9/11 Schwindel der Sonderklasse

Sie wurden „New York’s Finest“ und „New York’s Bravest“ genannt. Sie rannten in die brennenden Türme, als Amerika von einer Handvoll Terroristen angegriffen wurde. Doch so fein und so mutig waren einige von ihnen dann wohl doch nicht. Am Dienstag wurden Dutzende von ehemaligen Polizisten und Feuerwehrleuten, deren Anwälte und Ärzte aus New York verhaftet. Man wirft ihnen massiven Versicherungsbetrug vor, der den Steuerzahlern Hunderte von Millionen Dollar gekostet haben soll.

Am Terrortag, dem 11. September 2001, starben 343 Feuerwehrleute und 23 Polizisten in den Trümmern des World Trade Centers. Unzählige der Einsatzkräfte ließen sich danach pensionieren. Stress, Alpträume, gesundheitliche Probleme wurden angeführt. Für den Großteil der Betroffenen traf das sicherlich auch zu. Doch einige der Frührentner erschwindelten sich anscheinend lukrative Abfindungen, Entschädigungen, Pensionen. Sie arbeiteten einfach danach an anderer Stelle weiter, obwohl das unter den Rahmenbedingungen nicht erlaubt war. Auch behielten etliche der Polizisten ihre Knarren, ebenfalls ein Verstoß gegen Richtlinien. Zwei Jahre lang untersuchte unter höchster Geheimhaltung eine Spezialabteilung der New Yorker Staatsanwaltschaft mit Unterstützung des „Internal Affairs Bureau“ der New Yorker Polizei etliche Fälle von Frühpensionisten nach den Terroranschlägen von 9/11. Am Dienstag schlugen sie dann zu, verhafteten Dutzende von ehemaligen Beamten. Ein Skandal der besonderen Schwere, denn hier werden die amerikanischen „Helden“ des 11. Septembers direkt angeklagt.