Obama wieder im Chefsessel

Obama und Air Force OneDie letzten Wochen und Monate waren für Präsident Barack Obama alles andere als lustig. Nichts lief so, wie er es wollte und plante, die Unterstützung für ihn sank in der eigenen Partei und in der Bevölkerung. Die oppositionellen Republikaner sahen schon wieder Oberwasser. Obama wurde als Ein-Amtszeit Präsident belacht.

Doch damit ist seit letzten Sonntag Schluss. Obama setzte sich mit seiner Gesundheitsreform durch, ist sich mit den Russen über ein Abrüstungsabkommen einig und besuchte am Wochenende auch noch kurz die Truppen in Afghanistan und Präsident Karzai. Obama greift nun an, zeigt seine Stärken, sitzt wieder fest im Chefsessel im Weissen Haus. Obama in Afghanistan

Zwar heisst es, er habe mit der Gesundheitsreform einiges an Kredit bei Abgeordneten und Verbündeten aufgebraucht, doch Barack Obama will nicht einfach abwarten, er macht weiter und das in Siebenmeilenstiefeln. Denn mit der kommenden Kongresswahl im November könnte sich das politische Klima in Washington und auch die Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses von grundauf ändern. Schon jetzt blasen die Republikaner zum Angriff. Sie wollen blockieren wo es geht und mobilisieren ihre Basis für einen „Jahrhundertkampf“. Allen voran Sarah Palin, die nun das Darling der republikanischen Partei ist. Sie tritt bei den verschiedensten „Tea Party“ Zusammenkünften auf und besticht durch platte Sprüche und inhaltsloses Geschwätz. Die politische Diskussion ist in Amerika auf einen neuen Tiefpunkt gefallen. Da tut es gut, dass der Mann im Weissen Haus endlich wieder das macht, für was er angetreten ist. Obama regiert wieder das Land.