Die Liberalen schießen zurück

Liberal Gun Club     

Eine Schießerei hier, ein Massaker da, ein Amoklauf dort. Die Nachrichten aus Amerika kommen wöchentlich. In Schulen, Hotels und auf den Straßen wird wie im Wilden Westen durch die Gegend geballert. „Someone goes postal“ heißt, ein Mitarbeiter erschießt Kollegen am Arbeitsplatz. Auch das ganz „normal“. Amerika lebt mit seinen Schußwaffen und lebt mit seinen Schießereien. Dass sich nichts ändert liegt vor allem am Einfluß der Waffenlobby, allen voran der National Rifle Association, der NRA. Die bestimmt die Diskussion, blockiert Gesetzesvorlagen auf lokaler, staatlicher und Bundesebene. Wer sich als Politiker gegen die NRA stellt, dem wird bei den nächsten Wahlen Feuer unterm Allerwertesten gemacht.

Doch nun gibt es eine neue Stimme in der Waffendiskussion. Der „Liberal Gun Club“ ist ein Zusammenschluß eher liberaler und progressiver Waffenfans. Sie verteidigen das Recht auf Schußwaffen, wollen allerdings eine neue Diskussion lostreten. Dazu ein aktueller Audiobericht:

Bomben, Scheren und Kinderüberraschung

Kinderüberraschung in den USA     

Rund 30.000 Menschen sterben pro Jahr in den USA durch Schußwaffen. Mord, Selbstmord, Unfälle. Der jüngste Amoklauf in Newtown zeigte, wie lax die Waffengesetze in den USA sind. Vor diesem Hintergrund ist es mehr als verwunderlich, dass zum Schutz und Wohlsein der Kinder, das allseits bekannte und beliebte Kinderüberraschungsei in den USA weder importiert noch verkauft werden darf. Dazu der obige Audiobeitrag.

Es wird heiss in Arizona

Von Sportlern ist man ja eigentlich keine grossen politischen Statements gewöhnt. Umso erstaunlicher und auch bewundernswerter ist es, dass das NBA Team der Phoenix Suns für ihr nächstes Spiel gegen die San Antonio Spurs ein anderes Jersey tragen wird. Darauf steht der Team Name, doch in Spanisch: „Los Suns“. Damit wolle man die riesige Latino Bevölkerung in Arizona bewusst ehren.

Phoenix SunsHintergrund ist jedoch das neue Immigrationsgesetz in dem Bundesstaat, das sich vor allem gegen Latinos wendet. Die Polizei hat nun das Recht, jeden auf der Strasse anzuhalten und zu kontrollieren, falls sie der Meinung ist, dieser könnte ein illegaler Einwanderer sein. „Racial profiling“ ist in den USA nicht rechtens, das heisst, niemand darf aufgrund seiner Herkunft oder Hautfarbe anders behandelt werden. Doch das neue Gesetz in Arizona macht genau das, denn es ist klar gegen die illegalen Grenzgänger aus Mexiko gerichtet. Eine Prozesslawine ist bereits angelaufen, um das Gesetz zu stoppen. Die Obama Administration in Washington lässt es auch auf die Verfassungskonformität hin prüfen.

Und nun bekennen die Phoenix Suns Farbe und erklären, mit ihrer kleinen Aktion wollen sie auch auf die multikulturelle Vielseitigkeit der NBA hinweisen. Das Aufsehen ist ihnen auf alle Fälle geglückt.