Achtung!…here she comes

Michelle Bachmann bleibt dabei. Sie ist sich sicher, unter ihrer Präsidentschaft wird der Spritpreis deutlich fallen. Sogar unter die zwei Dollar pro Gallone Marke. Das waeren dann 3,78 Liter Benzin für einen Euro und 40 Cent. Nicht schlecht, also sollte man sie wählen, wenn man Vielfahrer oder Trucker ist.

Auf einer Wahlkampfveranstaltung in der vergangenen Woche preschte die 55jährige mit ihrer Forderung vor und erklärte, wie kaum anders zu erwarten, dass Obama für den hohen Benzinpreis verantwortlich sei. Als er ins Amt kam lag die Gallone bei 1,79 Dollar, so die Teebeutel Vertreterin. Und nun habe sich der Preis fast verdoppelt. So nicht, Mister President. Auch wenn Wirtschaftsexperten nur laut aufschnaubten und die Augen verdrehten, als sie Bachmanns Statement hörten, die Kongressabgeordnete bleibt dabei. „Warum sollten wir das nicht schaffen? Wir sind ein „Wir Können“-Amerika“, meinte sie in einem Interview, darauf angesprochen. Bachmann verkauft in ihrem Wahlkampf den American Dream. Träumt mit mir und wählt mich schön, auch wenn das eine oder andere sich danach zum Alptraum entwickeln wird.

Michelle Bachmann hat nämlich schon den Plan zur Hand, was gemacht werden muß, damit die Amerikaner wieder für Pennies die Tanks der Monstertrucks füllen können.“Wir sind die Nummer Eins unter den Rohstoff reichsten Ländern der Welt“, erklärt sie mit stolz geschwellter Brust, so, als ob auch dafür die Tea Party verantwortlich ist. Was das im Endeffekt heißt ist klar. Unter einer Präsidentin Bachmann würde überall im Land gebuddelt und gebohrt werden, in den Küstenregionen und im hohen Norden Alaskas die Erdöl-, Erdgas- und sonstigen Rohstoffvorkommen abgebaut werden. Natur- und Artenschutz, wen interessiert das? Amerikaner sollen lieber billig über die löchrigen Highways heizen, als sich um das Rauschen im Wald und irgendwelches Vogelgezwitscher und umherstapfende Bären Gedanken zu machen. Öffentlicher Nahverkehr, ein funktionierendes Verkehrssystem…hey, this is America, du Sozialist….Amerikaner haben das Recht auf ein eigenes Auto und fahren, fahren, fahren, irgendwo steht doch auch sicherlich das, wie das individuelle Recht auf eine Knarre, in der US Verfassung,oder?….Kohle, Gas, Öl, natürlich Atomkraft, Möchtegernpräsidentin Michelle Bachmann hat großes vor in den 50 vereinigten Staaten von Amerika.

 

 

 

 

Aus die Maus für den Hummer

Die Ankündigung hätte zu keinem passenderen Zeitpunkt kommen können. Die amerikanische Automobilindustrie demontiert sich derzeit selbst, schliesst Fabriken, streicht ganze Modelle und Marken und versucht sich durch das Abstossen tausender von Händler-Showrooms gesund zu schrumpfen. Wieviele Arbeitsplätze dabei verloren gehen werden, ist noch gar nicht absehbar.

Doch in diesen düsteren Zeiten für GM, Chrysler und Ford kommt der Präsident und verkündet das umweltpolitisch sinnvolle Ziel, den Ausstoss von Autoabgasen drastisch zu senken. Ziel ist es bis 2016 den Verbrauch pro Gallone auf 35 Meilen, also 56 Kilometer pro 3,78 Liter vorzuschreiben. Damit schlägt sich Obama auf die Seite von Arnold Schwarzenegger und Kalifornien, die das schon seit langem fordern und dafür von der (amerikanischen) Automobilindustrie hart angegangen wurden. Ein Affront für die „Gas Guzzlers“ aus Detroit, die bislang mehr auf PS-Power und Bequemlichkeit setzten, als die Zeichen der Zeit und die Ansätze aus Europa und Asien zu erkennen.

Barack Obama hat mit seinen Plänen ein neues Feuer unter den schon brennenden Arsch der US Car-Manager gelegt. Nicht nur müssen sie sich jetzt gesund schrumpfen sondern sich auch noch Gedanken machen, wie man bessere, wettbewerbsfähige, umweltfreundlichere und zukunftsorientierte Modelle produzieren kann.

Aus die Maus für den Monstertruck Hummer, der noch nicht mal als Hybrid diese Zahlen liefern kann.

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