Schüttel Dich in 10 Km Höhe

Ich muß das nicht verstehen, oder? „Harlem Shake“ heißt dieses abgefahrene Rumgezappel, das mittlerweile überall abgeht. Und ich meine überall. Unter Wasser und auf öffentlichen Plätzen, in Afghanistan und Ruanda, in Kindergärten und Universitäten, von Verkleideten und Splitternackten und nun sogar auch in 30.000 Fuss Höhe über den Rocky Mountains.

Auf einem Frontier Airlines Flug von Denver nach San Diego hatte ein College Frisbee Team die grandiose Idee mal „was anderes“ zu machen. Sie fragten die Flugcrew, ob man sowas mal machen könne, die willigte ein und los ging das Geschüttel. Das Video wurde kurz nach der Landung online gestellt und verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Einer der das Video auch sah, arbeitet jedoch für die FAA, die Flugaufsichtsbehörde in den USA, und fand das Getanze gar nicht witzig. Wieder im Büro und ganz dienstlich wurde zugleich eine Untersuchung des Vorfalls angeordnet. Könnte ja sein, dass die Sicherheit gefährdet gewesen sei, das Anschnallzeichen aufleuchtete und keiner reagierte vor lauter Rumgehampel.

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Harlem schüttelt sich

Erst Gangnam Style, dann kam der „Harlem Shake“. Auf youtube zucken die Leiber wild durcheinander. Einer hat damit angefangen und nun wird das Web überschwemmt. Von der Freiwilligen Feuerwehr in Unterhöfenoberbach bis zum Großraumbüro des Einwohnermeldeamts in Castrop Rauxel, alle machen es, alle wollen auch mal „cool“ sein, youtube Star werden. Geht es noch? Und ist das wirklich Original Harlem? Tanzen so die Schwarzen im New Yorker Distrikt?

Der Filmemacher Chris McGuire hat mal nachgefragt und Passanten auf der Straße in Harlem interviewt. Die waren geschockt, was die Welt nun von Harlem lernt und denkt. Die Einladung steht: „Kommt mal her, dann zeigen wir Euch den richtigen Harlem Shake“

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