„We can do it… again“

Präsident Barack Obama hatte sich bei facebook angkündigt. Ein Nebengebäude des Social Media Unternehmens war mit Mitarbeitern, einigen Politikerkollegen wie Nancy Pelosi und Gavin Newsom, Unterstützern und einer ganzen Reihe von Medienvertretern gefüllt. Und dort wollte Barack Obama neben facebook Gründer Mark Zuckerberg eine Art „Town Hall Meeting“ abhalten. Ein paar Fragen aus dem Publikum, ein paar Fragen von der facebook Gemeinde, die per Online Fernsehen über die facebook Seite des Weißen Hauses zugeschaltet war….das war es dann auch schon.

Es war eine lockere Runde für den redegewandten Präsidenten. Keine Gefahr, kein Glatteis, man konnte den Eindruck gewinnen, Barack Obama läuft sich schon mal für den Wahlkampf warm. Er kam rüber als „easy going“, forderte Zuckerberg gleich zu Anfang auf, das Jacket auszuziehen, krempelte sich die Hemdsärmel hoch und witzelte immer mal wieder rum. Unter den strengen Blicken unzähliger Secret Service Agenten bescherte das größtenteils junge und fast noch jugendliche Publikum Obama ein Heimspiel. Der nahm die Unterstützung dankend an. Eine Stunde lang sonnte er sich in ihrer Mitte, fühlte sich sichtlich pudelwohl. Abschließend bat er das Publikum noch ihn auch weiter zu unterstützen. Denn er habe noch viel vor, was zu Ende gebracht werden müsse: Gesundheitsreform, Immigrationsgesetz, Wirtschaftsaufschwung, Arbeitsplätze schaffen…

Passend dazu übergab Mark Zuckerberg dem Präsidenten noch ein blaues Sweatshirt mit facebook Aufdruck (Made in China, was anderes bekommt man in den USA nicht mehr). Soviel zum Thema Arbeitsplätze in den USA. Obama schüttelte noch ein paar Hände, doch dann mußte er weiter zu „Fundraisern“, exklusive Abendessen, die 35.000 Dollar pro Nase kosten.

Und hier der gesamte Auftritt von Barack Obama bei facebook in Palo Alto.

Obama bei facebook     

Obama (noch nicht) bei facebook

Es scheint, jede Taubenzuchtvereinszeitung ist hier bei facebook. Praesident Obama hat sich angekuendigt, er ist u.a. in Kalifornien um Spenden fuer den kommenden Wahlkampf zu sammeln. Secret Service ueberall, Kontrollen, Hubschrauber, Bombenschnueffelhunde…. Aber meine Tasche haben sie nicht aufgemacht, noch nicht mal angefasst. Musste nur meinen Schluessel aus der Hosentasche ziehen.
Also, da waren die Sicherheitsvorkehrungen beim Besuch von Angela Merkel in Stanford hoeher…. Etwas verwunderlich!

Präsident auf Facebook

Am Mittwoch wird Präsident Barack Obama die Headquarters von Facebook in Palo Alto besuchen. Dort soll es ein „Town Hall Meeting“ geben, bei dem Obama über die Haushaltskrise und -misere sprechen wird. Man kann gespannt sein, was er so erzählen wird, wie seine Pläne zur Lösung der Schuldenkrise aussehen.

Als USA Korrespondent der Nürnberger Zeitung wurde ich vom State Department zu dieser Veranstaltung eingeladen. Nach einer Registrierung mit dem Weißen Haus und einem Security Check im Vorfeld, muß man Stunden vor der eigentlichen Veranstaltung vor Ort sein. Die Sicherheitsvorkehrungen des „Secret Service“ sind mehr als hoch. Ich werde versuchen, die Veranstaltung für die Leser/Hörer des NZ-Blogs aufzuzeichen. Mehr am morgigen Abend an dieser Stelle.

Der jüngste Soldat der US Army

Brennan Daigle kämpft jeden Tag um sein Leben. Der 10jährige hat eine seltene Krebsform, Embryonal Rhabdomyosarcoma. Der Junge aus Sulphur, Louisiana, bekam die Diagnose im Oktober 2009. Seitdem versuchen Ärzte den Krebs unter Kontrolle zu bringen, doch immer wieder wurden neue muskuläre Tumore gefunden, die die Knochen angreifen. Vor kurzem eröffneten die behandelnden Ärzte den Eltern, dass sie nichts mehr für Brennan tun können.

Der 10jährige war immer ein großer Fan der US Army und zu seinem 10. Geburtstag wurde er nun ganz besonders überrascht. Seine Mutter wurde vor einiger Zeit von der Organisation „Make a wish Foundation“ kontaktiert, die von Brennans Krankheit erfahren hatte. Die „Make a wish foundation“ erfüllt schwerkranken Kindern ganz ungewöhnliche Wünsche. Kristy Daigle meinte denn auch zu Becky Prejean, ihr Sohn wolle keinen Fallschirmsprung oder ein Computerspiel, er wolle vielmehr Soldaten der US Army treffen, bevor seine Krankheit schlimmer werde.

Becky Prejean schrieb daraufhin für die Stiftung die US Army an. Und dort wurde der Wunsch des Kleinen sehr ernst genommen. Zu seinem heutigen 10. Geburtstag meinte sein Vater, er wolle mit ihm fischen gehen, doch stattdessen brachte er seinen Sohn ganz woandershin. Als Brennan ausstieg, salutierte ein Kommando Soldaten vor ihm und luden ihn zu einer Rundfahrt im Humvee Geländewagen ein. Die Soldaten feierten den Kleinen, übergaben ihm eine Uniform mit eigenem Namensschild und ernannten ihn zum Ehrensoldaten der US Army.

Kristy Daigle hat für ihren Sohn auch eine facebook Seite eingerichtet. „Brennan’s Brigade“ hat mittlerweile weit über 32.000 Fans. Zum Geburtstag bekam der 10jährige Glückwünsche von überallher. Besonders gefreut haben wird er sich über die Grüße aus den Einsatzgebieten der US Army im Irak und in Afghanistan. Die Soldaten in Übersee grüßten ihren „Kameraden“ und „Army Brother“. Happy Birthday, Brennan.

 

Die Grünen „want your vote“!

Die Grünen stehen alleine da auf weiter Flur. Zumindest in den USA. Als einzige bundesdeutsche Partei wollen die Grünen Wahlkampf für den Bundestag in den USA machen. Das klingt vielleicht absurd, ist es aber überhaupt nicht. Rund 200.000 Deutsche, die hier leben sind wahlberechtigt. Darunter viele Akademiker, Geschäftsleute, Künstler, die nach wie vor sehr mit Deutschland verbunden sind, aber eben in Amerika leben. Zur letzten Bundestagswahl nutzten gerade mal 5000 Deutsche in Übersee ihr Wahlrecht. Eine riesige Wählergruppe liegt also brach.

Die Grünen haben vor einem Jahr einen Ortsverband Washington DC gegründet und sind sehr aktiv in der amerikanischen Hauptstadt. Veranstaltungen über Aussenpolitik, Klimaschutz und Menschenrechte ziehen Deutsche und Amerikaner gleichermassen an. Zur heutigen Ein-Jahr-Feier kam sogar Jürgen Trittin über den Teich geflogen. Die Grünen wollen nicht nur Wähler gewinnen, sondern suchen auch den Austausch mit den Deutschen in Übersee. Deren Erfahrungen, deren Blick von aussen sei eine Bereicherung für die Grünen.

Der kommende Wahlkampf des Grünen US-Ablegers wird vor allem online geführt werden. Deutsche in den verschiedenen Metropolregionen, wie Washington, New York, San Francisco und Los Angeles sind bereits selbst in Online Gruppen und Foren organisiert. Hinzu kommen soziale Netzwerke wie Facebook, My Space und Twitter, die ganz gezielt von den deutschen Grünen in den USA genutzt werden sollen.

Jeder deutsche Staatsbürger im Ausland hat das Recht an der Bundestagswahl teilzunehmen. Die zeitliche Beschränkungt wurde erst vor kurzem aufgehoben.