrained rumours / Cut back civil rights / Make no mistake / Tell ‚em homeland security is now at stake / Whip up a frenzy keep ‚em suspended / Don’t let ‚em know that their liberty’s ended“

Natürlich wurde dieser Song kaum im amerikanischen Radio gespielt (außer – of course – auf Radio Goethe!!!), doch der Song fand seine dankbaren Abnehmer. Bei Konzerten wurde der Text von hinten bis vorne mitgesungen. Als ich vor ein paar Tagen mit Sascha telefonierte, meinte er, die anstehende Tour werde richtig gut werden. Das neue Album stehe im Mittelpunkt der Konzerte, es werde komplett gespielt. Ich hoffe natürlich, dass auch ein paar KMFDM Klassiker mit auf die Playlist rutschen.

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Reaching Africa

Nun habe ich ja schon einige Flugmeilen in meinem Leben abgeflogen, aber der Blick von oben auf die Welt da unten ist immer wieder beeindruckend. Südeuropa, Mittelmeer und dann der afrikanische Kontinent. Mit meiner Country/Folk Sendung im Ohr trafen wir das Festland, irgendwo im Grenzbereich Ägypten/Libyen. Dann über den Sudan weiter nach Addis Abeba. Bei der Landung liefen die Einstürzenden Neubauten mit “Die Wellen” von ihrem grandiosen Album “Alles wieder offen”. Ein perfektes Lied vor dem Schauspiel des glitzernden Lichtermeeres. Direkt davor Kraftwerk mit ihrer bahnbrechenden Platte “Mensch Maschine”. Beide Scheiben waren im Lufthansa Audio Angebot unter “Milestones” zu finden. Und dem kann ich nur applaudierend zustimmen. Diese beiden Platten sind Meilensteine der Musik, wie viele andere Alben dieser beiden Gruppen.

Es ist beeindruckend und auch komisch, Afrika zu erreichen. Denn da unten spielt sich so einiges ab. Man denkt an die Bilder aus den Nachrichtensendungen, an die Berichte über die Kampfhandlungen, die Aufstände, den Widerstand, die Gewalt, die Flucht und Vertreibungen, die Not, das Elend….aber auch die Hoffnung, an den Willen zu siegen, die brutalen Regime zu stürzen, an die lange Zeit vom Westen gestützten Diktatoren Mubarak und Gaddafi. An die Ohnmacht des Westens. Man fliegt drüber weg. Und man landet in der äthiopischen Hauptstadt. Ein Flughafen sowjetischer Bauart. Der hat so viel Charme wie die Plattenbauten auf der Karl-Marx-Allee in Berlin, quadratisch, praktisch, gut. Doch es geht weiter Richtung Süden, nach Ruanda. Ein Land im Herzen Afrikas, das auch im Jahr 17 nach dem Genozid noch immer versucht, einen Weg zu finden.

Ausgebremste Neubauten

Einstürzende Neubauten30 Jahre Einstürzende Neubauten, eine US Tour zum Jubiliäum war geplant, doch die wurde nun nur zwei Tage vor Beginn abgesagt. In der offiziellen Begründung der Band heißt es, das „Department for Homeland Security“ (Heimatschutzbehörde) habe zwar das ok gegeben, aber viel zu spät, um noch die notwendigen Visa bei der US Botschaft und den Konsulaten in Deutschland bekommen zu können. Deshalb werden die jeweiligen Doppel-Konzerte in Los Angeles, San Francisco, Chicago, Toronto und New York ersatzlos gestrichen.

Soviel zum Kulturaustausch zwischen den USA und Deutschland. Und das ist nicht das erste mal, dass die US Behörden Visa dadurch versagen, in dem sie einfach alles extrem langsam bearbeiten. „Silence“ ist in dem Fall alles andere als „sexy“.

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Blixa Bargeld in San Francisco

Blixa5.jpgEr wohnt schon seit einiger Zeit in San Francisco…und in Berlin und Peking. Und hier an der amerikanischen Westküste fühlt er sich Zuhause, zumindest musikalisch. Blixa Bargeld von den Einstürzenden Neubauten ist ohne Zweifel einer der kreativsten Köpfe der deutschen Musikszene. Nicht nur, dass er mit seiner Band Musikgeschichte geschrieben und Grenzen in der Musik verschoben oder gar aufgehoben hat. Für viele Musiker in allen Ecken der Welt waren er und seine Neubauten eine grosse Inspiration.

Bargeld ist aber auch solo eine Herausforderung, auf die man sich einlassen muss und sollte. Sein jüngstes Projekt heisst „The Execution Of Precious Memories„, das in dieser Woche mit der zeitgenössischen Tanzgruppe „Kunst-Stoff“ und dem Experimental Musik/Theater Ensemble „Nanos Operetta“ aufgeführt wird.

Am Montag war Blixa Bargeld und einige seiner Kollegen live im Studio des Senders KUSF San Francisco. Das Interview kann man hier hören: Blixa Bargeld on KUSF