Farmer aller Länder vereinigt Euch

Über meine Webseite radiogoethe.org bekomme ich immer wieder so einige Anfragen. Mir werden dubiose Gäste für die Sendung angeboten, Schlager und Volksmusik Lieder landen im Postfach, Praktikanten und freie Journalisten möchten im Sender „Radio Goethe“ arbeiten, was mir nur zeigt, all jene haben noch nie in das Einstundenprogramm reingehört. Und nun kam auch mal wieder eine Mail von einer „Casting Agentur“.

Vor ein paar Jahren wurde ich schon kontaktiert, ob ich nicht Interesse daran hätte, in einer „Auswanderer Sendung“ mitzumachen. Als sie mir sagten, ein Kamerateam würde dann eine Woche lang quasi rund um die Uhr hier filmen, winkte ich dankend ab. Ich bin nicht gerade ein Morgenmensch und brauche weder nach dem Aufstehen die richtige Ausleuchtung, noch will ich dabei gefilmt werden, wie ich mit meinem Hund morgens um den Block laufe. Ganz zu schweigen davon, dass ich in meinem chaotischen Büro und Musikarchiv meine Ruhe und meine Freiheit als freier Journalist sehr genieße.

Jetzt aber kam zum zweiten Mal diese Anfrage hier: „Wir sind eine TV-Produktionsfirma mit Sitz im Herzen von Berlin und produzieren für einen großen Sender RTL die Sendung „Bauer sucht Frau“. Da es uns ein Anliegen ist, nicht nur den Bauern in Deutschland bei der Suche nach der Partnerin fürs Leben zu helfen, sondern auch deutschsprachigen Bauern aus dem Ausland – hier meine Frage: Haben Sie Kontakt zu alleinstehenden, deutschsprachigen Landwirten?“

Schon nach der ersten Kontaktaufnahme vor ein paar Monaten schrieb ich zurück, dass ich hier in Oakland keine Farmer kennen würde und mir im Wine Country bislang noch kein deutschsprechender Junggesellen-Winzer in die Quere kam. Damals, wie auch jetzt, verwies ich die Dame von der TV-Produktionsfirma auf den Mittleren Westen, nach Wisconsin, Iowa, Illinois. Die Chancen wären dort wohl deutlich besser, einen deutschsprechenden Bauern zu finden, denn das ist Farm Country und gerade dorthin zog es viele deutsche Immigranten. Und, dort werden die deutsche Sprache und deutsche Traditionen noch gepflegt.

In ihrer Mail verweist die Firma auch darauf, dass sie schon Partnerinnen für Farmer in Namibia und Kanada gefunden haben: „Bei unserem Teilnehmer Gerald aus Namibia hat es auch geklappt, er hat seine Anna, die er durch uns kennengelernt hat, dieses Jahr geheiratet. Auch bei Andreas aus Kanada und Jörn, der ebenfalls in Namibia lebt, sieht es momentan nach großer Liebe aus.“ Das freut mich natürlich sehr, dass das Konzept „Bauer sucht Frau“ auch international „gut“ ankommt….gesehen habe ich die Show leider noch nie, ich glaube, ich werde auch weiterhin passen. Aber gerne gebe ich hier für interessierte deutschsprachige Farmer, Bauern und Landwirte in den USA die Email Adresse der Produktionsfirma weiter – casting@bauer-sucht-frau.deund wünsche viel Glück.

Obama ist an allem schuld

Die Liste ist lang, die Präsident Barack Obama in den letzten acht Jahren erstellt hat; seine Schuldliste. Einige Republikaner beschuldigen ihn sogar, für das Chaos in ihrer eigenen Partei verantwortlich zu sein, denn Obama habe mit der Gesundheitsreform „Obamacare“, mit seiner Außenpolitik, seinen eigenwilligen Entscheidungen den Boden gesät für jemanden wie Trump. Und am Freitag meinte sogar FOXNews Moderatorin Megyn Kelly, dass Obama schuldig sei an der Veranstaltungsabsage von Donald Trump in Chicago. Obama, so Kelly, sei mit den Slogans „Change“ und „Hope“ angetreten, er habe das Land wieder zusammenführen wollen. Und nun sehe man, was all das gebracht habe. Der führende republikanische Kandidat im Rennen werde an seinem Grundrecht auf Meinungsfreiheit gehindert.

In Chicago spielten einige mit dem Feuer. Foto: AFP.

In Chicago spielten einige mit dem Feuer. Foto: AFP.

Am Abend kam es zu einem Zusammenstoß in Chicago. Illinois wählt am Dienstag, Trump wollte in einer Großraumhalle der University of Illinois eine seiner typischen Wahlkampfveranstaltungen durchführen. Tausende von Trump-Unterstützern waren gekommen, doch noch mehr Trump-Gegner waren vor Ort, zumeist Studentinnnen und Studenten, junge Leute, deren Ziel es war, die „Party“ zu verhindern. Und das gelang ihnen am Schluß. Die Polizei mußte mit Sonderkräften einrücken, um die beiden politischen Lager zu trennen. Es kam zu verbalen Konfrontationen, zu Schubsereien, zu einigen Faustschlägen, doch insgesamt ging alles glimpflich aus. Donald Trump ließ dann schließlich verkünden, dass er seinen Auftritt absage, „um die vielen Menschen zu schützen“. Der Milliardär erklärte, er habe sich mit den Polizeieinheiten abgestimmt, die jedoch verneinten das anschließend und sahen sich nach der überraschenden Absage vor ein noch größeres Problem gestellt.

Donald Trump hingegen ließ sich gleich telefonich mit MSNBC, CNN und FOXNews verbinden, zur besten Sendezeit am Abend, und beschrieb sich als Opfer Obamas. Dieses Land, so Trump, sei tief gespalten. Sein Grundrecht auf Meinungsfreiheit sei von „Strolchen“ mit Füßen getreten worden. Organisationen, wie moveon.org hätten zum Protest aufgerufen, die selbe Organisation, die auch Barack Obama im Wahlkampf unterstützt hatte. Amerika gehe vor die Hunde, so Trump. Alles Dank Obama. Es müssten neue Zeiten anbrechen, und er sei der Mann, der Amerika wieder „great“ machen werde.

Wie sich dieser „Zwischenfall“ auf den Wahlkampf und das Wahlverhalten am kommenden Dienstag auswirken wird, ist noch offen. Seine politischen Gegner, Marco Rubio und auch Ted Cruz, gaben Trump eine Teilschuld. Er habe durch seinen provokativen Wahlkampf den Ton gesetzt, die zu verurteilenden Proteste in Chicago seien jedoch nur eine Antwort auf den Verbalangriff Donald Trumps gewesen. Ruhe hingegen herrschte bei den Demokraten. Hillary Clinton und Bernie Sanders schienen am Freitagabend die Bilder aus Chicago wirken zu lassen. Denn was sie da sahen, war der aktuelle Zustand der republikanischen Partei, einer Partei, die einen Frontrunner hat, der auf massiven Widerstand in der Bevölkerung stößt.

Frau Senatorin Obama

Kandidiert Michelle Obama für den US Senat?

Elizabeth Dole, Hillary Clinton, in Deutschland Doris Schröder-Köpf. Die Frauen an der Seite von bekannten Politikern wollen es dann irgendwann doch selbst mal wissen. Einige sind erfolgreich, andere hätten es lieber lassen sollen. Und nun also Michelle Obama. Es wird schon lange gemunkelt, dass Michelle Obama in die Politik will, wenn ihre Familie Anfang 2017 aus dem Weißen Haus ausziehen muß.

Barack Obama wird dann durch die Welt reisen und viel Geld mit Vorträgen verdienen, die Kinder werden flügge und werden auch nicht daheim bleiben. Da ist der Schritt nicht weit für Michelle Obama ihren Hut in den politischen Ring zu werfen. In Illinois wird 2016 einer der zwei Senatsposten neu gewählt. Der republikanische Amtsinhaber Mark Kirk muß sich den Wählern stellen. Einige in der demokratischen Partei hoffen darauf, dass FLOTUS (First Lady Of The United States) kandidieren wird. Und die Anzeichen dafür sind da. Michelle Obama mischt sich ein, sucht die Auseinandersetzung mit den Republikanern über ihr Schulessenprogramm. Sie reist nach China, setzt sich für die entführten Mädchen in Nigeria ein und übernimmt immer mehr eine öffentliche Rolle, die so gar nicht die einer First Lady ist. Und Michelle Obama hat den nötigen Bekanntheitsgrad, um von Null auf 100 in ein Rennen einzusteigen.

2016 könnte ein spannendes Wahljahr werden, wenn Hillary Clinton kandidiert  (was ich nach wie vor nicht glaube), ihr Gegner aus den republikanischen Reihen Jeb Bush heißen sollte und dazu noch Michelle Obama als First Lady um einen Senatorenposten in Illinois kämpft. Na, da werde ich was zu berichten haben.

 

Keine Drohnen mehr für die Jagd

Das schöne Alaska. Die Weite, die unberührte Natur, die Nachbarschaft zu Russland. Kein Wunder, dass sich Sarah Palin hier sauwohl fühlt. Kaum Verkehr, kein Lärm, eine Landschaft, wie Gott sie geschaffen hat. Nur da summt etwas. Hoch oben über den Wipfeln. Eine Drohne sucht den Wald ab, ob nicht hier oder da, ein Hirsch oder eine Elchkuh grast. Gesteuert wird das Flugobjekt von Jägern, die im Trockenen sitzen und so auf die Jagd gehen. Nein, sie lassen (noch) keine Bombe fallen, um den Wild zu erlegen, sie wollen nur Informationen aus der Luft einholen, um zu wissen, wohin sie dann ziehen müssen. Manchmal wird die Drohne auch direkt zum Jagen eingesetzt, sie treibt das Tier direkt vor die Flinte der Jäger. Ist ja auch saukalt in Alaska, man will sich ja nichts abfrieren und unnötig aus der warmen Stube oder dem Campingbus raus müssen.

Doch damit ist bald Schluß. Die Aufsichtsbehörde fürs Jagen in Alaska hat nun beschlossen, dass man in Zukunft keine Drohnen mehr bei der Jagd zum Einsatz bringen darf. Nun läuft den flugunterstützten Jägern die Zeit weg, denn ab 1. Juli könnte dieses neue Gesetz in Kraft treten, falls das Parlament zustimmt. Und Alaska ist nicht der einzige Bundesstaat, in dem die Drohnenjagd noch erlaubt ist. Auch in Colorado versuchen einige Kommunen diese Form des „Huntings“ mit lokalen Gesetzen zu unterbinden.

Allerdings gibt es auch die andere Seite. Die Tierschutzorganisation PETA hatte in Illinois ein Programm mit dem Namen „PETA’s Air Angels“, ein Drohnenprogramm, das aus der Luft die blutigen Aktivitäten von Jägern überwachte. Die allerdings haben Drohnenjagd ganz anders ausgelegt und auf die teuren fliegenden Kameras geschossen. Ein Gericht in Illinois hat nun entschieden, dass diese Luftüberwachung durch PETA illegal sei und die Privatsphäre von Jägern verletze. PETA hat bereits Einspruch erhoben.

 

Wahlkampfpräsident Obama

Obama Rede     

Da ist er wieder. Der Wahlkämpfer Barack Obama. Locker, flockig, lächelnd und mit Charme, Witz und ganz nah. Das kann er. Das kann er richtig gut. Er redet über die Mittelschicht, über Jobs, über all das, was seine Administration gemacht hat und noch schaffen will.  Und da sind wir auch schon beim wichtigsten Wort dieser Obama Rede; will. Er will ja so viel, aber irgendwie geht nichts zusammen. Reden kann er, das muß man ihm lassen.

Barack Obama schien in den letzten Wochen ziemlich angeschlagen. Seine eigene Parteibasis und seine Wähler waren von ihm mehr als enttäuscht. Was er da lieferte, überraschte viele, das erinnerte eher an George W. Bush, als an den Friedensnobelpreisträger Obama. Nun will er wieder angreifen, den Wahlkampf für 2014 einläuten….es geht um den „American Dream“, die Mittelschicht und ja, um sein politisches Vermächtnis.

Dazu ein aktueller Audiobericht.

Der „Nussknacker“ im See

Ich schwimme gerne in Seen. In Deutschland, Skandinavien, Schweiz und anderen europäischen Ländern, in den USA, Kanada, Ruanda, Uganda, Burundi. Lake Kivu und Tanganjikasee, einfach himmlische Orte im Herzen des schwarzen Kontinents, um ins kühle Nass zu springen. Doch gerade in Afrika muß man aufpassen, denn im Wasser kreucht und fleucht so einiges, dem man(n) nicht zu nahe kommen sollte. Das bekannte Viech, dass sich da durch die Harnröhre hoch arbeitet, ist leider kein Ammenmärchen.

Auch Bilharziose, benannt nach dem deutschen Tropenarzt Theodor Bilharz, der bereits 1851 den Erreger entdeckt hatte und dessen Name nun für einen ganz fiesen Parasiten herhalten muß, auch das findet man in vielen Seen Afrikas. Dabei bohrt sich ein kleiner Saugwurm durch die Fußsohle in den Körper und wandert über die Blutgefäße zur Leber. Voll eklig, da hilft dann nur noch die Chemokeule!

Nun braucht man jedoch gar nicht mehr nach Afrika fahren, um irgendwas unschönes im Wasser zu treffen. In einem See in Illinois hat man nun Pacus gefunden. Eigentlich sind das Fische, die es nur in Südamerika gibt, aber anscheinend hat ein Zeitgenosse die Flossentierchen in Lake Lou Yaeger ausgesetzt. Bis zu 20 kg schwer können die Fische werden, sie ernähren sich von Nüssen, Wasserpflanzen und Schnecken. Alles kein Ding, wenn die Pacus nicht in ihren heimischen Gewässern des Amazonas Beckens als  Cousins der Piranhas bekannt wären. Anfang der 90er Jahre wurden sie auch in einer „weitsichtigen“ Aktion in Papua-Neuguinea ausgesetzt, um die dortige Fischerei anzukurbeln. Und dort werden die Pacus seitdem „Ball Cutter“ genannt, was daran liegt, dass wohl schon einige Schwimmer mit mehr ins Wasser gingen und mit weniger herauskamen. Die Pacus mögen anscheinend den Biss in die männlichen Nüsse.

Nun also schwimmen sie im Lake Lou Yaeger in Illinois. Mal sehen, wann die Küstenwache und die National Guard zu diesem nationalen Krisenherd beordert werden.

Top Ten City

Super, ich lebe in einer Stadt unter den ersten 10. Klasse! Na ja, Platz 6, ist aber auch was. Immerhin ist Oakland oben mit dabei. Das FBI hat nun die Rangliste der gefährlichsten Städte in den USA veröffentlicht. Überall, so die Statistik, sei die Kriminalitätsrate gesunken, dennoch gebe es weiterhin Probleme.

Die gefährlichste amerikanische Stadt mit einer Einwohnerzahl über 100.000 ist Flint, Michigan, bekannt geworden durch den Michael Moore Film “Roger & me”. Danach gleich die Automobilstadt Detroit, in der mit der Wirtschafts- und Automobilkrise die sozialen Probleme überhand nahmen.

Auch in St. Louis, Platz 3, sind die Gewaltzahlen gesunken, dennoch gab es 2010 dort 144 Morde. Platz 4 nimmt New Haven, Connecticut, ein. Klein aber hält durchaus in der großen Liga mit. Danach gleich die Elvis-Stadt Memphis, Tennessee. Und dann kommt auch schon Oakland. Auch hier sank die Kriminalitätsrate, dennoch ist Oakland mit einer hohen Vergewaltigungs- und Mordrate und der zweithöchsten Raubüberfallrate im Land nicht gerade ein sicheres Pflaster. Beruhigend ist vor allem, dass die neue Bürermeisterin, Jean Quan, nun auf Präventivmaßnahmen setzt, z.b. nächtliche Basketball Spiele. Das löst doch jedes Gewaltproblem, Vergewaltiger und Mörder werden mal locker den Ball über den Platz werfen und danach tief durchatmen und sagen, mein dicker Hals ist weg.

Auf Platz 7 kommt die Clinton Stadt, Little Rock, Arkansas. Auf 8 Baltimore, auf 9 Rockford, Illinois und auf 10 hat es gerade noch Stockton in Kalifornien geschafft, quasi eine fast Nachbargemeinde von Oakland. Boah, sind wir stolz in der Bay Area!

Tod der Todesstrafe

Nach zwei Jahrzehnten Diskussion ist nun Schluß. Der Gouverneur von Illinois, Pat Quinn, hat mit seiner Unterschrift das Ende der Todesstrafe in diesem Bundesstaat besiegelt. Quinn, Demokrat und langjähriger Unterstützer der „Capital Punishment“, erklärte, wenn es keine 100prozentige Sicherheit gebe, dass kein Unschuldiger hingerichtet werde, dann ist die Todesstrafe nicht haltbar.

Der Gouverneur berief sich darauf, dass alleine in Illinois 20 Todeskandidaten von Death Row entlassen werden mußten, nachdem festgestellt wurde, dass sie die Tat, für die sie verurteilt wurden, nicht begangen hatten.

Die Kritiker, darunter Staatsanwälte, Richter und Angehörige von Opfern, warfen Pat Quinn vor, an diesem Mittwoch einen Freibrief für Mörder ausgestellt zu haben. Quinn führte in seiner Begründung auch aus, dass er sich diesen Schritt nicht leicht gemacht habe. Er habe sich mit vielen Leuten beraten, darunter der ehemalige südafrikanische Bischof Desmond Tutu und Sister Helen Prejean, deren Geschichte die Grundlage für den Hollywood Spielfilm „Dead Man Walking“ war. Auch verwies Quinn darauf, dass die 15 noch verbliebenen Death Row Insassen nicht einfach frei kämen, vielmehr wurde ihre Strafe in eine lebenslange Haftstrafe ohne Aussicht auf Bewährung abgeändert.

Illinois ist damit der 16. amerikanische Bundesstaat, in dem es keine Todesstrafe mehr gibt. Doch die Entscheidung des Gouverneurs kann nicht als Trend in den USA gesehen werden. Nach wie vor ist ein großer Teil der amerikanischen Bevölkerung für die Höchststrafe. In jüngsten Umfragen stimmten nach wie vor 64 Prozent der Amerikaner für die Hinrichtung von Mördern. Und auch in Illinois scheint die Debatte noch nicht zu Ende zu sein. Die republikanische Opposition hat bereits angekündigt ein neues Gesetz für die Todesstrafe einbringen zu wollen, in dem strengere Sicherheiten und Kontrollen eingebaut sein sollen.

 

 

Knarren gehen weg wie warme Semmeln

Die amerikanische Nation zeigt sich geschockt vom Attentat auf die demokratische Abgeordnete Gabrielle Giffords, bei dem sechs Menschen getötet und 14 verletzt wurden. Nun wird diskutiert, wie es dazu kommen konnte. Hätten strengere Waffenkontrollgesetze das Blutbad verhindern können?

GLOCK 17Aus Angst vor schärferen Gesetzen ist der Knarrenverkauf nach dem Samstag sprunghaft angestiegen. Alleine in Arizona ging die Waffe des Täters, eine Glock 9mm mit Preisschild $ 499, mehr als doppelt so oft über den Ladentisch. Das Schießeisen des österreichischen Herstellers ist beliebt wegen ihrer einfachen Handhabung. Auch schon der Attentäter auf dem Campus der Universität Virginia Tech, Seung-Hui Cho, bei dem 2007 32 Menschen starben nutzte eine Glock 9mm.

Insgesamt stieg der Handfeuerwaffenverkauf in Arizona in den letzten Tagen um 60 Prozent. Doch auch in Ohio (65 Prozent), Kalifornien (16 Prozent), Illinois (38 Prozent) und New York (33 Prozent) wurden mehr Knarren verkauft. US weit waren es fünf Prozent.

Das ist wohl der amerikanische Weg, um mit einem Attentat umzugehen.