Obama, der unfähige Marxist

Manchmal kann er einem schon leidtun. Barack Obama wurde von seinen Kritikern und politischen Gegnern schon alles an den Kopf geworfen, was es so an Bezeichnungen gibt. Mal ist er Marxist, mal Sozialist, mal Kommunist. Dann Nazi und Faschist, dann Islamist und von China bezahlt. Ach ja, verlogen, unfähig, naiv, einfach ein bisserl deppert ist er auch noch. Wenn man so liest und hört und schaut, was die Talkradio Quasselköpfe und die FOXNews Komödianten so alles vom Obamastapel lassen, dann ist klar, Obama ist die volle Nullnummer.

Aber ist er wirklich so schlecht? War seine Amtszeit wirklich so dermaßen katastrophal? Hat er wirklich gar nichts erreicht?

Dazu ein aktueller Audiobeitrag:

Obama und die Wiederwahl     

Kein gutes „Timing“

Gestern war „Veterans Day“ in den USA. An diesem Tag gedenkt die amerikanische Nation ihrer Veteranen, die in den Kriegen rund um den Erdball für Frieden, Freiheit und Demokratie kämpften. In den letzten Jahren, seit Beginn der Offensiven im Irak und in Afghanistan, ist dieser Feiertag wieder ganz wichtig geworden. Überall weht die amerikanische Flagge, die Soldatenfriedhöfe sind geschmückt, in Veranstaltungen im ganzen Land wird an den Einsatz der Soldaten gedacht. Wie bedeutend dieser Tag ist, zeigt auch der Blitzbesuch von First Lady Michelle Obama auf dem amerikanischen Militärstützpunkt in Ramstein.

Und genau an diesem Tag erschien in unzähligen von amerikanischen Tageszeitungen der jüngste Garfield-Comicstrip von Jim Davis (siehe unten). Und der war leider zeitlich total unpassend, denn etliche Leser und Kritiker sahen dies gleich als Angriff auf die Veteranen, als ein politisches Statement, als ein Belächeln der „wahren Helden“. Als Davis morgens in Muncie, Indiana, die Zeitung aufmachte, mußte ihn wohl der Schlag getroffen haben, denn umgehend ließ er eine Stellungnahme veröffentlichen, in der er sich ausdrücklich für das „Timing“ entschuldigte. Dieser Comicstrip sei schon vor mehr als einem Jahr gezeichnet worden und er habe dabei auf keinem Fall das US Militär im Sinn gehabt. Vielmehr habe sein Bruder in Vietnam gekämpft und sein Sohn sei im Irak und in Afghanistan eingesetzt worden.

Veteranenverbände sehen das ganze gelassen, sowas passiere und eine Entschuldigung sei nicht notwendig. Doch konservative News Organisationen, wie FOX News, blasen das ganze unnötig auf. Muß wohl so sein, denn wir sind ja hier drüben auch in einem „Cultural War“, und wer dabei das Militär unterminiert, dient dem Feind.

GARFIELD-VETERANS-DAY

Ich fass‘ es nicht!

Gestern hielt Präsident Barack Obama seine erste Rede aus dem Oval Office. In knapp 18 Minuten übernahm er die Verantwortung für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, versprach Abhilfe, Druck auf den Ölkonzern BP und stellte kurz seine neue Energiepolitik vor. Es war eine gute Rede, was dabei herauskommt, muss man in den kommenden Wochen und Monaten abwarten. Immerhin hat er heute BP 20 Milliarden Dollar für Soforthilfen für die Betroffenen in der Region abtrotzten können. Ein wichtiges Zeichen.

Sarah PalinAllerdings habe ich mir nach der Rede auch die Reaktionen auf Obamas Ausführungen angeschaut. Hätte ich mal lieber nicht tun sollen. Da turnen echt einige Verbalakrobaten durch die Fernsehnation. Allen voran die olle Sarah Palin, die sich wirklich dazu erdreistete, Barack Obama zu unterstellen, er wolle eigentlich gar nicht das Leck stopfen, sondern viel lieber seine radikale Umweltpoltik voran treiben. Da sitzt man da und hört das und denkt sich nur: boah, die Alte hat so einen an der Waffel! Palin meint, da sie noch nicht mal eine volle Amtszeit Gouverneurin von Alaska war nun alles besser zu wissen. Keine Ahnung von Tuten und Blasen, aber mitreden wollen. Und das Schlimme ist ja, sie will auch noch Präsidentin werden. Na dann, gute Nacht, Marie!

Republikaner finden sowieso alles Mist, was der Demokrat Obama anpackt. Klar gibt es politische Differenzen, aber in dem Fall der Ölkatastrophe ist es unsinnig Obama vorzuwerfen, er versuche nicht alles, um das ausströmende Öl zu stopfen. Was soll er denn machen, runtertauchen und seinen Finger aufs Loch drücken? Palin, Palin…geh‘ du mal wieder nach Alaska und schau dir deine Nachbarn in Russland an. Aber das Genöle geht einem wirklich sowas von auf die Nerven…

„Evil Dick“ kann’s nicht lassen

Viele in den USA sehen ihn als eine Ausgeburt des Teufels an. In Cartoons und in Comedy Sendungen wird Dick Cheney immer wieder als Darth Vader dargestellt, der acht Jahre lang die Strippen in der Hand hatte und den USA ein Weltbild aus Gut und Böse vorgaukelte. Cheney schuf als Vize-Präsident ein Imperium der Macht. George W. Bush, so die Meinung vieler, stand unter dem Einfluss von Cheney, der ihn in den Krieg gegen den Irak führte, Geheimgefängnisse aufbauen liess, das Lager auf Kuba ausbaute und im Innern drastische Einschnitte bei den Bürgerrechten vorantrieb.

Und Dick Cheney, anders als frühere Präsidenten und Vize-Präsidenten, kann sich mit dem Verlust der Macht nicht abfinden. Über das konservative Nachrichtennetwork FOXNews donnert und poltert er weiter gegen die, seiner Meinung nach, verweichlichte Politik von Präsident Barack Obama. Zuletzt heute morgen in der Frühsendung. Ein weiteres Zeugnis eines humorlosen Mannes, der eigene Fehler nie eingestehen würde und am liebsten weiterhin die Richtung vorgeben würde.

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Krieg der Anchormen

Schon seit Monaten gibt es einen erbitterten Krieg zwischen den Nachrichtenkanälen FOX News und MSNBC. Beide Seiten liefern sich keine Verschnaufpause. Vor allem der konservative Bill O’Reilly und sein liberaler Gegenüber Keith Olbermann behacken sich fast jeden Abend vor der Fernehnation.

Beschuldigungen fliegen hin und her. Olbermann erklärte jüngst, O’Reilly sei einer der „furchbarsten Personen auf der Welt“ und er würde O’Reilly noch nicht einmal dafür anheuern, um über eine übergelaufene Toilette zu berichten. Und der verschmähte Kloreporter liess sich nicht lumpen und griff am Dienstag die Muttergesellschaft von MSNBC, GE (General Electric) an. Bill O’Reilly zog ins Vorabendschlachtfeld mit der Behauptung, GE würde angeblich über eine Firma in Singapur Teile für Sprengfallen an den Iran liefern, die dann für Selbstmordanschläge auf amerikanische Soldaten genutzt werden. Das ganze sei eine hochgeheime Untersuchung und alles sei noch nicht bestätigt.

Eigentlich ist gar nichts bestätigt, vielmehr erklärte GE am Mittwoch in einer Presseerklärung, man handele nicht mit der Firma in Singapur und baue schon gar keine Teile für Sprengfallen. Die Behauptungen von Bill O’Reilly seien „bodenlos, unverschämt und bösartig“. Aber hier ist das Video von Bill O’Reilly, ein Stück Journalismus von dem Sender, der von sich selbst sagt „fair and balanced“ zu berichten.

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Gesundheitsreform auf Amerikanisch

Derzeit diskutieren sich die klugen und weniger klugen Köpfe in Amerika die Ohren heiss. Das Thema, die Gesundheitsreform. Präsident Obama will eine allgemeine Versicherungspflicht nach dem Modell europäischer Nationen einführen. Die Republikaner lehnen das strikt ab und malen den Teufel an die Wand. Das konservative Nachrichten Network „FOX News“ palavert schon seit Wochen mit seinen Star Moderatoren dummes Zeug. Allen voran Sean Hannity, Bill O’Reilly und Glenn Beck, die neben ihren Fernsehshows auch noch „syndicated“, also nationalweit ausgestrahlte Radioprogramme haben. Tag für Tag wettern sie gegen Obama und seine Politik.

Wie hier drüben die Diskussion über die Gesundheitsreform geführt wird, zeigt dieser Mitschnitt des Glenn Beck Programmes, das Anfang der Woche über den Äther ging….dran bleiben, das ganze wird richtig unterhaltsam:

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Obama, der Sozialist

Konservative Amerikaner haben einen neuen Feind: Barack Obama. Der 47jährige Demokrat sei für den Untergang des Abendlandes verantwortlich. So zumindest kommt es einem vor, wenn man sich mal in aller Ruhe die Berichterstattung der konservativen Medien in den USA zu Gemüte führt. Der Erfolg von Obama auf der internationalen Bühne wird von ihnen als Ausverkauf Amerikas gewertet.
Dazu hier ein aktueller Audiobericht:

Barack Obama und die Konservativen     

Das Drama beginnt

Es ist eine sehr erhitzte Stimmung in den USA. Die beiden Kandidaten hoffen auf einen guten Ausgang, aber ihre und die Anwälte der Parteien stehen bereit, um alles anzufechten, was nur den Hauch von Unklarheit hat oder was einen Nachteil für sie haben könnte.

FOX News zeigt in diesem Video ganz gut, wie die Situation ist, gerade in einem Bundesstaat wie Pennsylvania, wo die Entscheidung der Wähler noch offen ist:

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