Von Höchstadt nach San Francisco – „I love se Cable Car“

Der Höchstädter Atze Bauer auf Cable Car Tour durch San Francisco.

Der Höchstädter Atze Bauer auf Cable Car Tour durch San Francisco.

Was lange währt oder so. Vor 15 Jahren hatte ich Besuch aus Franken. Atze Bauer kam vorbei und war schlichtweg angetan von der Cable Car in San Francisco. Nach einer SF Stadttour fragte er mich, ob er sich mal mein Aufnahmegerät ausleihen dürfe, er wolle ein paar Töne auf einer Cable Car Fahrt aufzeichnen.

Ein halbes Jahr später schickte mir Atze eine CD, darauf das Lied „I love se Cable Car“. Ein Ohrwurm schlechthin. Und das sage nicht nur ich, das befanden auch die Hörer meiner Sendung in und außerhalb von San Francisco. In den letzten 15 Jahren war „I love se Cable Car“ das am meisten gewünschte Lied, und dass, obwohl es nur auf der ersten Radio Goethe Compilation erschienen ist. Ja, Atze stiftete den Song auch noch für einen guten Zweck, damals fiel der Transmitter von KUSF in San Francisco aus und einige deutsche Bands halfen mit einer Benefiz-CD. Neben Atze Bauer waren aus dem Nürnberger Großraum noch Fiddler’s Green, Fade und die Shiny Gnomes vertreten. Dazu noch In Extremo, Megaherz, Faust, Hiss und viele andere. Den Cable Car Song hatte ich damals auch ans Cable Car Museum geschickt, die ganz begeistert von diesem etwas anderen und ungewöhnlichen Liebeslied waren.

Aber es geht ja hier um „I love se Cable Car“ und den aktuellen Bezug zu diesem besonderen „Evergreen“. Vor ein paar Wochen war Atze erneut zu Besuch. Diesmal hatte er eine feine, kleine Videokamera dabei, mit der er einfach alles filmte, was ihm vor die Linse kam. Er machte Aufnahmen von seinen ersten (und wahrscheinlich letzten) Surfversuchen, vom „Bush-Man“ in Fisherman’s Wharf, vom Essen und Trinken und natürlich von einer Cable Car Fahrt. Und das Ergebnis dieser letzten Kalifornienreise ist nun nach 15 Jahren das passende Video zur Radio Goethe Hitsingle „I love se Cable Car“. Idee, Kameraführung, Schnitt, Technik, Mix usw. alles Atze Bauer. Ein Selfie-Video, wie es wohl besser nicht sein könnte. Und warum hat das 15 Jahre gedauert? Die knappe Antwort des selbsternannten Höchstädter Liederchaoten, er habe erst seit kurzer Zeit ein Videoschneideprogramm mit dem er einigermaßen umgehen könne. Und, „für einen Cable Car Clip wurde es ja mal Zeit.“ Stimmt Atze, deshalb nun hier und heute die Weltpremiere des Videos zu „I love se Cable Car“. Klicken, klicken, klicken, der Song verdient den Erfolg.

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Der Kreis schliesst sich

…irgendwie zumindest. In diesen Tagen bekam ich die Nachricht, dass der Bundeswehrsender „Radio Andernach“ ab April mein Programm „Radio Goethe“ übernehmen wird. Und das freut mich sehr, auch wenn das mit mehr Arbeit für mich verbunden ist, denn ich werde fortan eine Sendung auf Deutsch moderieren müssen, die dazu auch noch etwas mehr „Mainstream“ klingen wird. Also mehr Pop und Rock, anstelle von Industrial und Electronica. Aber ich bin begeistert „Radio Goethe“ so zu präsentieren und den deutschen Soldaten, die im Ausland eingesetzt sind, eine vielseitige Musiksendung zu bieten. Ich bin gespannt auf diese neue Erfahrung und freue mich auf Rückmeldungen aus den Einsatzgebieten. Und der Kreis schliesst sich für mich, denn meine Liebe zu Amerika wurde durch das Hören von AFN Nürnberg geweckt, Armed Forces Network, dem Sender der amerikanischen Streitkräfte. Jeden Sonntag sass ich da und hörte die Charts „American Top 40“. Später dann, als ich als Morgenreporter für Radio Gong Nürnberg mit dem Gong Corsa unterwegs war, beschwerten sich meine Kollegen immer wieder, dass ich „Fremdsender“ höre, also keine Funkhaussender, denn ich liebte das Morgenprogramm von AFN. Nach dem Umzug von AFN in die US-Kaserne in Fürth besuchte ich Derby-D in der Sendung und war von seinem lockeren Moderationsstil begeistert. „Hey, what’s up in B-Berg“ begrüßte er einen Hörer aus Bamberg am Telefon, bevor er den neuesten Alternative Rock Song ankündigte.  Und „Radio Andernach“ ist für mich nichts neues. Mein Freund Ramon Montana, ebenfalls früher im Funkhaus Nürnberg tätig, war eine zeitlang Station Voice für den Sender. Von daher wusste ich von der Existenz und war neugierig, was er berichtete. Und irgendwann schrieb ich den Sender an und bot ihnen „Radio Goethe“ zur Übernahme an. Mit einigen Veränderungen im Programm und Aufbau der Sendung kann es nun also los gehen. Ich bin begeistert und hoffe, hin und wieder auch ein paar Nürnberger Bands mit ins Programm einzubauen….aber sicher doch, Fiddler’s GreenFadeRobocop KrausMissouri oder auch die Shiny Gnomes passen bestimmt….