Gangland Los Angeles (4)

Besuch bei den Interventionists in Los Angeles     

Los Angeles ist ohne Zweifel die Gang Haupstadt der USA, wenn nicht sogar der Welt. Zehntausende von jungen Männern und Frauen sind in den Banden der Stadt organisiert. Die Geschichte der Gangs in LA reicht bis in die 30er Jahre zurück. Von Hollywood glorifiziert und lange Zeit einfach als Randproblem abgetan, sind heute einige Stadtteile der kalifornischen Metropole in fester Hand der Banden. Lange Jahre betrachtete man die Gangs als reines Polizeiproblem. Hier die Kriminellen, dort die Beamten im Einsatz.

Doch das hat sich in den jüngsten Jahren geändert. Los Angeles arbeitet und bezahlt mit öffentlichen Geldern verschiedene Interventionsprogramme, die von ehemaligen Gang Mitgliedern aufgebaut wurden und geleitet werden. Die Idee dahinter ist, dass die früheren Bandoleros einen besseren Zugang zu den Gangs auf den Straßen haben, im Falle von Schießereien Racheakte verhindern können. Und das scheint zu funktionieren. Ein weiterer Audiobeitrag in der Serie Gangland Los Angeles.

Gangland Los Angeles (2)

Besuch bei Homeboy Industries     

Anfang der 90er Jahre glich Los Angeles einer Kriegszone, zumindest in einigen Stadtteilen wurde scharf geschossen. Junge Menschen starben links und rechts, die Mordrate lag bei nahezu 1500 Opfern. Ein Zustand, der Politik, Sozialverbände und Kirchen auf den Plan rief, gemeinsam das Problem der Gang Kriminalität und Gewalt anzugehen.

Father Gregory Boyle, oder Father G. wie er überall in Los Angeles bekannt ist, war damals schon in seiner Gegend aktiv. Er suchte die Nähe zu Gangmitgliedern, zeigte ihnen Respekt, Hoffnung und einen Weg in die Zukunft. Aus anfänglichen Versuchen wuchs „Homeboy Industries„, eine Einrichtung, die neben der Beratung und direkten Hilfe, auch Jobtraining und Tätowierungsentfernung anbietet. Dazu ein Audiobericht, Besuch bei Homeboy Industries.