Tod und Anarchie in Juarez

Ciudad JuarezÜber die Situation im nordmexikanischen Ciudad Juarez wird in diesen Tagen viel berichtet. Ein erneutes Massaker an Jugendlichen geht durch die Nachrichten…

Vor einigen Monaten besuchte ich die Grenzstadt zu El Paso. Als ich dort war, wurden täglich „nur“ zehn Menschen ermordet. Mittlerweile ist die Situation erneut außer Kontrolle geraten. 20-30 Menschen werden in Juarez täglich Opfer von Gewaltverbrechen…..und ein Ende ist nicht in Sicht.

Zum Nachhören hier das SWR/DRS-Feature. Reise in eine Stadt, die im Chaos versinkt:

Besuch in Ciudad Juarez     

Angela Merkel in Stanford

merkelBundeskanzlerin Angela Merkel kam nach ihrem Washington DC Trip nach Kalifornien. Neben einer Stippvisite in Hollywood stand auch die San Francisco Bay Area auf dem Programm. Überschattet wurde der letzte Tag ihrer USA Reise von der Nachricht der getöteten deutschen Soldaten in Afghanistan.

Am Donnerstagmorgen besuchte Merkel das Lawrence Berkeley National Lab und wurde dort von 130 deutschen Wissenschaftlern empfangen. Danach ging es ins Silicon Valley. Dort besuchte die Kanzlerin einige Unternehmen. Zum Abschluss stand noch ein Vortrag auf dem Campus der Stanford University an. Hier die gesamte Veranstaltung im O-Ton:

Angela Merkel in Stanford     

Supernasen im Einsatz

Jährlich erkranken rund 9000 Frauen in Deutschland an Eierstockkrebs. Das Problem ist oftmals dabei, dass diese Form des Krebses erst zu spät entdeckt wird und sich bereits Metastasen gebildet haben. Im kleinen San Anselmo in Kalifornien, nördlich von San Francisco, hat sich die Pine Street Stiftung der Aufklärung und Früherkennung des Krebes verschrieben. Und dafür hat man ein paar empfindliche Nasen angeheuert

Auf die Idee, Hunde als wissenschaftliche Mitarbeiter einzusetzen, kam man über einen Artikel im englischen Medical Journal „Lancet“. Darin wurde eine Frau beschrieben, deren Hund immer wieder ein Bein der Frau anbellte, daran kratzte und auch biss…Immer an der gleichen Stelle. Schliesslich ging die Frau zum Arzt und es stellte sich heraus, dass sie genau dort Hautkrebs hatte.

Die Forscher der Pine Street Klinik dachten sich, wenn Hunde das schon ohne Ausbildung könnten, dann sollte man mal versuchen sie gezielt auf den Geruch von Krebs zu trainieren. Vor drei Jahren gab es die ersten sehr positiven Ergebnisse beim Lungen- und Brustkrebs. Nun wendet man sich dem Eierstockkrebs zu. Bis zum Ende des Jahres werden noch Frauen in das Projekt aufgenommen, die einfach nur in einen Behälter mit Fasern ausatmen müssen. Man geht davon aus, dass diese Fasern den Geruch des Krebses auffangen. Anschliessend werden die Hunde darauf trainiert.

Wer das nun einfach so als Blödsinn oder Humbug abtut, der sollte bedenken, dass der Geruchssinn von Hunden phänomenal ist. Sie werden in der Drogen- und Bombensuche eingesetzt, sind im Einsatz um Verschüttete zu finden und können sogar von einem Boot aus Ertrunkene am Grund eines Sees erschnüffeln. Warum also nicht auch Krebs?

Ein Audiobeitrag