Von den Anfängen der Popmusik in Europa

Black Europe – The sounds and images of black people in Europe pre-1927     

Seit weit über 30 Jahren sammele ich Platten und Cds. Seit fast 20 Jahren moderiere ich verschiedene Musiksendungen. In all der Zeit habe ich so einiges an Musik gehört. Was mir auffällt, und was mir auch immer wieder Musiker bestätigen, ist, dass Plattenfirmen weniger und weniger Geld für Albumproduktionen ausgeben. Es wird gespart an allen Ecken und Enden, und am Schluß hört man das oftmals dürftige Ergebnis. Es ist manchmal zum Schütteln. Die Leidtragenden sind die Musiker, die durch Studios gehetzt werden, die einfach nicht den richtigen Produzenten und Tontechniker an die Hand bekommen, den sie bräuchten oder deren Alben einfach aus Mangel an Werbekosten auf dem Plattenmarkt untergehen. Aber wen stört es eigentlich im Zeitalter von komprimierten mp3 Files und youtube Videos? Der Konsument will es doch so, oder?

Es gibt nur wenige Labels, die da ganz andere Wege eingeschlagen haben, viel Zeit, Energie und auch Geld für ihre Veröffentlichungen investieren. An vorderster Stelle steht da Bear Family Records aus dem norddeutschen Dorf Holste-Oldendorf. Die kleine Firma von Richard Weize ist weltweit bekannt und beliebt für ihre hochwertige Arbeit.

Nun haben sie sich nach 38 Jahren im Geschäft noch einmal selbst übertroffen. „Black Europe – The sounds and images of black people in Europe pre-1927“ heißt diese einmalige und einzigartige 44 CDs und zwei Bücher umfassende Box. Dazu eine klangreiche Rezension.