„The terrorists have won“

NacktscannerDie Terroristen haben gewonnen….das ist eine Schlagzeile aus den USA. Und sie ist wohl gar nicht so weit weg von der Realität. Was sich derzeit an amerikanischen Flughäfen abspielt ist schon mehr als ein gespielter Witz. Wer sich weigert, eine Ganzkörpernacktaufnahme machen zu lassen, wird von oben bis unten abgetastet…zweimal…auch zwischen den Beinen. Und wer dies nicht über sich ergehen lassen will…tja, Pech gehabt. Nonne beim SicherheitscheckEntweder Bild oder Abfummelei, den Sicherheitsbereich darf man ohne nicht mehr verlassen, das könnte sonst eine Anklage und 10.000 Dollar Strafe bedeuten. Aber man wird ja von einem freundlichen, gleichgeschlechtlichen TSA Beamten oder einer Beamtin abgegriffen. Mit sicherem, fingerfertigem und festem Griff wird dann geprüft, ob man nicht Bomben, Waffen oder sonstiges Terroristenwerkzeug am Körper oder hinter dem Hodensack versteckt hat. Und, die amerikanische Regierung verspricht, im Falle man entscheidet sich für das Ganzkörperbild, dass die Photos auf keinen Fall gespeichert oder sonstwie zugänglich gemacht werden. Schade, ich hätte gerne einen Abzug gehabt.

Amerika hat nach dem 11. September 2001 etliche Grundrechte zum Fenster rausgeschmissen. Die Aktienkurse von Sicherheitsfirmen hingegen, die solche Nacktscanner entwickelt haben, sind enorm gestiegen. Und die Terroristen haben zumindest im Angstschüren gewonnen. Osama lacht sich bestimmt schepps in seiner ollen Höhle.

Über den Wolken…(NOT)

Als die Familie Thomas kürzlich von Cleveland nach Minneapolis fliegen wollte, erlebten sie am Schalter von Continental Airlines eine Überraschung. Beim Einchecken von Herrn, Frau und Tochter Thomas leuchtete auf einmal der Name der sechsjährigen Alyssa auf. Sie, so der Continental Mitarbeiter, sei auf der sogenannten „No Fly“ Liste der US Regierung. Eine ellenlange Liste mit Threat LevelNamen, denen verboten ist, per Flugzeug in und nach den USA zu reisen. Das Ministerium für Heimatschutz gibt lediglich zu, dass es diese Datenbank gibt, allerdings nicht, wer auf dieser Liste steht, wie man darauf kommt und vor allem wie man wieder von ihr gestrichen wird.

Nach langem hin und her durfte Alyssa mit ihren Eltern den Flug nehmen, aber nur, nachdem der Vater zusicherte, umgehend mit den Behörden in Kontakt zu treten, um den Sachverhalt zu klären. Seltsamerweise war dies nicht der erste Flug der Sechsjährigen, doch das erste mal, dass ihr Name beim Einchecken auf der „No Fly“ Liste auftauchte.

Wie der Name von Alyssa auf die Liste kam ist nach wie vor unklar, die offiziellen Stellen hüllen sich in Schweigen. Das Problem für die Familie Thomas ist nun, dass sie für jeden Flug früher am Flughafen sein müssen, um nach genauer Prüfung die Reiseerlaubnis zu bekommen.

Amerikanische Umweltpolitik

Präsident Obama lässt nun doch vor den Küsten nach Öl bohren. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, meint er. Na ja, ein weiteres Wahlkampfversprechen gebrochen. Jetzt fallen die Küstenregionen, bislang geschützte Regionen in Alaska sind wohl als nächstes dran. Aber so ist das mit der amerikanischen Umweltpolitik. Viel Sinn macht das hier nicht. Weder in der grossen Politik, noch bei kleinen Dingen vor Ort. Recycling

BART heisst  hier in der San Francisco Bay Area die U-Bahn, die weite Teile der Region miteinander verbindet. Allerdings scheint Erfolg nicht gewollt zu sein. Wie sonst sollte man die Entscheidungen des Aufsichtsrats werten, wenn Autofahrer, die bislang kostenlos an den Bahnhöfen parken durften nun zur Kasse gebeten werden. Zusätzlich zum Ticket. Oder der Ticketpreis zum Flughafen wurde einfach verdreifacht. Das ist wahrlich ein guter Anreiz, das Auto stehen zu lassen.

Auch nicht schlecht ist die Absicht des Stadtrats in Berkeley, die eigenen Bürger demnächst für ihr Recycling zahlen zu lassen. Wer Müll trennt und Papier, Glas, Plastik und Alu in Zukunft in die dafür vorgesehenen Behälter einmal die Woche an den Strassenrand stellt, muss dafür blechen.

In Oakland wird man für Heimarbeit mit Steuern bestraft. Anstatt den Trend zu fördern, sich zu freuen, dass Strassen entlastet werden, kriegt man von den Stadtoberen einen drüber gebraten. Wer von zu Hause arbeitet muss eine „Business License“ beantragen, auch wenn er da nur einen Schreibtisch stehen hat und keine Kundschaft erwartet.

Auch schön ist der Neubau der Bay Bridge, die San Francisco mit Oakland verbindet. Der Ostteil muss ganz neu gebaut werden, der Westteil wird Erdbeben sicher gemacht. Geplante Kosten, 6,3 Milliarden Dollar. Und ein Fahrradweg ist geplant, allerdings nur auf dem Ostteil, der dann von Oakland bis Treasure Island in der Mitte reicht. Von dort kann man sich dann von lediglich die Skyline von San Franciso ansehen, denn weiter kommt man auf dem Drahtesel nicht.

Die amerikanische Umweltpolitik macht keinen Sinn. Egal wohin man auch blickt. Vom energiesparenden Bau neuer Häuser bis zur Nutzung der Solarenergie, vom Strassenverkehr bis zur Wegwerfmentalität, man sollte nicht zu genau hinsehen, denn sonst schlägt man nur noch die Hände über den Kopf zusammen.

Die Spannung und die Welle steigt

Bis zu 2,50 Meter soll die Welle sein, die auf Hilo zurollt. Vor ein paar Jahren war ich dort im Urlaub. Downtown Hilo auf Big Island liegt sehr niedrig und im Falle einer so gewaltigen Welle wird es katastrophale Folgen für den dortigen Innenstadtbereich haben. Der Flughafen von Hilo wurde bereits gesperrt, Anwohner und Touristen ziehen sich zurück.