Brumm, Brumm mit Apple

Viele warten auf die Apple Uhr, die anscheinend die Zeitenrechnung neu erfinden wird. Ich werde sie mir dennoch nicht besorgen, auch wenn ich damit immer auf dem neuesten Stand sein sollte und könnte. Ich mag Apple Produkte, seitdem ich in den USA lebe arbeite ich damit. Praktisch, einfach, passend. So würde ich das ganze für mich umschreiben. Einfach ist da für mich wohl die Hauptsache. Ich brauche weder die neueste Software oder den schnellsten Rechner, die letzte App fürs iPhone oder sonstigen Schnick-Schnack. Es muss eben laufen, und das tut es. Noch immer schneide ich meine Sendungen und Beiträge auf einem veralteten G4 Computer, der manchmal rattert, doch durchhält. Geht alles.

Apple will den Automarkt aufrollen.

Apple will den Automarkt aufrollen.

Die Apple Jünger könnte ich mit meinen Produkten nicht beeindrucken. Auch nicht mit meinen eher lausigen Fähigkeiten mit Computer, Laptop oder iPhone umzugehen. Gespannt bin ich aber auf das nun angekündigte Apple Auto, das 2020 auf den Markt kommen soll. Kaufen werde ich es nicht, aber es könnte dennoch Maßstäbe setzen. Offiziell ist das Top-Secret Projekt nicht, „Kein Kommentar“ heißt es nur aus Cupertino, doch alles sieht danach aus, dass Apple in diese neue Betriebssparte vorpreschen wird.

Genug Geld hat das Cupertino Unternehmen angesammelt, um neue Wege zu gehen. 178 Milliarden Dollar liegen auf der hohen Kante. 18 Milliarden kamen im letzten Quartal dazu. Apple ist das profitabelste Unternehmen überhaupt. Und es wäre nicht überraschend, wenn Macintosh nun erneut einen Seitenweg beschreitet. Mit dem iPod hat man es vor gemacht, mit dem iPhone dann nachgezogen. Nun kommt die iWatch und bald eben das iCar. Im Auto könnten sich dann die Tech Freaks des Silicon Valley austoben. Derzeit kauft Apple von überall Spezialisten ein, um 2020 das eigene Elektroauto zu präsentieren. Es geht dabei vor allem um effiziente Batterien, die im Betrieb möglichst lange, sprich meilenweit halten.

Von Cupertino aus verfolgt man genau, was auf der anderen Seite der San Francisco Bay, in Fremont, geschraubt wird. Der Erfolg von Tesla zeigt, dass es in den USA einen riesigen Markt für hochwertige Elektroautos gibt und auch, dass man durchaus noch heute eine neue Marke etablieren kann. Da will sich Apple mit seinen kreativen Ideen nicht zurück halten. Doch einfach so eine Partnerschaft abschließen ist nicht die Apple Strategie. Vielmehr geht man eben eigene Wege. Auch ein anderes Silicon Valley Unternehmen investiert schon seit längerem in den umweltbewussteren Individualverkehr: Google. 2020 werden also einige interessante Autos präsentiert werden… wir fahr’n, fahr’n, fahr’n auf der Autobahn, wie schon einst die „deutschen Beach Boys“ gesungen haben.

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Den Segen im Vorbeifahren

Man kann Hamburger und Cola im „Drive Through“ kaufen. Es gibt „Drive Through“ Apotheken und Drogerien. Doch eine „Drive Through“ Kirche gab es wohl bislang noch nicht. Bislang, denn seit kurzem bietet die „Holy Spirit Catholic Church“ im kalifornischen Fremont ein Schnellgebet am offenen Autofenster an.

Bei Problemen im Job, in der Beziehung, im Leben, soll man nun einfach für ein paar Minuten auf den Hof der kleinen Kirche fahren, dort wartet dann schon ein ehrenamtlicher Helfer der Gemeinde, der dem Fahrer oder der Fahrerin durchs offene Fenster die Hand auf die Schulter legt und betet. Quasi eine Stärkung der geistlichen Art. „Lord Jesus Christ help this soul“. Und nein, ich mache mich nicht darüber lustig, ich finde es nur interessant, wie die katholische Kirche hier ganz neue Wege geht. Eingeladen werden nicht nur Katholiken, auch Protestanten, Muslime, Hindus und Gläubige anderer Religionen können und sollen sich angesprochen fühlen, erklärt Pastor Mathew Vellankal. Eigentlich eine tolle Botschaft; wir beten alle zum selben Gott. Ein direktes und semi-privates Gebet auf dem Nachhauseweg, denn bislang wird der Service nur von 17 bis 19 Uhr angeboten. Ich hoffe nur, dass im Hintergrund nicht solche Schmalzmusik, wie in dem Video läuft.

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6 Morde in einer Woche

Oakland erlebt derzeit eine Welle der Gewalt. Sechs Menschen wurden innerhalb einer Woche umgebracht. Zuletzt ein 13jähriger, der mit seinem Freund die Straße runter ging. Ein Mann hielt ihn an und erschoß ihn einfach. Und gestern gab es eine Schießerei zwischen der Polizei und dem 20jährigen Andrew Barrientos, Andrew Barrientosder für verschiedene Delikte steckbrieflich gesucht wurde. Als die Beamten ihn anhalten wollten, zog der eine Knarre und feuerte auf die Polizisten. Ein Beamter wurde dabei schwer verletzt und schwebt in Lebensgefahr. Zu Fuß floh Barrientos, stoppte schließlich mit Waffengewalt einen Wagen und floh. Nun ist eine Kalifornien weite Fahndung nach ihm im Gange.

Das schlimme an diesen Taten ist, dass sie ganz normal für Oakland geworden sind. In der San Francisco Bay Area wundert es niemanden mehr, wenn in Oakland rumgeballert wird und sogar Kinder und Polizisten auf offener Straße erschossen werden. Die politische Führung der Stadt hat versagt. Nicht nur der heutige Bürgermeister Ron Dellums ist mitverantwortlich an diesem Zustand, sondern auch seine Vorgänger, wie Jerry Brown, der derzeitige kalifornische Gouverneurskandidat der Demokraten. Seit Jahren schon pendelt sich die Mordrate in der Stadt auf jährlich zwischen 120 – 150 ein. Ganze Stadtteile sind „No Go Areas“ geworden. Dort spielt sich der Drogenhandel ab, dort bekämpfen sich verschiedene Gangs bis aufs Blut. Und die Politiker, die Verantwortlichen und leider auch die Nachbarschaften selbst schauen tatenlos zu.

Hier noch ein Live-Video einer Schießerei in Oakland. Unterhalb des Einkaufszentrums liegt eine Polizeistation, deshalb auch die Präsenz der Polizei dort. Und umso erstaunlicher ist es, dass selbst hier Schießereien stattfinden.

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