Ein (Teil)Ende der Schimpansenversuche

Das US amerikanische „National Institute of Health“ (NIH) hat ganz still und leise das Schimpansenprogramm der Regierung beendet. Direktor Francis Collins hat angekündiget 50 verbliebene Schimpansen, die noch für biomedizinische Versuche zur Verfügung standen, in ein Schutzgebiet zu überführen. Damit beendet die Bundesregierung in den USA ihr langjähriges und umstrittenes Programm.

Bereits vor zwei Jahren wurden auf Druck von verschiedenen Tierschutzorganisationen 300 Schimpansen aus Forschungseinrichtungen im ganzen Land in mehr „humaneren Einrichtungen“ untergebracht, wie dem „Chimp Haven“ in Louisiana. Der Kongress hatte vor 15 Jahren für die langfristige Versorgung der Schimpansen in solchen „Sanctuaries“ 30 Millionen Dollar veranschlagt, die jedoch schon fast aufgebraucht sind. Nun wird mehr Geld für die Schimpansen benötigt. Die Rede ist von zwei Millionen Dollar pro Jahr für die Versorgung der Affen.

NIH-Direktor Francis Collins erklärte nun in einer Email: „Es ist an der Zeit einzugestehen, dass es keine Berechtigung mehr dafür gibt, 50 Schimpansen für invasive biomedizinische Forschung bereit zu halten“. Der NIH-Direktor verteidigte jedoch die jahrezehntelangen Schimpansenversuche. Mit 98 Prozent gleicher DNA seien die Ergebnisse bedeutend für Amerikaner gewesen, so Collins. Doch heute gebe es alternative Methoden in der Forschung, die Versuche an den Tieren obsolet machen.

Nach dem Ende des Programmes in öffentlicher Hand sind in den USA noch rund 400 Tiere in privaten Forschungseinrichtungen untergebracht. Die Tierrechtsorganisation „Humane Society“ will sich nun verstärkt für ein allgemeines Ende der Schimpansenversuche in den USA einsetzen.

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Hundekampf im amerikanischen Südosten

Nach über dreijährigen Ermittlungen schlug man nun endlich zu. Vor ein paar Tagen wurden Häuser in Alabama und Georgia durchsucht, 12 Personen festgenommen, 500.000 Dollar beschlagnahmt und 367 Hunde sichergestellt. Es war ein gezielter Schlag gegen eine Hundekampforganisation im Südwesten der USA. Viele der Tiere waren unterernährt, stark verwundet, mit Flöhen übersät. Der zuständige Staatsanwalt, George Beck, erklärte auf einer Pressekonferenz: „Ich glaube, wenn Danté noch leben und sein „Inferno“ neu schreiben würde, die niedrigsten Orte der Hölle wären für jene reserviert, die unsere Tiere und unsere Kinder quälen“.

Nach wie vor sind Hundekämpfe in den USA beliebt. In jedem Bundesstaat werden immer wieder illegale Gruppen ausgehoben, die auf kämpfende Hunde wetten. Selbst in Oakland gibt es solche… ja, wie nennt man diese Leute, die sich sowas ansehen, darauf wetten, wie sich zwei Hunde zerfleischen?… Unmenschen(!?). Ein Grund für mich, meinen Hund nie vor einem Laden anzuleinen, denn Hunde verschwinden hier spurlos, werden als Köder zum Scharfmachen der Kampfhunde verwendet.

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Was ist das für eine Entschuldigung?

Gewalt gegen Frauen, gegen Kinder, gegen andere wächst in wirtschaftlichen Notlagen. Das zeigen die harten und trockenen Zahlen von Statistiken. Seit ein paar Jahren dreht sich in den USA die Spirale immer weiter nach oben. Auch Haustiere leiden unter brutalen Übergriffen und Vernachlässigungen. Mit dem Platzen der wirtschaftlichen Blase vor ein paar Jahren, bekamen die Tierheime in den USA viel zu tun. Haustiere wurden mißhandelt oder einfach in Häusern zurück gelassen, sich selbst überlassen. Tür zu, abgesperrt und abgereist.

In den letzten zwei Wochen schockierten allerdings gleich mehrere Tiermißhandlungen die Tier Cops der „City By They Bay“. Sie sahen sich nun gezwungen an die Öffentlichkeit zu gehen.

Da schmiss ein Mann einen Hund einfach aus dem zweiten Stock, ein anderer Vierbeiner wurde einfach in einer Kiste neben einen Müllcontainer abgestellt, ohne Fressen, ohne Wasser. Eine Gruppe von Hunden wurde unversorgt in einer Wohnung zurück gelassen, bis sie einen von sich angriffen, um selbst überleben zu können. Und das jüngste Beispiel ist ein kleiner, zehn Monate alter Hund, der brutalst geschlagen und mißhandelt wurde. Dabei erlitt das Tier mehrere Brüche, konnte nicht mehr alleine stehen, urinieren und ist durch die Schläge blind geworden. Nun ist es im Tierheim von San Francisco untergebracht. Die Polizei ermittelt und sucht den Besitzer.

Auch wenn die Aktienkurse steigen, die Arbeitslosenzahlen fallen, der Wirtschaftsmotor der  USA wieder zum Laufen kommt. Unter der amerikanischen Oberfläche brodelt es.