Butter von amazon

Amazon will nun auch Butter und Milch anbieten. Foto: City of Sunnyvale.

Amazon will nun auch Butter und Milch anbieten. Foto: City of Sunnyvale.

Der Online Riese amazon will etwas ganz neues ausprobieren. In Sunnyvale, im Herzen des Silicon Valleys südlich von San Francisco, ist amazon der Mieter eines früheren Baumarktes. Und der wird derzeit umgebaut. Das Ziel ist, einen etwas anderen Supermarkt zu eröffnen. Kunden sollen dann online ihre Produkte in einen virtuellen Einkaufskorb legen, Brot, Butter, Milch, Bohnen, Schokolade….und dann angeben, wann sie es abholen wollen. In 15 Minuten oder erst in zwei Stunden, dann würden die Einkaufstüten direkt zum Auto vor die Tür gebracht werden. Kein Grund mehr zum Aussteigen, es sei denn, man kommt zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Dieser drive-through Supermarkt wäre der erste seiner Art. Amazon ist nicht als Bauherr des Projektes angegeben, das nun bei der Stadt Sunnyvale auf die Endgenehmigung wartet. Allerdings ist das Unternehmen aus Seattle Mieter des Gebäudes und hat schon seit längerem Ambitionen, den Supermarkt-Markt aufzurollen. Mit „AmazonFresh“ hat der Online Händler in der San Francisco Bay Area schon erste Wasser in diesem Bereich getestet. „AmazonFresh“ liefert Produkte aus dem Supermarkt, Restaurantessen oder sogar bei amazon.com bestellte Waren direkt nach Hause. Alles also für die Bequemlichkeit des Kunden. Ob das so gut ist, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Das sozialistische Internet

Das ist also der neue Ton in Washington. Barack Obama prescht vor und verlangt gleiche Rechte, gleichen Zugang für alle im Internet. Es gebe keine Aufsicht, wer was anschaut und keine Zahlstellen für freie Datenautobahnen, erklärte Obama am Montag. Die Net-Neutralität sei das Erfolgsgeheimnis des Internets,  jeder habe den gleichen Zugang. Er wolle, dass das so beibehalten wird, seine Regierung will das festschreiben lassen. Dabei beruft er sich auf das alte Kommunikationsgesetz von 1934, d.h. das Internt solle wie das klassische Telefon von der Regierung behandelt werden. Das wäre eine Neuausrichtung, denn bislang bewertete die Aufsichtsbehörde FCC das Internet eher wie Kabelfernsehen, es gab so gut wie keine Auflagen. Obama will also nun ein 80 Jahre altes Gesetz dafür hernehmen, um Gleichberechtigung im Internet zu garantieren.

Die Industrie reagierte schnell und empört. So etwas sei undenkbar, behindere und verhindere neue Investitionen. Das sei nicht zukunftsorientiert, markt-, ja, technologiefeindlich. Auch die Republikaner im Kongress liefen gleich mal vorsichtshalber Amok. Entweder verstehen sie nicht, von was sie da reden, oder aber ihr Hass gegen Obama sitzt so tief, dass grundsätzlich alles, was aus dem Weißen Haus kommt, erst einmal blockiert werden muß. Und was eignet sich da besser, als den Vorschlag des Präsidenten als „Obamacare fürs Internet“ zu brandmarken, wie das der Liebling der Tea-Party und mögliche Präsidentschaftskandidat, Senator Ted Cruz, gleich machte. Obamacare ist zu einem Totschlagargument in der öffentlichen Diskussion geworden. Obamacare steht für Überreglementierung, Sozialismus, unamerikanisch, die Macht der Regierung, den „Nanny State“.

Was Obama lediglich verhindern will ist, dass die Provider schnellere Datenbahnen für Onlinegiganten wie amazon und netflix anbieten, die am Ende auf Kosten der Allgemeinheit gehen. Das sehen Teile der Republikaner als Sozialismus, eben als „Obamacare fürs Internet“. Mir graut schon jetzt vor dem Wahlkampf und dem Ausgang der Wahlen 2016.

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Das WWW wird langsamer

Im Internet sind alle gleich. So zumindest heißt es in einem Grundsatz. Neutralität verpflichtet. Doch damit könnte es schon bald vorbei sein. Der amerikanischen Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission, FCC, liegt ein Antrag vor, die Leitungen käuflich zu machen. Internet Provider wie Verizon oder Comcast wollen in Zukunft Schnelligkeit verkaufen. Das heißt, Unternehmen wie amazon oder netflix mit einem hohen Datenaufwand wollen und sollen in Zukunft dafür extra zahlen, bevorzugt behandelt zu werden, also auch eine schnellere Verbindung zum Kunden zu bekommen.“Was wir hier sehen ist die Umwandlung des Internets, wo 1 Prozent die schnellen Leitungen bekommen und 99 Prozent sich mit den langsamen Verbindungen abgeben müssen. Wenn wir das zulassen, dann beschneiden wir das gesamte Potential dieser neuen Technologie. Das muß gestoppt werden“, erklärte Michael Copps, früheres Mitglied der FCC Kommission in einem Interview.

Noch 2007 erklärte der Kandidat Barack Obama: „Ich fühle mich der Network Neutralität verpflichtet, denn wenn Anbieter damit anfangen bestimmte Angebote oder Webseiten zu bevorzugen, werden die leiseren Stimmen ausgegrenzt und wir alle verlieren dabei. Das Internet ist wahrscheinlich das offenste Network in der Geschichte und so soll es auch bleiben“

Mit dieser Neuregelung der FCC, falls sie durchgewunken wird, würde man den Onlinegiganten einen unverhältnismäßigen Vorteil ermöglichen. Die FCC hat nun diesen Antrag veröffentlicht und wird im kommenden Monat darüber abstimmen. Die Öffentlichkeit darf dann noch im Sommer ihre Kommentare und Einsprüche abgeben. Ob es dann allerdings noch was hilft, sei dahingestellt.

Die Katze wars!

In Florida wurde ein Mann wegen Besitzes von Kinderpornographie verhaftet. Die Ermittler fanden 1000 pornographische Bilder auf dem Computer von Keith Griffin, darunter auch zehn eindeutige Photos mit Kindern. Griffin bestritt jemals „Child Pornography“ geladen zu haben und erklärte, als er einmal mp3 Files aus dem Internet lud, sei seine Katze über die Tastatur gelaufen. Danach habe er sich gewundert, was für „seltsame Sachen“ auf seinem Computer waren.

Noch ist nicht klar, ob ein Richter diese Verteidigung gelten lässt. Griffin ist erstmal im County Jail von Martin County eingebuchtet worden. Die Kaution wurde auf 250.000 Dollar gesetzt.
Der Fall allerdings zieht schon seine Kreise, im Internet gibt es bereits einige witzige Kommentare zum Katzenkinderpornodownload:

„The cat was trying to download KITTY porn but typed in KIDDIE by mistake.“

„Well if the dog ate my homework, I guess the cat can download my porn.“

„I’m sure CSI forensics will find paw prints and cat hair on the keyboard and fully exonerate the guy …Unless the cat wore gloves …“

„My Cat once attempted to drive my car….IT’S TRUE, I SWEAR!!!“

„Never share your password with a cat.“

„My cat is constantly getting my credit card and downloading porn. Thankfully, he’s only into Gay Bears.“

„Well, obviously, the cat was going after the mouse!“

„this plea only works if the judge is catatonic…..“

„The cat needs to register as a pet-o-phile.“

„Of course, as others have mentioned, they were looking for KITTY porn ! …Just another reason to SPAY and NEUTER to avoid these kins of problems !“

Oakland surft schon seit drei Jahren ins Büro

Unter dem Titel „San Francisco surft ins Büro“ wird auf Spiegel Online ein neues Busunternehmen vorgestellt, das den Kunden nun auch schon während der Fahrt Internet Service bietet. Das ganze liest sich als absolute Neuigkeit, wenn man nun von San Francisco ins Valley (dem San Jose Bereich mit Firmen Headquarters wie Google, Sun oder Oracle) fährt.

Ist es aber nicht. Denn das öffentliche Bussystem AC Transit, das Alameda und Contra Costa County u.a. auch mit San Francisco verbindet, bietet diesen Service schon seit rund zwei Jahren an. Also, man kann mit dem Bus über die Bay Bridge fahren und dabei wireless surfen. Ich weiss wovon ich spreche, denn ich stand auf der Brücke auch schon mal im Stau hinter einem AC Transit Bus und nutzte mit meinem iphone den kostenlosen Internetzugang. Ach ja, die Busse sind auch mit einer sparsamen und umweltschonenden Hybrid- Treibstoffzellentechnik ausgerüstet, und das schon seit dem Jahr 2000. Auch das ist also nichts neues für den Busverkehr hier, wie das in dem Artikel rüberkommt.