Hauruck – Ruckzuck

„KMFDM are doing it again“…in San Francisco.

„KMFDM SUCKS“ schrien Hunderte von Fans am Ende des Konzertes am Sonntagabend in San Francisco. Doch sie waren alles andere als unzufrieden. Ganz im Gegenteil, si feierten eine der in den USA erfolgreichsten „deutschen“ Bands. KMFDM um den Hamburger Sascha Konietzko rockte und brachte den Regency Ballroom, einen klassischen Ballsaal, erbaut 1909, zum Beben. Mit dem rhythmischen Ruf „KMFDM SUCKS“ wurde nach Zugabe verlangt. Und die kam… weiter lesen

Ein Lied gegen Hitler

Als in Deutschland das Horst-Wessel-Lied gesungen wurde, erlebten die USA eine Hochzeit der Folk- und Protestsongs. Die 20er und 30er Jahre waren in den Vereinigten Staaten ein tumulthafte Zeit. Massenarbeitslosigkeit, Migration, Armut und Elend führten auch zu einer Musikergeneration, die zum Sprachrohr der Benachteiligten wurde. Die 30er und 40er Jahre brachten eine engagierte und kritische, eine anti-faschistische und auch patriotische Gruppe an Musikern hervor. Woody Guthrie, Pete Seeger, Joe Hill, Lead Belly und viele andere sangen Songs, in denen sie sich mit den Themen der Zeit auseinandersetzten.

Auf “That’s why we’re marching”, veröffentlicht auf Smithsonian Folkways, werden Lieder präsentiert, die einen Eindruck der amerikanischen Folkmusik-Bewegung während des Zweiten Weltkriegs geben. Titel wie “Move into Germany”, “When the Yanks go marching in”, “Mr. Hitler”, “The Fuhrer” oder auch “Round and round Hitler’s grave” zeigen, was neben den klassichen Themen der US-Troubadours zum Thema wurde. Die Musiker sangen gegen den Krieg, gegen den Faschismus, gegen die Gewaltherrschaft der Nazis, und alles mit einem patriotischen Unterton.

In der Krise rückte die amerikanische Nation zusammen. Kritik an der Lage daheim bedeutete damals (noch) nicht, dass man gegen den Einsatz für Frieden, Freiheit und Demokratie in Übersee war. Der Spanische Bürgerkrieg ein paar Jahre zuvor hatte schon früh die amerikanische Linke organisiert, und damit auch viele Folk-Musiker beeinflusst. Der Kampf gegen den Faschismus wurde ein zentrales Thema für Guthrie, Seeger und die vielen anderen. Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor richteten die Musiker erneut ihren Blick auf Europa. Hitler und seine Schergen wurden in den Liedern lächerlich gemacht, der Nazi-Diktatur frühzeitig ein Ende gesetzt.

Smithsonian Folkways greift mit diesem Album tief in den Archivschatz, der da in den klimatisierten Räumen in Washington DC schlummert. “That’s why we’re marching” belegt, welche Kraft Musik haben kann, welche Bedeutung sie hat und vor allem, wie zeitlos sie ist. Eine beeindruckende Song-Sammlung, die von einem umfangreichen Booklet begleitet wird.

Deutsche Geschichte am Golden Gate

Seitdem ich zum ersten mal 1987 in San Francisco war, interessiert mich, welchen Anteil die Deutschen an der Geschichte San Franciscos und Nordkaliforniens gehabt haben. Immer wieder höre ich Geschichten, stoße auf Namen, die Deutsch klingen, und bohre dann nach. Nun stand ein Artikel im San Francisco Chronicle, der für all das steht, was hier passiert. Die reiche deutsche Geschichte am Golden Gate fällt der Abrissbirne zum Opfer. Was weg ist, ist weg.

Nach 15 Jahren Hick-Hack hat man sich nun geeinigt, dort, wo noch die Überreste der „Schlage Lock Factory“ stehen, Neubauten mit Sozialwohnungen und zwei Parks entstehen zu lassen. Schlage? Ja, der Name geht auf Walter Reinhold Schlage zurück, der Anfang des 20. Jahrhunderts mit Umweg England aus Deutschland einwanderte. 1920 gründete er nach etlichen Patenten seine Schlossfabrik in Bayview Hunters Point, damals die Hafengegend von San Francisco.

1946 starb Walter Schlage. Seine Firma existierte weiter und wurde eine der wichtigsten Schlossfabriken in den USA, gerade als in Amerika die Kriminalitätsrate anstieg. 1974 erwarb die Ingersoll-Rand Company aus New Jersey „Schlag Lock Company“. Die Produktion wurde vor allem nach Mexiko und China verlagert.

Mit dem Abriss des Schlage Geländes am Bayshore Boulevard geht ein weiteres Stück der deutschen Geschichte in der Bay Area verloren, bevor überhaupt jemand mit der Dokumentation all der Spuren begonnen hat. Auch wenn es nur ein Fabrikgelände ist, ist es doch ein Puzzlestück in einem größeren Bild, dem man durchaus aus deutscher Sicht Beachtung schenken sollte.

Von den Anfängen der Popmusik in Europa

Black Europe – The sounds and images of black people in Europe pre-1927     

Seit weit über 30 Jahren sammele ich Platten und Cds. Seit fast 20 Jahren moderiere ich verschiedene Musiksendungen. In all der Zeit habe ich so einiges an Musik gehört. Was mir auffällt, und was mir auch immer wieder Musiker bestätigen, ist, dass Plattenfirmen weniger und weniger Geld für Albumproduktionen ausgeben. Es wird gespart an allen Ecken und Enden, und am Schluß hört man das oftmals dürftige Ergebnis. Es ist manchmal zum Schütteln. Die Leidtragenden sind die Musiker, die durch Studios gehetzt werden, die einfach nicht den richtigen Produzenten und Tontechniker an die Hand bekommen, den sie bräuchten oder deren Alben einfach aus Mangel an Werbekosten auf dem Plattenmarkt untergehen. Aber wen stört es eigentlich im Zeitalter von komprimierten mp3 Files und youtube Videos? Der Konsument will es doch so, oder?

Es gibt nur wenige Labels, die da ganz andere Wege eingeschlagen haben, viel Zeit, Energie und auch Geld für ihre Veröffentlichungen investieren. An vorderster Stelle steht da Bear Family Records aus dem norddeutschen Dorf Holste-Oldendorf. Die kleine Firma von Richard Weize ist weltweit bekannt und beliebt für ihre hochwertige Arbeit.

Nun haben sie sich nach 38 Jahren im Geschäft noch einmal selbst übertroffen. „Black Europe – The sounds and images of black people in Europe pre-1927“ heißt diese einmalige und einzigartige 44 CDs und zwei Bücher umfassende Box. Dazu eine klangreiche Rezension.

Fußballmania in den USA

So langsam kommt man auch in den USA auf den Geschmack. Die Weltmeisterschaft in Südafrika ist die fünfte WM, die ich aus den USA miterlebe und seit 1994 hat sich wahrlich viel verändert. Das größte Sportereignis der Welt wird auch hier registriert, und nicht nur das, alle Spiele werden im Fernsehen übertragen. Die Kommentatoren kennen diesmal auch die Regeln, Zusammenhänge, Spieler und Hintergründe und vergleichen nicht mehr alles mit American Football. In den Läden und Restaurants kann man Leuten zuhören, die über die Spiele des Tages diskutieren. In Cafes, Bars und auch an öffentlichen Plätzen treffen sich „Soccer“ Fans zum gemeinsamen Schauen. In der Stadt sieht man die verschiedensten Trikots. Amerika „gets it finally“.World Cup

Zum Teil werden die Spiele ja morgens live um halb fünf übertragen. Doch auch schon da sind etliche Bars gut besucht. Ein Bierchen zum Frühstück, um das eigene Team in stimmungsvoller Umgebung zu bejubeln. Der „World Cup“ macht Fussball hier noch bekannter, helfen wird es der MLS, der Major League Soccer, wenig, denn die ist ein totaler Krampf. Die Spiele der MLS laufen ja sogar zur Zeit parallel zu den Ereignissen in Südafrika…was ist das denn?

Doch alle Fernseh- und Radiostationen, die Tageszeitungen und Online News Dienste berichten ausführlich von dem, was sich am Kap der Guten Hoffnung so tut.

Music with a Mission

(An English language report for our English reading NZ readers)

The sounds of the world in the heart of Washington DC

Not far from the Capitol in Washington DC is 600 Maryland Avenue. It is a building that looks as if it could be an insurance company or a brokerage house. Instead, the second floor is home to one of the most prestigious, diverse and important record companies in the United States, if not the world, Smithsonian Folkways.

Bertold BrechtThe label was founded in 1948 by Moses Asch; he wanted to document „people’s music,“ spoken word, instruction, and sounds from around the world. Since Asch initiated this bold idea, Folkways has released more than 2,500 titles. Of these, two-thirds have sold fewer than 100 copies a year and many have sold fewer than 500 copies in total. This label and its thinkers, shapers and supporters, though, have never been in business for big bucks or number one hit singles on the Billboard charts. Folkways is about documenting a rich diversity of music, sounds and historical events in America and around the world.

Once asked how he defines Folkways, Moses Asch answered: “Anything that is sound, from Indonesian folk music to James Joyce reading his own poetry.” Woody Guthrie and Pete Seeger, Angolan freedom songs and Mongolian throat singing, Berkeley teach-ins during the Vietnam era and Bertolt Brecht before the Committee on Un-American Activities, this label’s catalogue is all over the place. Exploring their collection is akin to swimming in a pool of sounds of the 20th century.

Atesh Sonneborn has been with Folkways for 12 years. This is his dream job. An ethnomusicologist, he is still amazed by the richness of Folkways’ archive. A temperature-controlled room is the heart of the label and its vast archive. This room houses the soul of more than 60 years of Folkways Recordings. Much of it is music that is largely unknown today, such as field recordings from the South of the country, and artists such as Lead Belly and Woody Guthrie. Folkways has it all. Atesh Sonneborn just pulls out records and tells little stories about each of the recordings. He himself is sometimes amazed at what can be found. Rows and rows of shelves display reel to reels, cassettes, vinyl, master tapes, and acid tape recordings.

Many of these are extremely fragile. Each time the three times the archive has moved, Sonneborn explains, some of the acetate recordings have broken. Fortunately, today Folkways is a label that offers music of the past with current technology that can maintain or repair it. According to Sonneborn, “The Library of Congress now has a machine that can take the pieces of a broken record and piece it together on a computer, so you can play it again.”

Sonneborn stands in the center of Folkways’ archive to search for German-related recordings. This was never a specific focus, Sonneborn explains; founder Moses Asch focused predominantly on American roots music. The bulk of the Folkways catalog reflects the founder’s interest in American folk songs.

Nevertheless, his musical vision was eclectic and Asch viewed folk music as an expression of the people. Many musical researchers came to him with ideas for albums and, consequently, many different immigrant groups were featured in releases, especially those with strong communities, such as the Irish, Polish and Italian communities.

On the other hand, while Germans have deep roots in America, their shared sense of identity and culture here has been hindered by two world wars and Germany’s role in them. While cultural events and backgrounds are celebrated, they are not always cherished and preserved. Therefore, there is still no specific release of the music of German immigrants to the United States on Folkways.

That notwithstanding, many German-related recordings have made it into Folkways’ archives. Of course there are drinking songs such as, “From the Hofbräuhaus to the Reeperbahn.” There are also German Folk songs, sung by internationally acclaimed artist Martha Schlamme, in a release from 1954, and many albums featuring German songs by Ernst Wolff, who was born in Baden-Baden and had to leave his home country in 1933. Moses Asch, born of Jewish parents in Warsaw , Poland also came to the US after the brutal Nazi reign began. He acknowledged the rich German musical traditions and invited German immigrant performers to present their musical roots on his label.

Atesh Sonneborn pulls another vinyl boxset off of the shelves. Folkways released the works of ethnomusicologists Curt Sachs and Erich von Hornbostel, who developed a system of musical instrument classification. Both musical experts had to flee Nazi-Germany, and now their work is preserved on Smithsonian Folkways. Of great historical value is the release, “The Demonstration Collection of E.M. von Hornbostel and the Berlin Phonogramme-Archive,” a collaboration of several archives from 1962 that brought together music from 120 cylinder copies of wax cylinder recordings.

Together these constitute the collection of Erich Moritz von Hornbostel, which he compiled for the “Phonogramm-Archiv” of the Psychological Institute of the University of Berlin . Up until the Second World War, this was the world’s most famous and comprehensive collection of recordings of folk music, tribal music and Oriental art music. This release is surely not a bestseller and the sound quality is poor compared to today’s standards, but it does have a truly historical value, in terms of the recording technology and its cultural importance.

Dozens and dozens of recordings with a German spin can be found in the archives of Folkways. For example, Eric Bentley recorded the songs of Hanns Eisler and Bertolt Brecht and, therefore, these important songs were re-introduced to an American audience in the turbulent decade of the 60s. German can also be heard on albums such as “Folk Music from Nova Scotia” and “Folksongs of Saskatchewan”.

Over time, Asch’s basic idea for this record label has transformed. He wanted to document the music and sounds around him. Today Smithsonian Folkways has become a label that, without a specific goal or approach, preserves the music and sounds of the past for future generations. All recordings are available to the public and are not hidden away in their archives.

Folksongs of SaskatchewanWhen Moses Asch was looking for a partner or institution to take over the vast collection in the early 1980s, all labels just put him off. They were interested in the jewels of the archive, such as Woody Guthrie, Pete Seeger and Lead Belly; they weren’t, however, interested in releases such as “Early German Ballads, Vol. 1: 1280-1619,” “Bentley on Biermann: Songs and Poems of Wolf Biermann,” and “Pennsylvania Dutch Folk Songs”.

But Asch wanted to make sure that all of Folkways’ archive would remain accessible to the public. One year after Moses Asch’s death in 1986, the Smithsonian Institution Center for Folklife and Cultural Heritage in Washington D.C. acquired Folkways Recordings. An important part of the deal was that all recordings had to be available to the public. Through a grant, the entire collection has been digitalized which makes the idea of accessibility possible.

Whenever a customer orders a release on the website, even if it is the first time, five copies of the album will be printed: one for the customer, one to stay with the label, and three for future customers of the same release. This is not really a money making concept, but a beautiful way to keep the diversity of music and its roots alive.

Deutschlernen mal anders

Schüler in den USA zum Deutschlernen zu bewegen ist gar nicht so einfach. Deutsch ist nicht gerade „In“. Chinesisch, Arabisch, Französisch und vor allem Spanisch sind gefragt. In allen Teilen der USA werden Deutschprogramme an High Schools und Universitäten eingestampft. Die Nachfrage sinkt und es müssen Gelder gespart werden, da wird zuerst an den eher schwächelnden Angeboten angesetzt.

Doch einige Schulen und Unis wollen ihre Deutschprogramme halten. Die Lehrer und Professoren sind aktiv und kreativ, werben für die deutsche Sprache und bieten von Vorträgen bis hin zu verschiedensten Aktivitäten alles an, was Schüler und Studenten begeistert.

Das folgende Video ist ein gutes Beispiel dafür, hier haben sich die Deutschklassen der Fayetteville-Manlius High School in New York Peter Fox‘ „Haus am See“ einmal vorgenommen. Eine tolle Aktion, die die ganze Schule mit einbezog:

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Zur Lage der Nation

State of the Union 2010Präsident Obama hat am Abend vor dem versammelten Kongress zur Lage der Nation gesprochen. Eine vielbeachtete Rede, die von beiden Seiten des politischen Spektrums mit grosser Spannung erwartet wurde.

Dazu ein Audiobericht:

State of the Union     

Rock you all over

Die Scorpions kündigen ihr Ende an und man muss ja mal ganz ehrlich sagen „Gott sei Dank“. Denn seit dieser Nöl-Hymne „Wind of change“ konnte ich sie einfach und beim besten Willen nicht mehr hören. Das ging einfach gar nicht mehr. Klar, die Platte war ein riesiger Erfolg für die Band, hat sich verkauft wie warme Semmeln, aber das Ding war auch so weich und latschig wie eine warme Semmel. Richtig zum Rumpulen. Egal, nun soll Schluss sein, noch eine Platte, eine lang andauernde Welttournee und dann Rentnerdasein für Klaus Meine und Co.

Aber zur gleichen Zeit legt eine andere deutsche Hard Rock Formation aus längst vergangenen Tagen noch mal kräftig los. Accept melden sich zurück. Nach ihren kurzzeitigen Reunion Konzerten 2005 und dem Hit „Balls to the wall“ im Mickey Rourke Film „The Wrestler“ war das Interesse an diesen deutschen Hard Rockern wieder da. Ich bin begeistert, auch wenn es ohne Mister Einmeter Udo Dirkschneider weiter gehen wird. Dirkschneider hatte irgendwie nicht so richtig Lust auf eine Neuauflage und wollte sich lieber auf sein U.D.O. Projekt konzentrieren. Auch recht. Die neue Accept Platte soll nun im Frühjahr erscheinen und danach geht es auf Welttournee. Man kann sehr gespannt sein. Das folgende Video gibt schon mal einen Vorgeschmack.

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Rammstein auf dem Index

Liebe ist für alle daIch habe nun ein Problem. Wie erkläre ich Amerikanern, was ein Index ist und warum die jüngste CD von Rammstein „Liebe ist für alle da“ nun unterm Ladentisch verkauft werden muss? Auf Antrag der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen nahm sich nun die traute Runde der Jugendschützer und Kämpfer des guten Geschmacks die Nummer 1 der deutschen Charts vor. Geht ja auch nicht, so einen Schweinkram massenhaft zu verbreiten! Da muss man schon 18 sein, denn ansonsten wird aus einem jugendlichen Hörer noch ein potentieller Amokläufer. Beispiele dafür gibt es ja genug, dachte sich wohl auch die in Internetforen nur als „Zensursula“ bekannte von der Leyen. Man denke nur an das Massaker an der Columbine High School, die Täter sollen ja angeblich auch eine Rammstein Platte in ihrem Regal stehen gehabt haben. Und auch das erste Video für die neue Platte „Pussy“ sei ja wohl der Hammer (unpassende Wortwahl, Herr Peltner!). Die Sexszenen würden, so die Prüfkommissare, zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr in Zeiten von Aids animieren. Aids hat sich ja auch erst seit diesem Herbst drastisch ausgebreitet, weil Jugendliche nun wie die Böcke zum Rammsteinsound rumrammeln.

Ich frage mich echt, ob die werten Damen und Herren sich schon mal die Mühe gemacht haben, englischsprachigen Bands auf die schmutzigen Finger zu schauen. Wahrscheinlich pfeifen sie sogar die Melodie von Fran Zappas „Bobby Brown“ mit. Na ja, man sollte das eine nicht gegen das andere ausspielen. Tatsache ist wohl einfach, dass so eine Indizierung der jüngsten Rammstein Platte lächerlich ist. Ich frage mich wirklich, was das soll. Bislang ist die Begründung der Bundesprüfstelle noch nicht veröffentlicht worden, „Liebe ist für alle da“ steht also noch in den Plattenregalen, ist noch ohne weiteres über amazon.de erhältlich. Aber schon bald muss man seinen Ausweis zeigen, um den Silberling ganz legal kaufen zu können. Auch schön! Na, hier drüben in den USA bin ich das ja vom Bier bestellen in der Kneipe gewöhnt, ich sehe ja mit meinen 41 auch noch so aus wie 15.

Es wird sich also zeigen, ob diese Massnahme zum drastischen Verkaufseinbruch des Albums führen wird. Aber, wo kämen wir auch hin, wenn man Jugendlichen in Deutschland Gewalt und Pornographie zugänglich machen würde. Sowas sieht man ja sonst nirgends, oder?