„Feel the Bern“

Am Dienstag steht der „Super-Tuesday“ an. In 16 Bundessstaaten wird gewählt. Auf offene Fragen wird es danach Antworten geben. Kann Donald Trump seinen Vorsprung ausbauen? Verliert Ted Cruz in seinem Bundesstaat Texas? Bleiben John Kasich und Ben Carson im Rennen? Wie wird Bernie Sanders die Niederlage in South Carolina wegstecken?

Nach den vier Vorwahlen in Iowa, New Hampshire, South Carolina und Nevada beginnt nun ganz die heiße Phase des Wahlkampfes. Bislang konnten sich die Kandidaten und ihre Mitarbeiter auf einzelne Bundesstaaten konzentrieren, von Tür zu Tür gehen, die Wähler direkt erreichen. Das ist nun vorbei. Jetzt geht es darum, wie man geschickt seine Message in möglichst vielen Staaten an den Mann und die Frau bringt.

Bernie Sanders hat ein äußerst kreatives Wahlkampfteam hinter sich. Das erinnert sehr an die Kampagnen von Ralph Nader 2000 und Barack Obama 2008. Im neuesten Werbeclip von Sanders wird das ganz deutlich. Schnell geschnitten, Kernaussagen des Kandidaten, ein musikalischer Ohrwurm, der sogar für den Preis von einem Dollar geladen werden kann. Interessant dabei ist, dass Sanders erneut darauf verzichtet, seine Parteikonkurrentin Hillary Clinton direkt anzugreifen. Vielmehr konzentriert er sich auf seine eigentliche Aussage, die wirtschaftliche Ungleichheit im Land zu bekämpfen. Und er zielt mit dem Video auf Donald Trump und dessen Hassreden.

Der Clip zieht online seine Kreise. Die Zielgruppe ist eindeutig, Bernie Sanders will die jungen und Erstwähler im Land erreichen und sie zur Wahlurne bringen. Kein leichtes Unterfangen. Bei Wahlveranstaltungen, wie jüngst in Texas, kamen mehr als 10.000 begeisterte Unterstützer und interessierte Wähler, um Bernie Sanders zu hören und zu sehen. Diese Zahlen muß Bernie nun in Wahlstimmen umwandeln. Nur so kann der Senator aus Vermont am Dienstag Geschichte schreiben.

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