Wie schnell man doch vergisst!

Zwei Kriege, die die Weltordnung veränderten. Ein Überwachungsstaat. Abbau von Bürgerrechten. Geheimgefängnisse in aller Welt. Billionen von Dollar an Schulden. Eine bröckelnde Infrastruktur. Mit diesen und mehr, nicht gerade schönen, Umschreibungen könnte man die Amtszeit von George W. Bush zusammenfassen. Doch all das zählt wohl nicht mehr.

George W. Bush ist nun beliebter als Barack Obama

George W. Bush ist nun beliebter als Barack Obama

In einer jüngsten CNN Umfrage erklärten 52 Prozent, dass George W. Bush ein guter Präsident gewesen sei. Sie hätten eine positive Meinung über den Texaner. Nur 49 Prozent der Befragten hingegen erklärten, sie hätten eine „favorable opinion“ zu Amtsinhaber Barack Obama. Der liegt also nun hinter „W“, der ihm ein gewaltiges Erbe hinterlassen hatte. Bush Senior und Bill Clinton kommen gut weg, sie liegen in der Gunst der Befragten bei jeweils 64 Prozent.

Es scheint, im Rückblick sieht man alles besser, unkritischer, rosarot. Von Krieg, Überwachung, Bürgerrechtsverletzungen will keiner mehr etwas wissen. Ja, alle Maßnahmen der Bush Regierung haben dazu geführt, dass es in den USA keine größeren Terrorangriffe mehr gegeben hat. Aber um welchen Preis?

Bush die Money Machine

George W. Bush hat im Januar 2009 das Weiße Haus verlassen. Und was machen US Präsidenten, wenn sie aus dem Amt ausscheiden? Sie sammeln Geld für ihre Präsidentenbücherei.

George W. Bush war auch schon als „Commander in Chief“ äußerst erfolgreich mit seiner Spendenbüchse. Da verwundert es nicht, dass Bush innerhalb von nur zwei Jahren mehr als 300 Millionen Dollar für seine Bibliothek zusammen gebracht hat. Insgesamt 313 Millionen Dollar in den Jahren 2009 und 2010.

Das Projekt „George W. Bush Presidential Library“ ist mit 300 Millionen Dollar veranschlagt und soll in Texas realisiert werden. Damit ist es bereits die dritte Präsidentenbücherei nach Lyndon B. Johnsons und George H.W. Bushs für den Südstaat.