Trumps leere Taschen

Donald Trump macht ein Riesending daraus, dass er den japanischen Kaiser trifft, bei einem Sumo Wettkampf dabei ist und überhaupt wie ein König in Japan hofiert wird. Wenn er mal Zeit hat, also in den frühen Morgenstunden, tweetet er was das Zeug hält. Auffallend vor allem sein erneuter Schulterschluss mit dem nordkoreanischen Diktator, den er ja als seinen Freund bezeichnet. Trump sieht dessen Raketentests als nicht der Rede wert, auch wenn sein eigener Sicherheitsberater es als eine Verletzung der UN Resolutionen ansieht. Trump verteidigt sogar die beleidigenden Worte von Kim Jong Un gegen den früheren Vize-Präsidenten Joe Biden. Trump meint, Kim habe schon Recht, dass er Joe Biden als „Low IQ“ bezeichnet. Das ist der amerikanische Präsident!

Donald Trump genießt das Rampenlicht in Japan. Daheim warten eigentlich die wichtigen Aufgaben, aber die kann er nicht angehen, denn Trump fehlt das Geld. Sein Mauerbau kommt nicht voran, weil der Kongress die Zahlungen dafür verhindert. Sein als geschickter Schachzug gedachter Plan, Gelder vom Pentagon abzuziehen, um sie für die Grenzsicherung zu nutzen, wird nun gerichtlich geklärt. Denn der Kongress muss alle Ausgaben absegnen. Trump meint, er sei – wie immer – im Recht, doch das bezweifeln nicht nur Demokraten, sondern auch Republikaner.

Ganz deutlich wird das an einem eigentlich für die USA sehr wichtigen Projekt, den Infrastrukturmaßnahmen. Autobahnen, Highways und Brücken bröckeln. Flughäfen, Schleusen, der Schienenverkehr ist veraltet. Eigentlich sind sich Demokraten und Republikaner einig, dass Milliarden von Dollar in Baumaßnahmen im ganzen Land gesteckt werden müssten, doch bislang fließt kein Dollar, es gibt keinen Spatenstich und auch kein Betonmischer wird angeschmissen. Trump schiebt die Schuld auf die Demokraten, doch eigentlich ist er an dieser Situation selbst schuld.

Ein normales Bild an vielen Brücken in den USA. Foto: Reuters.

Donald Trump hat in der letzten Woche klar gemacht, dass er nicht mit den Demokraten zusammen arbeiten will, so lange die weiter gegen ihn ermitteln. Er predigt mehrmals am Tag „No obstruction, no collusion“, auch wenn das so nicht ganz stimmt. Was Trump und einige Hardliner in den republikanischen Reihen allerdings in dieser Debatte über ein umfassendes Infrastrukturprogramm verheimlichen ist, dass der Präsident über solch ein Programm auch seine olle Mauer bauen lassen will. Mit diesem Ansatz wird es keinen Kompromiss geben und das zu Lasten aller Amerikaner. Die Gelder, die der Kongress freigeben muss, hat Donald Trump als Präsident nicht. Auch wenn er immer so tut, als ob er der Kaiser der Vereinigten Staaten sei, seine Geldschatulle kann er zwar weiter als Privatmann füllen, doch öffentliche Gelder darf er nicht einfach so ausgeben. Das wurde bewusst so in der amerikanischen Verfassung festgeschrieben. Der Präsident und der Kongress müssen in Haushaltsfragen zusammen arbeiten. Und das wird zumindest bis zur nächsten Wahl nicht mehr passieren. Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann mal wieder eine Brücke in den USA zusammenbricht oder sonst irgendetwas passiert, weil der Zahn der Zeit daran nagt. Danach kommen die Schuldzuweisungen, man kann darauf warten.

Wie ist das nun mit der Registrierung von Muslimen?

Im Wahlkampf trat Donald Trump nicht gerade als ein Freund des Islam auf. Seine provokanten Kommentare und Forderungen, wie die, nach einem Einreiseverbot aller Muslime in die USA, bestimmten die Diskussionen, die Debatten, die Berichterstattung. Und nun, nachdem alles vorbei ist, wie steht der gewählte Präsident zu seinen eigenen Aussagen, die von seinen Anhängern lautstark bejubelt wurden?

Ist die Internierung der Japaner und Japan-Amerikaner während des Zweiten Weltkriegs ein "Präzedenzfall"?

Ist die Internierung der Japaner und Japan-Amerikaner während des Zweiten Weltkriegs ein „Präzedenzfall“?

Aus dem Trump-Tower heißt es nun, der Donald habe niemals eine Registrierung von Muslimen im Land gefordert. „President-elect Trump hat sich nie für eine Registrierung oder ein System eingesetzt, mit dem man Individuen aufgrund ihrer Religion verfolgen kann, und etwas anderes zu behaupten ist komplett falsch.“ Das stimmt so nicht, denn Trump wurde mehrmals nach seinen provokanten Aussagen zum Einreiseverbot von Muslimen gefragt, ob er einer Registrierung im Land zustimmen würde. Trump verneinte dies nie, erklärte vielmehr, das sei ein guter Gedanke, man müsse darüber nachdenken.

Auch haben einige seiner Berater diese Grundidee aufgegriffen. Kris Kobach, seines Zeichens Außenminister des Bundesstaates Kansas, Berater von Trump und lange Zeit heißer Kandidat für das Amt des Justizministers in einer Trump-Adminstration, erklärte in der vergangenen Woche gegenüber der Presseagentur Reuters, dass man im Trump-Umfeld nun auch darüber spreche eine Registrierung von Immigranten aus muslimischen Ländern umzusetzen.

Nur wenige Tage später sprach der Trump-Vertraute Carl Higbie auf FOX News von einem „Präzedenzfall“, den es hinsichtlich solcher Registrierungspläne bereits in den USA gebe: die Internierungslager für die Japaner und Japan-Amerikaner während des Zweiten Weltkrieges in den USA. Solche Überlegungen gab es auch schon im Bush-Lager nach den Terrorangriffen vom 11. September 2001.

Politische Beobachter und Kommentatoren blicken nun gespannt auf das, was Donald Trump umsetzen wird. Welche seiner Wahlkampfforderungen werden zu politischen Realitäten in den USA? Doch vor allem, wie wird sich die Situation von Muslimen im Land verändern? Klar ist derzeit nur, dass niemand ihn so richtig einschätzen kann. War alles nur Getöse oder liegt hinter den Provokationen ein genauer Plan? Abwarten wird zum Tagesgeschäft.

Keine Panik, es kommt nur „etwas“ Strahlung

Am 11. März 2011 bebte vor Japan die Erde. Das Ergebnis ist bekannt, die Nuklerakatastrophe von Fukushima ist nach Tschernobyl die bislang größte. Nicht alleine das 9.0 Beben war ein Schocker, vor allem der anschließende Tsunami hob alles in seinem Weg aus den Angeln und setze das Atomkraftwerk und all seine Sicherheitsvorrichtungen unter Wasser. Das gesamte Ausmaß des Super GAUs ist noch lange nicht bekannt.

Vor einem Jahr trieben erste Boote, Holzlatten, Türen und allerlei Kram vor der amerikanischen Westküste. Schnell erkannte man, dass das nicht einfach Müll war, sondern dass diese Dinge vom Tsunami vor Japan ins Meer gerissen wurden. Ein Jahr trieben sie westwärts, um dann an Stränden in Kalifornien, Oregon und Washington State angespült zu werden.

Und nun heißt es, auch die Strahlung aus dem AKW Fukushima erreiche so langsam die Küste der USA. Aber man solle sich nicht aufregen oder sorgen, die Strahlung sei „niedrig“. Keine Gefahr für Mensch und Umwelt. Das zumindest sagen Wissenschaftler, die aber im nächsten Satz erwähnen, dass sie eigentlich kein Geld für Wassertests haben. Washington zumindest stellt keine Finanzen für zusätliche Untersuchungen in den verschiedenen Küstenregionen bereit. Ist ja alles nicht so schlimm, die Strahlung wird durch das Salzwasser und die große Entfernung bestimmt toootal verdünnt an „Baker Beach“, „Ocean Beach“, „Stinson Beach“ oder „Point Reyes“ ankommen. Keine Gefahr. Das sagten sie ja damals 1986 auch, als die Brennstäbe in Tschernobyl an zu dampfen fingen. Nur Pilze sollte man nicht essen. Und auch keine Waldbeeren. Frischmilch wäre gerade auch nicht so gut. Ach ja, die Kinder sollten auch nicht im Sandkasten spielen, bis der Sand ausgewechselt wird. Das bißchen Strahlung ist doch nicht so schlimm. Alles klar auf der Andrea Doria.

70 Jahre nach Pearl Harbor

Heute vor 70 Jahren griffen die Japaner den amerikanischen Navy Stützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii an. 2403 amerikanische Soldaten starben bei diesem Angriff in den Morgenstunden des 7. Dezember 1941. Noch heute wird behauptet, es sei eine „heimtückische“ Aktion der kaiserlichen Armee gewesen, obwohl auch klar ist, dass der amerikanische Präsident Roosevelt schon vorab von geplanten Aktionen der Japaner informiert gewesen war. Die Spionageaktivitäten des japanischen Konsulats in Honolulu waren den Amerikanern bekannt. Die Diplomaten hatten regelmäßig Informationen über die Flotte der US Navy nach Tokio gefunkt.

Um 6:10 Uhr Ortszeit am 7. Dezember 1941 begann die erste Angriffswelle der Japaner auf den Navy Stützpunkt Pearl Harbor. Und noch eine zweite Angriffswelle kam, der letzte japanische Kampfjet drehte um 9:45 Uhr ab. Die US Flotte war im Mark getroffen: 2403 getötete Soldaten, 1178 Verwundete, 12 gesunkene oder gestrandete Schiffe, 9 beschädigte Schiffe, 164 zerstörte Flugzeuge, 159 beschädigte Flugzeuge. Amerika war geschockt. Nur einen Tag später trat Präsident Roosevelt vor den Kongreß in Washington und erklärte Japan den Krieg. Zuvor war das amerikanische Parlament noch gespalten, ein Großteil der Abgeordneten wollte die USA lieber nicht in die Kriegswirren in Europa und Asien hinein gezogen sehen. Doch am Tag nach dem Angriff auf Pearl Harbor stimmten alle Parlamentarier bis auf einen für die Kriegserklärung von Roosevelt. Vier Tage später erklärten Deutschland und Italien den USA den Krieg, damit eskalierte der Zweite Weltkrieg.

Nach der Attacke der Japaner änderten sich auch die Bedingungen für Japaner, Japan-Amerikaner, Deutsche und Italiener in den USA. Die amerikanischen Konzentrationslager wurden eröffnet, in denen weit über 100.000 Japaner und japanisch stämmige Amerikaner, 11000 Deutsche und rund 1500 Italiener interniert wurden. Viele der Deutschen lebten bereits seit Jahren in ihrer neuen Heimat, etliche waren aus Hitler-Deutschland geflohen, darunter auch jüdische Bürger. Zudem wurden auch einige in den USA geborene Kinder deutscher Eltern mit verhaftet. Doch das FBI kannte keine Gnade. Die Camps waren zumeist im Landesinneren angesiedelt, wie in Bismarck, North Dakota oder Crystal City, Texas. Und nicht nur das, die amerikanische Bundespolizei verhaftete sogar in Süd- und Mittelamerika Deutsche und Japaner und verschleppte sie in einer Nacht- und Nebelaktion in die US Camps.

An diesem 7. Dezember wird an den Angriff auf Pearl Harbor gedacht, die noch lebenden Veteranen von damals  geehrt. 70 Jahre danach, eine lange Zeit, doch die Narbe ist für die Amerikaner geblieben. An diesem Tag sollte man aber auch an jene denken, die als Einwanderer in die USA kamen, um eine neue Heimat zu finden. An jene, die unschuldig in amerikanische Internierungslager geschickt wurden, einzig aus dem Grund, weil sie Japaner, Deutsche oder Italiener waren.

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Wo ist Waldobama?

MIA…Missing In Action. Barack Obama ist derzeit überall und nirgends. Man sieht ihn, man hört ihn, aber eigentlich nicht da und für was er eigentlich gewählt wurde. Obama beim Golfspielen, Obama bei netten Empfängen und am Donnerstag steht der St. Patrick’s Day an, also auch da wird gefeiert. Etwas unpassend war auch am Samstag seine „Weekly Radio Address“, die wöchentliche Radioansprache des Präsidenten. Sie drehte sich, nein, nicht um die Katastrophe in Japan, sondern um den Weltfrauentag….wichtig, aber wirklich so wichtig einen Tag nach dem verheerenden Erdbeben in Japan und dem brutalen Vorgehen von Gaddafis Truppen in Libyen in der vergangenen Woche?

Nicht nur die Republikaner werfen Barack Obama mittlerweile vor, dass er auf die dringenden Probleme keine Antworten hat und sie wohl lieber aussitzen möchte. Vom Weißen Haus hatte man eine klare Haltung bezüglich der Situation in Nordafrika und im Nahen Osten erwartet. Fehlanzeige! Das Erdbeben, der Tsunami und nun die Gefahr eines Super-Gau…auch hier ist Obama auffallend unauffällig. Vielleicht meint der „leader of the free world“, dass, wenn er eher abtaucht ihm niemand Fehlverhalten vorwerfen kann. Ich weiß, vieles geschieht ja in geheimen Gesprächen, in Hinterzimmern und durch diplomatische Kanäle. Aber so abwesend war schon lange kein amerikanischer Präsident mehr vom Tagesgeschehen, wie derzeit Obama. Zumindest nicht seit George W. Bush. Doch auch der lernte sehr schnell, dass Fernsehbilder von seinen entspannten Aufenthalten auf seiner Ranch in Texas nicht so gut beim Volk ankommen, während im Irak und in Afghanistan junge Soldaten verheizt werden.

Also, wo ist Obama?

Könnte es hier passieren?

In den USA stehen 104 Atomkraftwerke. Alle wurden 1974 oder davor gebaut. Ein paar neue sollen dazu kommen, doch fraglich ist, ob das nun durchgesetzt werden kann. Republikaner und Demokraten sind sich eigentlich einig darüber, dass die Atomkraft ein Teil der alternativen Energiegewinnung ist und auf die langfristig gebaut werden sollte. Die GOP fordert schon lange, den Weg für neue Bauprojekte freizumachen, und auch Präsident Obama sieht die Nukleartechnik als zukunftsweisend.

Der deutsche Botschafter in Washington, Klaus Scharioth, widersprach dem letzte Woche bei einem Vortrag in San Francisco. Scharioth meinte, in Deutschland setze man auf regenerierbare Quellen, Solar, Wind und Biomasse. Die Energiegewinnung aus der Atomkraft sei in Deutschland langfristig nicht zu halten. Ein paar Tage später, werden die Gäste des Vortrags an die Worte des deutschen Diplomaten gedacht haben. Die Katastrophe in Japan hat die ganze Diskussion über das für und wider der Atomkraft neu angeheizt. Ist die Technik beherrschbar, können Kraftwerke sicher sein?

Amerikanische Patrioten erklären, die US Technik sei die beste der Welt. Und es gäbe keine absolute Sicherheit. Das ist nicht gerade beruhigend, Japan ist auch kein Entwicklungsland in Sachen Technik. Hinzu kommen die Standorte der Atomkraftwerke in den USA. Auf dem Photo sieht man das Kraftwerk in San Onofre, südlich von Los Angeles, direkt am Pazifikstrand gelegen. Erdbeben und auch Tsunami Wellen sind hier mehr als denkbar. Bei einem Unfall wären Millionen von Menschen von Los Angeles bis San Diego betroffen.

Die Atom-Lobby in den USA hat nach dem Wochenende einen sehr schwierigen Stand, die Öffentlichkeit für neue Kraftwerke zu begeistern, ja, die bestehenden AKWs am Netz zu halten. Doch was in den USA leider fehlt, ist eine breite Diskussion über Energiesparmaßnahmen. Man kann nur hoffen, dass nun ein längst fälliges Umdenken auch hier stattfindet und man nicht länger auf Sprechblasentrommler wie Sarah Palin hört, die nach „Drill, Baby, Drill“ und Atomkraft schreien.

Tsunami in der San Francisco Bay

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Das Video zeigt den heutigen Tsunami in der San Francisco Bay. Gefilmt wurde von einem Bürogebäude in Emmeryville, direkt gegenüber vom Golden Gate. Man sieht links oben den Hafen von Oakland, davor die Bay Bridge. Rechts oben Treasure Island und dahinter liegt Downtown San Francisco. Was man auf diesem Video auch schön sehen kann ist links unten der niedrige Wasserstand. Dank Ebbe waren die Schäden an der amerikanischen Westküste gering, als der Tsunami auf das Festland traf.

Entwarnung an der Westküste

Erst Japan, dann Hawaii und dann rollte die gewaltige Welle Richtung amerikanischer Westküste. Mit Stunden Vorlauf bereitete man sich in den Küstenregionen von Oregon bis Kalifornien auf die Wasserflut vor. Der Great Highway in San Francisco, direkt am Strand gelegen, wurde vorsichtshalber gesperrt. Die Polizei arbeitete in der Nacht mit Obdachlosenorganisationen zusammen, um die „Homeless“ in der Gegend dazu aufzufordern, ihre Camps am Rande des Golden Gate Parks zu verlassen. Entlang der Küstenregionen von Central Kalifornien bis hoch nach Oregon wurden die Menschen dazu aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen.

Die Welle kam, doch zum Glück genau zu der Zeit, als Ebbe am Golden Gate war. Keine größeren Schäden wurden bislang gemeldet.

UPDATE: Aus Crescent City in Nordkalifornien kommt die Meldung, dass rund 35 Boote und einige Landungsstege zerstört wurden. In Santa Cruz, einem beliebten Surfgebiet, waren Surfer sogar trotz Warnungen im Wasser als die Welle kam, um den Tsunami zu reiten. Auch im Hafen von Santa Cruz wurden einige Boote zerstört.

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Ölpest vor Kalifornien?

MontebelloEs könnte passieren. Ölteppiche vor der kalifornischen Küste. Und die derzeitige Gefahr kommt nicht so sehr von den Bohrinseln in der Nähe von Santa Barbara. vielmehr von einem gesunkenen Tanker. Die „Montebello“ wurde am 23. Dezember 1941, 16 Tage nach dem Angriff auf Pearl Harbor vor der Küste Kaliforniens von einem japanischen U-Boot torpediert und sank. Seitdem liegt sie auf dem Meeresboden mit ihrer Ladung von rund 8 Millionen Liter Rohöl. Eine Tauchmission Mitte der 90er Jahre ergab, dass das Schiff fast unbeschadet und im ganzen in rund 300 Metern Tiefe ruht. Doch nun macht man sich Sorgen darüber, was genau aus dem Öl geworden ist. Eine neue Expedition soll klären, inwieweit die Tanks des über 70 Jahre alten Schiffes noch sicher sind und was getan werden kann, um eine Ölkatastrophe vor der kalifornischen Küste zwischen Monterey und San Luis Obispo zu verhindern.

Hot Dog Fress Meister

Amerika, Land der Schönen, Reichen, Mutigen und Fresssüchtigen. Immer am Nationalfeiertag, dem 4. Juli, findet in Coney Island das traditionelle Hot Dog Wettessen statt. Und wie schon im letzten Jahr gewann auch dieses mal Joey Chestnut aus dem kalifornischen San Jose. Wir Kalifornier sind so stolz auf unseren Würstchenfresser, der sich erneut gegen seinen härtesten Konkurrenten den Japaner und sechsfachen Gewinner Takeru Kobayashi durchsetzen konnte.

Die Fernsehnation blickte gespannt nach Coney Island, von wo der Wettbewerb live auf dem Sportsender (!) ESPN übertragen wurde. (Originalton ESPN: „We are seeing the Golden Age of competitive eating“) Zehn Minuten dauerte das Wettfressen und schon ab Minute zwei war dem Sieger klar, wie er später erklärte, dass er heute unschlagbar sei. In diesen 600 Sekunden verspeiste Chestnut 68 Hot Dogs, das ist ein Hot Dog pro 8,8 Sekunden. Wie ein Olympiasieger reckte er die rechte Faust nach oben, als klar war, niemand konnte ihm den Sieg mehr streitig machen. Stolz erlebte er dann die Siegerehrung, bei der „The Star-Spangled Banner“ gespielt wurde. Ein wahrer Held, ein Siegertyp, ein Vorbild für die übergewichtige amerikanische Jugend.

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