Hunderettung mit Hilfe von facebook

Beth Gresham aus Memphis, Tennessee, wollte ihren Augen nicht trauen. Da vor ihr lief ein Hund, dessen Kopf in einem Plastikcontainer steckte. Als sie dem verschreckten Vierbeiner näher kommen wollte, nahm er reißaus und rannte in einen nahegelegenen Wald. Kurz kam er nochmal hervor, Gresham konnte ein Bild von ihm machen und eilte zurück ins Büro. Sie vergrößerte das Bild des jungen Hundes, stellte es auf facebook und hoffte auf Hilfe bei der Suche nach dem Vierbeiner. „Ich gehe jetzt noch mal vom Büro dorthin“, schrieb sie.

Und tatsächlich, gleich mehrere Helfer sahen den Hilferuf auf facebook und eilten zum Waldgebiet, um Gresham bei der Suche nach dem Mischling zu unterstützen. Nach einer Weile fanden sie den hilflosen und verängstigten Hund und befreiten ihn vorsichtig aus seiner misslichen Lage. Abgemagert und sichtlich durstig machte er sich gleich über das angebotene Fressen und das Wasser her. Und dort im Wald fanden die Helfer auch gleich noch einen weiteren ausgesetzten Vierbeiner.

Ob der Plastikcontainer absichtlich auf den Kopf des Hundes gedrückt wurde oder ob der Hund aus Versehen seinen Kopf hineinsteckte ist nicht bekannt. Beide Vierbeiner fanden jedoch ein neues Zuhause.

Hass und Haiti

Pat RobertsonRush Limbaugh ist ein Döskopp und Pat Robertson eine absolute Pappnase. Diese zwei Quatschköpfe haben in dieser Woche wirklich den Vogel abgeschossen. Der verbohrte und extrem nervige Fernsehprediger Robertson hatte das Erdbeben in Haiti damit erklärt, dass die Menschen dort sich dem Voodoo Glauben zugewandt hatten und wer einen Pakt mit dem Teufel eingehe, der brauche sich über die Strafe Gottes nicht zu wundern. Auch eine Erklärung, die sicherlich sehr hilfreich in dieser Situation ist. Wenn Robertson so ein seniler, alter Prediger wäre, der nur nachts, wie so viele andere, die schlaflosen Amerikaner belabert, dann wäre das kein Ding. Doch Pat Robertson hat ein richtiges Fernsehimperium mit seinem „Christian Broadcasting Network“ und seinem „700 Club“ aufgebaut. Und als ehemaliger Präsidentschaftsanwärter hat er grossen Einfluss auf die religiöse Rechte und die Diskussion um Moralvorstellungen in den USA.

Rush LimbaughAber so richtig genervt hat in dieser Woche vor allem Rush Limbaugh, der bekannteste und erfolgreichste Radio Moderator, der Tag für Tag auf rund 500 Stationen die Amerikaner gegen Barack Obama aufpeitscht. Limbaugh ist ein Hassprediger, der in seiner Sendung behauptete, Präsident Obama würde die Katastrophe in Haiti nur für die eigenen politischen Ziele nutzen. Er wolle sich mit seiner schnellen und massiven Hilfe für die Erdbebenopfer nur bei den „leicht farbigen und dunkelhäutigen“ Amerikanern einschmeicheln. Auch wendete er sich gegen jegliche Spenden, denn man „zahle ja über die Einkommenssteuer“ für die Hilfsmassnahmen. Limbaugh ist ein Quasselkaspar, der seinen Hass auf diesen Präsidenten überhaupt nicht versteckt. Das Problem ist, dass dieser selbstverliebte Verbalschläger grossen Einfluss auf die republikanische Partei hat und als Gradmesser der Konservativen im Land gesehen werden muss. Rush Limbaugh kann fast eigenhändig einen Kandidaten ins Amt heben oder ihn total zerstören. An ihm kommt Amerika derzeit nicht vorbei.