Ein Lied geht um die Welt

Das Lied der Moorsoldaten     
Das Lied der Moorsoldaten, geschrieben 1933 im KZ Börgermoor.

Die Moorsoldaten, geschrieben 1933 im KZ Börgermoor.

Heute wurde im deutschen Bundestag anlässlich des internationalen „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ auch das Lied der Moorsoldaten gesungen. Ein Lied, das 1933 geschrieben wurde und wohl zu den bedeutendesten Protestliedern gegen das Nazi-Regime gehört. Vor einiger Zeit produzierte ich für einen amerikanischen Sender ein englischsprachiges Feature zur Geschichte der „Peat Bog Soldiers“, das man hier oben hören kann.

Das Lied der Moorsoldaten ist ein tief bewegendes und oft gesungenes Lied, das eine beeindruckende Reise um die Welt hinter sich hat und in allen Sprachen und Kulturen gleichermaßen wirkte. Bei einigen Versionen läuft mir beim Anhören noch immer jedes Mal ein kalter Schauer über den Rücken.

Provokation oder Religionsfreiheit

In New York City gedenkt man in diesen Tagen der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001. Die Nachrichtenkanäle berichten rund um die Uhr, am Sonntag wird die Nation und die Welt auf die Megametropole blicken. Und immer wieder werden die Bilder der beiden Flugzeuge gezeigt werden, die in die Türme des World Trade Centers geflogen wurden.

Doch in New York will die Diskussion über den geplanten Bau eines Islamzentrum, rund zwei Straßenblocks von Ground Zero entfernt nicht abebben. Die Fronten sind verhärtet. Die einen reden von einer Moschee auf den Gräbern tausender Tote, die anderen verweisen auf die Religionsfreiheit. Diese Debatte überschattet auch den Gedenktag an die Opfer der Terrorangriffe.

Hier ein Audiobeitrag:

Die Ground Zero Moschee