Tod für die Todesstrafe

Gestern hatte ich ein interessantes Interview mit Jeanne Woodford, der früheren Gefängnisleitung von San Quentin. Sie fing als Wärterin in den 70er Jahren an und arbeitete sich nach oben. Von Gouverneur Grey Davis wurde sie zum „Warden“ ernannt, überwachte als Gefängnisdirektorin in San Quentin vier Hinrichtungen. Von Gouverneur Arnold Schwarzenegger wurden sie später in die Administration des „California Departments of Corrections“ geholt, um dort die Reform des Strafvollzugs zu koordinieren.

Eine normale Karriere einer sehr klugen, weitsichtigen und interessanten Frau. Doch dann wendete sie sich von CDC ab und wurde die Direktorin der größten Anti-Todesstrafenorganisation „Death Penalty Focus“. Jeanne Woodford weiß wovon sie spricht, selbst Befürworter der Todesstrafe hören ihr zu, wenn sie auf die Probleme der Höchststrafe und im Strafvollzug allgemein hinweist. Ihr macht niemand etwas vor.

Wir sprachen über ihren Werdegang, ihre Erfahrungen, ihre Sicht auf Strafvollzug und Todesstrafe, über ihre sehr persönlichen Erlebnisse mit Todeskandidaten, aber auch über die Zukunft der „Death Penalty“ in Kalifornien und in den USA. Woodford ist sich sicher, dass im kommenden Jahr die kalifornischen Wähler die Todesstrafe in diesem Bundesstaat abschaffen werden.

Das ganze Interview gibt es demnächst in der Printausgabe der Nürnberger Zeitung zu lesen.