Michelle gegen Ann

Ein aktueller Audiobericht zum Thema:

Michelle Obama vs. Ann Romney     

Barack Obama und Mitt Romney bekappeln sich tagein tagaus, das geht auch noch ein paar Monate so weiter. Und wenn die in Florida wieder Mist machen mit Wahlzetteln und Auszählungen – was man durchaus von Florida erwarten kann – dann zieht sich die Wahl noch länger hin.

Interessanterweise stehen hinter den beiden Kandidaten zwei charismatische Frauen wie ein Fels in der Brandung. Die eine gräbt mit Kindern den Garten des Weißen Hauses um und pflanzt Broccoli und Paprikaschoten und macht auch noch so einige Fernsehmoderatoren im Liegestützen nass. Die andere hat fünf Söhne groß gezogen und schaltet trotz Erkrankung an Mulitpler Sklerose und Krebs keinen Gang zurück. Beide stehen zu ihren Männern und unterstützen sie wo immer es nur geht.

Michelle Obama und Ann Romney stehen im Rampenlicht und gehen beide auf ihre Art gekonnt und zum Teil sehr persönlich damit um.

„It takes a village…“

„…to raise a child“. Dieser Satz der einstigen First Lady Hillary Clinton erlebt eine ganz neue Bedeutung im Kongo. Hier muß man zusammen halten und zusammen arbeiten, um auch nur kleine Fortschritte zu erzielen.

Die lutherische Grundschule im kleinen Ort Kilungutwe. Am Rande des Dorfes gelegen findet man zwei Klassenzimmer aus Backsteinen (Bild links), selbstgezimmerte, wackelige Schulbänke, die Fenster offen, Lehmboden. Einen kleinen Hügel hinauf liegen zwei weitere Klassenzimmer für die älteren Kinder. Ein Lehmbau mit Strohdach, der mehr an einen Stall als an eine Bildungseinrichtung erinnert.

Und auch in Bukavu, immerhin eine Großstadt, ist das Bild nicht besser. In der Gemeinde Bizimana stehen zwar größtenteils aus Backsteinen gefertigte Klassenzimmer, doch der Gesamteindruck ist mehr als ärmlich. Über 400 Kinder werden hier unterrichtet. Der Boden ist unbefestigt, draußen ist es schlammig. Gleich neben dem Klassenzimmer der 1A (Bild) liegen die Außentoiletten. Im Raum riecht man die Fäkalien. Bis zu fünf Kinder teilen sich eine Schulbank. Ein paar Schüler schreiben auf Schiefertafeln, einige haben Hefte, der Großteil jedoch kann gar nicht mitschreiben. Die Unterrichtsmaterialien fehlen hier überall.

Die Schule ist eine halbstaatliche, was bedeutet, die lutherische Kirche ist der Träger, die Lehrer müßten aber eigentlich vom Staat finanziert werden. Müßten….denn  seit längerem, teilweise schon seit Jahren, haben sie kein Gehalt mehr bekommen. 40 Dollar im Monat erhält ein Lehrer normalerweise, nun leben sie von den kleinen Schulbeiträgen der Schüler. Und die kommen auch eher sporadisch und meist nur teilweise. Und dann hat der Staat am Anfang des Schuljahres verkündet, dass alle Schulen für die ersten drei Klassen kostenlos sind, was zur Folge hat, dass die Eltern nun kein Schulgeld mehr zahlen müssen. Und das, obwohl der Staat auch weiterhin nicht die Lehrer bezahlt. Eine fatale Situation.

Vor kurzem wurde einigen Lehrern ein Teilmonatsgehalt ausgezahlt. 20.000 kongolesische Franc, also rund 20 Dollar. Allerdings erhielten die Lehrer nur 17.000. Denn derjenige, der die Kasse verwaltete mußte auch was bekommen und der mußte ebenfalls etwas an seinen Vorgesetzten abdrücken.

Die Situation ist nicht anders bei den Schülern, die nach dem Abschluß den Sprung auf die Universität schaffen. Auch hier müßten die Professoren eigentlich vom Staat finanziert werden, doch Gehälter werden schon lange nicht mehr bezahlt. Deshalb treiben die Professoren das Geld bei den Studenten ein. In jeder Vorlesung, vor jeder Prüfung, wenn man die korrigierte Arbeit zurück haben will und dann auch noch das Zeugnis bekommen möchte. Natürlich zahlt man extra für die Prüfungsunterlagen, die der Prof. selbst zusammen gestellt hat.

Die Regierung in Kinshasa und der gesamte Staatsapparat leben auf dem Rücken der Bevölkerung. Für alles und nichts muß gelöhnt werden. Vor allem bei staatlichen Einrichtungen wird von den Beamten kräftig zugelangt, denn die kleinen Zugelder sind ihr Einkommen. Wenn man sich die Zustände in den Schulen ansieht weiß man, dass der Kongo in absehbarer Zeit nicht voran kommen wird. Und das, obwohl dieses Land, aufgrund seiner Bodenschätze zu einem der reichsten der Welt zählen könnte.

Herzlichen Glückwunsch Sesamstrasse

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Vor 40 Jahren, am 10. November 1969 konnten die jungen Fernsehzuschauer zum ersten mal die Sesamstrasse besuchen. Die Idee war, Kinder aus sozial schwachen Schichten mit einem Bildungs- und Unterhaltungsprogramm zu erreichen. Und das Konzept ging auf, nach wie vor ist die Sesamstrasse eine der beliebtesten Kindersendungen im Fernsehen. Die nun kommende 41. Saison beginnt mit Sendung 4187 und dreht sich um den Buchstaben „H“.

Die Sesamstrasse hat ihre kleinen und grossen Fans. Bibo oder „Big Bird“, wie er in den USA heisst, Krümmelmonster, Kermit, Ernie und Bert, Elmo und all die anderen haben sich über die Jahre einen festen Platz in den Herzen der Zuschauer geschaffen. Und ihre Programme, die sich um Buchstaben und Zahlen, ums Lesen und Rechnen drehen, sind durchaus erfolgreich. Noch im letzten Jahr schalteten in den USA pro Woche rund fünf Millionen Zuschauer die Sesamstrasse ein. Eine unabhängige Studie fand sogar heraus, dass Erwachsene, die mit der Sesamstrasse aufgewachsen sind besser in der Schule abgeschnitten haben, als jene, die ohne die witzigen Songs und Geschichten der lieben Monster und der berühmten Gäste auskommen mussten. Und in der Sesamstrasse geben sich alle die Klinke in die Hand. Jüngst sogar First Lady Michelle Obama, die mit Kindern Samen im Gemüsebeet pflanzte.

Man kann nur sagen, Happy Birtday Sesame Street….eine Gläschen Limonade auf noch viele weitere Jahre in der berühmten Strasse.

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