Also reden kann er!

Das muß man ihm lassen, Barack Obama kann gut reden. Wie er da nach seinem Amtseid für gleiche Rechte für Schwule und Lesben eingetreten ist, wie er vor dem Klimawandel gewarnt hat, wie er nach mehr Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit ausrief. „We the people…“, ob das wirklich das Land an diesem kalten Nachmittag in Washington DC vereinte?

Nein. Denn schon am Montagabend und erst recht am Dienstag wetzten Republikaner und konservative Radio- und Fernsehleute offen die Messer. Auf Barack Obama warten keine rosigen Zeiten im Weißen Haus, auch wenn er noch auf der Welle seiner Wiederwahl durch die Gegend surft. Damit ist nun Schluß. Obama hat eine schöne Rede gehalten, Jubel-Trubel-Heiterkeit unter den rund 800.000 Obama Fans, die zu diesem Event kamen und denen endlich wieder ein Präsident erschien, wie sie ihn liebten, wie er ihnen aus dem Herzen sprach.

Doch die Schonzeit ist nun vorbei. Auf Barack Obama warten Probleme, nein, Berge von Problemen. Was er sich gleich mal abschminken kann ist die Hoffnung, dieses Land einen zu können. Das ist schlichtweg unmöglich. Obama wird in den kommenden vier Jahren politisch nach links rutschen. Zumindest mit seinen Ansätzen und politischen Ideen, die da von Homoehe bis strengere Waffengesetze reichen. Ob und was er davon umsetzen kann, wird sich zeigen….vor allem auch, wie sehr seine eigene Partei diesen Weg mitgehen wird. Denn 2014 stehen Kongresswahlen an, danach könnte es richtig haarig für den Präsidenten werden, wenn er bis dahin nichts als schöne Worte geliefert hat. Die Mehrheit im Senat steht auf dem Spiel, das Abgeordnetenhaus könnte dann wieder deutlichst unter die Vorherrschaft der Republikaner fallen. Und was auch nicht vergessen werden darf im Land der endlosen Wahlkämpfe, schon in diesem Jahr werden sich in beiden Lagern die ersten Kandidaten nach vorne schieben und jedes Wort und jede Tat des Präsidenten Obama bewerten.

Barack Obama hat zwar nun die Freiheit ohne Wiederwahl im Blickwinkel regieren zu können, doch er ist nun, einen Tag nach dem Amtseid, auch ein Präsident auf Abruf….so bekloppt ist das amerikanische Wahlsystem.

Happy Birthday Golden Gate Bridge

Heute vor 72 Jahren wurde die Golden Gate Bridge eröffnet, aber nur für Fussgänger. Autos durften erst einen Tag danach das Golden Gate überqueren. Der Bau der Brücke dauerte vier Jahre und kostete 35 Millionen Dollar + 37 Millionen Dollar an Zinsen, die schliesslich 1971 abbezahlt waren.

Die Golden Gate Bridge ist das Wahrzeichen an der amerikanischen Westküste. Wie die Freiheitsstatue vor New York steht sie für die Hoffnungen Millionen von Einwanderen, die nach langer Entbehrung und Reise das gelobte Land Amerika erreichten. Sie steht für Frieden, Freiheit und den „American Dream“, auch wenn man hin und wieder sehr lange auf ihr im Stau steht.